Schwerbehindertenausweis

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Schwerbehindertenausweis

Viele Diabetiker haben Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Dieser kann einige Vorteile bringen, vor allem in Ausbildung und Beruf.

Nach den aktuellen Vorschriften liegt eine Schwerbehinderung bei Diabetes vor, wenn „täglich mindestens vier Insulininjektionen“ durchgeführt werden, wobei „die Insulindosis in Abhängigkeit vom aktuellen Blutzucker, der folgenden Mahlzeit und der körperlichen Belastung selbstständig variiert werden muss“. Weiterhin müssen aufgrund des Diabetes „erhebliche Einschnitte“ vorliegen, die sich „gravierend auf die Lebensführung“ auswirken.

Vorteile durch den Schwerbehindertenausweis

Ein Schwerbehindertenausweis, den man ab einem Grad der Behinderung von 50 erhält (auf einer Skala von 0 bis 100) kann einige Vorteile bringen, z.B.:

  • erhöhter Kündigungsschutz,
  • Diskrminierungsschutz,
  • bis zu 5 Tage Sonderurlaub,
  • Freistellung von Mehrarbeit,
  • vorzeitige Altersrente,
  • Steuerfreibetrag (bei einem GdB 50: 570 €),
  • unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr,
  • Recht auf verlängerte Prüfung im Studium.

Den besonderen Kündigungsschutz (allerdings nur diesen) kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch erhalten, wenn man nicht schwerbehindert ist: Wer einen GdB von 30 erreicht, der kann eine Gleichstellung beantragen, wenn infolge der Behinderung und ohne die Gleichstellung der Arbeitsplatz konkret gefährdet wäre bzw. ein geeigneter Arbeitsplatz nicht erlangt werden kann.

Nachteilig bei Versicherungen

Nachteile kann der Schwerbehindertenstatus aber auch bringen, nämlich bei Versicherungen. Aufgrund des Risikos ist es in der Regel sehr schwierig, mit Diabetes eine Berufsunfähigkeits-, eine Lebens- oder (als Nichtbeamter) eine private Krankenversicherung zu erhalten.


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  • jseiffert postete ein Update vor 1 Tag, 15 Stunden

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂

  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 3 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas