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Gesundheit – oder doch die Wirtschaft?
2 Minuten
Um Typ-2-Diabetes und seinen Komplikationen vorzubeugen, müssen strukturelle Möglichkeiten für einen gesunden Lebensstil vorhanden sein, so fordert es die WHO. Unsere Kolumnistin Jana Einser findet jedoch, dass in unserer Gesellschaft wirtschaftliche Interessen noch immer viel zu häufig Vorrang vor der Gesundheit der Menschen haben.
Seit Wochen komme ich mir vor wie in einer verkehrten Welt. Kein Wunder, werden Sie sagen, das Corona-Virus hat ja alles auf den Kopf gestellt! Das stimmt, aber das allein ist es nicht.
Ein kleines Virus hat es geschafft, die Regierung Deutschlands und vieler anderer Länder dazu zu bringen, nahezu die komplette Wirtschaft lahmzulegen. Ich traue mir keine Beurteilung zu, ob das der einzig gangbare Weg war, um die Infektionsgefahr einzudämmen – aber interessant ist, dass es möglich zu sein scheint, die Interessen der Wirtschaft dem Artikel 2 Absatz 2 des Grundgesetzes „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ unterzuordnen.
Muss uns das nicht zu denken geben, wenn wir an den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Epidemie bezeichneten Typ-2-Diabetes denken? Die WHO-Forderungen sind eindeutig: Um Typ-2-Diabetes und seinen Komplikationen vorzubeugen, sind öffentliche und private Einrichtungen aufgefordert, für eine Zunahme des Wissens über die Erkrankung zu sorgen, mehr Möglichkeiten für mehr körperliche Bewegung zu schaffen und die Verfügbarkeit gesunden Essens zu fördern. Hinzu kommt die Forderung, dass Menschen nicht rauchen, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht weiter zu erhöhen.
Mit Letzterem beginnend: Warum darf die Zigarettenindustrie in Deutschland noch auf Litfaßsäulen für ihre Produkte werben? Hat hier womöglich die Wirtschaft doch Vorrang vor dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit? Warum dauert es so lange, bis Verbraucher auf Nahrungsmittelpackungen direkt erkennen können, ob ein Lebensmittel eher gesund oder eher ungesund ist? Und warum bleibt es den Herstellern weiterhin freigestellt, diese Angabe auf ihre Produkte zu drucken?
Warum werden immer mehr Grünflächen, auf denen sich Menschen bewegen können, bebaut? Warum bekommt „Grünen“-Vorsitzender Robert Habeck sofort von allen Seiten Gegenwind, wenn er einen Mindestpreis für Fleisch fordert – was wahrscheinlich den Verzehr reduzieren und damit das Klima und so auch die Gesundheit schützen würde? Dieser Art gibt es noch viele Fragen, die wir uns stellen müssen, wenn es um die Frage geht, wer Vorrang hat: die Gesundheit – oder doch die Wirtschaft?
von Jana Einser

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (7) Seite 84
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cina_polada postete ein Update vor 7 Stunden, 13 Minuten
Hi, ich bin Julija und komme aus Frankfurt. Vor ein paar Wochen wurde bei mir Diabetes Typ 2 mit gerade mal 33 Jahren diagnostiziert.. Kämpfe im Moment noch sehr mit der Diagnose und würde mich über etwas Austausch sehr freuen 🙂
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lauf-chris postete ein Update vor 8 Stunden, 46 Minuten
Ich habe jetzt seit ca 1 Jahr die YpsoPump. Bin gut damit zufrieden. Ist aber auch kein Selbstläufer!
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 1 Tag, 16 Stunden
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
