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Studie: Ein Drittel der Herz-Kreislauf-Todesfälle in Europa geht auf falsche Ernährung zurück
2 Minuten
Foto: MedTriX Group – erstellt via DALL-E
In Europa ist ein Sechstel aller Todesfälle auf falsche Ernährung zurückzuführen. Bei der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Fehlernährung sogar für jeden dritten Fall verantwortlich. Dies offenbaren die Ergebnisse einer Studie.
Eine neue Studie deckt auf, dass falsche Ernährung eine Hauptursache für Todesfälle in Europa ist – insbesondere, wenn diese auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückgehen. Demnach sind jährlich etwa 1,55 Millionen Todesfälle auf Fehlernährung zurückzuführen, wie die Forschungsergebnisse der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Instituts für nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem Kompetenzcluster nutriCARD zeigen.
Herz-Kreislauf-Todesfälle durch falsche Ernährung: zu wenig Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, zu viel rotes Fleisch und Salz
Die Studie, deren Ergebnisse im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurden, zeigt, dass jeder sechste Todesfall in Europa durch unausgewogene Ernährung verursacht wird. Bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien sogar rund ein Drittel der Todesfälle mit einer Fehlernährung assoziiert, erklärt Theresa Pörschmann, Erstautorin der Studie. Besonders betroffen sind Länder wie die Slowakei und Belarus (Weißrussland) mit den höchsten Raten an ernährungsbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (48 bzw. 47 Prozent), während Spanien mit 24 Prozent die niedrigsten aufweist.
Laut Studie tragen vor allem der geringe Verzehr von Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten sowie ein hoher Konsum von Salz und rotem Fleisch zu den Todesfällen bei. „Es sind leider immer wieder die gleichen Lebensmittel, von denen wir entweder zu wenig oder zu viel essen“, erklärt Pörschmann.
Weitere indirekte Risikofaktoren nicht berücksichtigt – Zahl der Todesfälle durch Fehlernährung womöglich noch höher
Neben den direkten Ernährungsfaktoren wurden auch indirekte Risikofaktoren wie Alkoholkonsum und hohe Kalorienaufnahme, die Übergewicht und Typ-2-Diabetes fördern, in der Studie noch nicht berücksichtigt. „Dies sind weitere wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, ergänzt Prof. Stefan Lorkowski von der Universität Jena. Dr. Toni Meier vom Institut für nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft kommentiert, dass „die tatsächlich durch eine unausgewogene Ernährung bedingten kardiovaskulären Todesfälle also noch deutlich höher liegen“ dürften.
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Die Untersuchung, basierend auf der globalen Krankheitslastenstudie, zeigt, dass trotz eines weltweiten Rückgangs bis 2015, die Zahlen seit 2019 wieder ansteigen. „Bis 2015 hat sich der Anteil an ernährungsbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen stetig verringert. Seit 2019 steigen die Zahlen allerdings wieder leicht“, fasst Prof. Lorkowski zusammen. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial präventiver Maßnahmen durch ausgewogene Ernährung. „In Deutschland haben wir noch viel Luft nach oben und könnten viele vorzeitige Todesfälle verhindern“, schließt Lorkowski ab.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien des Instituts für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
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diahexe postete ein Update vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 5 Tagen, 12 Stunden
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen
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