Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #50 | Vorsorgeuntersuchung (10) – die Haut

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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #50 | Vorsorgeuntersuchung (10) – die Haut

Diabetes ist ein sehr komplexes Krankheitsbild, was sich langfristig auf die gesamte Funktionalität des Körpers auswirkt. Daher ist es umso wichtiger, neben einem guten Diabetes-Management, auch regelmäßige Vorsorgetermine wahrzunehmen, um eventuelle Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend entgegenwirken zu können. In dieser Beitragsreihe möchte ich Dich durch die verschiedenen Vorsorgebereiche mitnehmen. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür bei Dir zu schaffen, sodass Du langfristig diese in Dein Diabetes Management etablieren kannst und somit langfristig einem langen Leben (trotz Diabetes) nichts mehr im Wege steht.

Die Haut — unser größtes Organ

Die Haut ist das größte Organ des Menschen — und das mit etwa 1,8 Quadratmetern.1 Ziemlich beeindruckend, oder? Das Thema Haut liegt mir besonders am Herzen, da dies quasi mein Thema war, bevor ich meine Diagnose erhielt bzw. das Thema war, wie es überhaupt zur Diagnose gekommen ist.

Foto: Valeria Smirnova – unsplash.com

Das hier ist mein 10. und letzter Beitrag zum Thema „Vorsorge und Diabetes“. Und das letzte Organ hat es hier wirklich in sich. Denn rund 80% aller Menschen mit Diabetes haben eine Hautstörung- bzw. -krankheit. Tatsächlich gibt es ganz viele Hautkrankheiten, die in Verbindung mit Diabetes stehen und nicht selten auch im Zusammenhang mit unserem Gewebe. Der Ursprung liegt auch hier in dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten, die sich ungünstig auf unsere Prozesse im Körper auswirken, wodurch es zu komplexen Störungen in den Haut-, Bindegewebs- und Fettzellen in und unter der Haut führen kann.

Eine zentrale Rolle bei Hautkrankheiten und Diabetes spielt die sogenannte „Verzuckerung“ von Eiweißen, Fetten und Nukleinsäuren. Eine fortgeschrittene Verzuckerung dieser 3 Bestandteile kann die Struktur und Funktion der Haut verändern und zur Entstehung von Schäden an den Blutgefäßen beitragen. Gefäßerkrankungen in Kombination mit einer Nervenfunktionsstörung und einer Schwächung des Immunsystems können ebenfalls die Wundheilung schwächen.

Doch was hilft? Ich glaube, Ihr könnt das langsam nicht mehr hören — aber eine gute Blutzuckereinstellung ist (und bleibt!) das A und O. Doch auch ein langfristig gutes Management der Blutfette, der Harnsäure und anderen Risikofaktoren verhindert, dass Komplikationen an der Haut und dem zusammenhängendem Gewebe entstehen.

Foto: Kelsey Curtis – unsplash.com

Um Deine Haut gesund und gepflegt zu halten, solltest Du immer — neben gut eingestellten Blutzuckerwerten — darauf achten, dass Du Deine Haut stets sauber hälst und mit viel Feuchtigkeit versorgst. Was mir bei trockener Haut sehr gut hilft sind Ures-Cremes oder auch eine frische Aloe Vera. Letzteres ist besonders jetzt bei warmen Temperaturen auch sehr nice!

Solltet Ihr Veränderungen an Eurer Haut verspüren, so geht auf jeden Fall auf Euren Hausarzt/Eure Hausärztin bzw. Diabtolog*in zu. Medikamente, wie bspw. Metformin, können sich nämlich ebenfalls auf die Haut auswirken. Die Wirkung bei Metformin kann bspw. sehr unterschiedlich sein. Während manche Patient*innen an einer allergischen Reaktion aufgrund von Metformin leiden, so hat es für andere den positiven Effekt, dass es bspw. gegen Akne hilft. Verrückt, oder?

Doch was sind nun typische Hautkrankheiten bei Diabetes?

Um dem Kind einen Namen zu geben, möchte ich ein bisschen Awareness für die ein oder andere Hautkrankheit schaffen, die in Verbindung mit Diabetes auftreten kann. Eine davon nennt sich z. B. „Pseudiacanthosis nigricans“. (Das Wort sieht schlimmer aus, als es ausgesprochen wird — glaub mir!) Diese Krankheit zeichnet aus, dass diese unscharf begrenzte, grau-bläuliche und samtartige Stellen auf der Haut aufweisen. Anfangs ist oftmals die Nackenregion betroffen. Später dann auch die Achselhöhlen, Gelenkbeugen oder die Leistenregion. Warum diese Flecken kommen ist noch unklar, doch man weiß, dass oftmals eine Insulinresistenz einhergeht. Schmerzen verursachen die Stellen aber nicht.

Dann gibt es noch Sklerodermie, was eine Veränderung des Bindegewebes ist und den darunterlegenden Strukturen. Diese entsteht durch eine Verzuckerung von Eiweißen in der Haut und den drunterliegenden Strukturen, wie u. a. das Bindegewebe, Sehnen und Gelenke. Die Folge ist eine Verminderung der Elastizität der Haut und Gelenke.

Auch leiden etwa ein Drittel aller Menschen mit Diabetes unter trockener und juckender Haut, was oftmals mit einer Störung der Schweiß- und Talgdrüsen einhergeht. Doch wer kennt es nicht — wer kratzt hat schon verloren. Denn das Kratzen führt zu einem noch größeren Juckreiz und die Kratzwunden können sich leicht durch Krankheitserreger infizieren. Zusammenreißen ist hier also das Zauberwort!2

Ich sag Euch — die Liste an Hautkrankheiten bei Diabetes ist endlos und ich könnte noch die ein oder andere aufzählen. Da aber wahrscheinlich Deine Motivation für weitere Krankheitsbilder nicht mehr so aktiv ist, möchte ich mit der letzten Hautkrankheit den Schlenker zu mir wieder aufnehmen. Für die, die meinen Blog und somit auch mich schon etwas länger verfolgen wissen, dass meine Diabetes-Diagnose ein Zufallsbefund war. Ende 2019 / Anfang 2020 bildeten sich kleine rötliche Flecken an meinen Unterschenkeln, die bis heute geblieben sind. Die Diagnose: Necrobiosis Lipoidica. Was es damit auf sich hat, wie es mir damit ergeht, wie mein Krankheitsbild sich verhält – dazu erzähle ich Euch mehr im nächsten Beitrag!

Quellen:

  1. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/der-aufbau-der-haut.html
  2. https://www.diabinfo.de/leben/folgeerkrankungen/haut.html

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

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  • Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 5 Tagen, 12 Stunden

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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