- Aus der Community
Angst darf nicht Mittel zum Zweck sein!
2 Minuten
Wenn das Thema Folgeerkrankungen zur Sprache kommt, schwingen bei Menschen mit Diabetes oftmals Angst und sogar auch Schuldgefühle mit. Wer braucht da dann noch Ärztinnen und Ärzte, die damit ebenfalls unsensibel umgehen? Tine zeigt am Beispiel ihres aktuellen Augenarztes, dass Aufklärung, Unterstützung und Verständnis weit mehr bringen.
Ich hatte vor einigen Wochen meine jährliche Augenhintergrund-Kontrolluntersuchung beim Augenarzt. „Sie sind drei Wochen früher hier als letztes Jahr, haha!“, scherzte mein Arzt. Offenbar war immerhin er richtig gut drauf. Ich war einfach nur froh, dass ich bald meinen Termin wieder hinter mir haben würde, denn Augenarztbesuche kosten mich viel Überwindung.
Daran ist aber ausnahmsweise mal nicht der Diabetes schuld. Ich hatte schon von klein auf recht viele Termine bei Augenärzten, in meinen Lebensjahren einige schlechte Ophthalmolog_innen kennengelernt und einfach nicht unbedingt den Spaß meines Lebens dort.
Angstmacherei in Machtposition? Schämt Euch!
Mein jetziger Augenarzt allerdings ist wirklich richtig super, zum Glück. Daher sind meine negativen Gefühle inzwischen nicht mehr ganz so stark, wenn ich einmal im Jahr die Stufen zur Praxis in Berlin-Charlottenburg nach oben gehe. Aber sie sind immer noch da, und sie haben nach meiner Diagnose noch einen anderen Faktor dazubekommen: Diabetes und die große Angst vor möglichen Folgeerkrankungen – ein Thema, über das leider nach wie vor viel zu selten gesprochen wird. Wenn doch, dann schwingen meist Scham, immense Angst und Schuldgefühle mit.
Ich werde auch im Jahr 2020 absolut nicht verstehen, dass manche Ärzt_innen anscheinend wirklich denken, sie würden helfen, wenn sie ihren Patient_innen mit Diabetes Angst vor Diabetesfolgen machen. Angst darf einfach nie der Motor für Therapie sein! Es will einfach nicht in meinen Kopf, warum uns bei Diabetes so viel Angst gemacht wird und warum Ärzt_innen ihre Machtposition so absolut schamlos ausnutzen können. Schämt Euch!
Unterstützung und Verständnis bringen viel mehr
Helfen könnte man uns anders: mit Aufklärung, Unterstützung und Verständnis – so, wie mein Arzt das gemacht hat. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Er spürte meine Nervosität und sprach mich direkt auf das Thema an. Zunächst sagte er, dass kleine Veränderungen erstmal nichts Schlechtes bedeuten, sie können sogar wieder von selbst zurückgehen. Und selbst wenn nicht, wäre dies in Ordnung, denn es gibt dann Wege und Mittel.
Er sagte außerdem, dass mit den Jahren mit Diabetes irgendwann vermutlich Veränderungen (oder Diabetesfolgen) auftreten können, egal wie hart wir an unseren Werten arbeiten. Er betonte außerdem, dass Veränderungen am Ende nie unsere Schuld sind als Menschen mit Diabetes.
Wir brauchen mehr verständnisvolle Ärzt_innen, die uns nicht konstant ein schlechtes Gewissen machen und uns Angst einflößen. Wir brauchen Menschen, die uns aufgeklärt und selbstbewusst in die Welt hinausschicken möchten. Die uns unterstützen und die uns verstehen wollen.
Eure Tine
Blood Sugar Lounge
und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (5) Seite 49
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anseaticids postete ein Update vor 1 Woche
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
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othenbuehler postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
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Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
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