Aus dem Leben mit einem Diabetiker-Warnhund – #7 Nächster Zwischenstopp: Warschau

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Aus dem Leben mit einem Diabetiker-Warnhund – #7 Nächster Zwischenstopp: Warschau

Im Frühjahr angekommen, stand für mich die nächste große Diabetesveranstaltung auf dem Plan. Ich war als Referentin nach Warschau eingeladen, dort mit Frau Dr. Wittek-Pakulo einen Vortrag bei einem Kongress zu halten.

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Da Candy inzwischen schon mehrmals mit mir bei meinen Eltern zu Besuch war und dort alle Herzen im Sturm erobert hatte, sollte sie also von Mittwoch auf Donnerstag dort übernachten. Ich wollte meinen Aufenthalt in Warschau so kurz wie möglich halten, damit ich schnell wieder zurück bei Candy war. Also Mittwoch Hin- und Donnerstag Rückflug.

Notfall

Den Tag, bevor es losgehen sollte, musste ich noch lange arbeiten. Candy hatte ich in der Mittagspause zu meiner Freundin Marion gebracht und wollte sie nach Feierabend wieder dort abholen. Das hatte sich sehr gut eingespielt in den ersten Wochen und Monaten und war eine große Entlastung für mich.

Als ich direkt nach Feierabend in mein Auto stieg, sah ich einen Anruf von meiner Mutter auf meinem Handy, vor einer Stunde. „Die weiß doch, dass ich heute lange arbeite!“

Ich habe sie zurückgerufen und dann die schlechte Nachricht bekommen, dass mein Papa auf dem Weg in die Notaufnahme war, „ich solle mir keine Sorgen machen“.

Wohin mit Candy?!

Für mich war sofort klar, dass ich eine andere Bleibe für Candy finden musste. Und das möglichst schnell!! Inzwischen war es nach 20 Uhr, als ich bei Marion und Candy ankam. Natürlich erzählte ich ihr sofort von dem Vorfall. Dann saßen wir dort und unsere Köpfe rauchten…

Ohne Probleme hätte ich Candy auch bei Marion gelassen. Die musste aber an dem Donnerstagmorgen mit unseren Kickboxern zu einem Wettkampf nach Österreich über das ganze Wochenende. Sie hat mir angeboten, Candy mitzunehmen und es wären einige Sportler dabei gewesen, die auch gerne auf sie aufgepasst hätten.

Ich war dankbar für das Angebot – lehnte jedoch ab. Am Donnerstagabend wollte ich Candy ja wieder in Empfang nehmen. Nicht erst am Sonntag in der Nacht!!!

Plan B, C und D

Telefonisch konnte ich Frau Dr. Wittek-Pakulo nur sehr schlecht erreichen. Die Verbindung war schlecht und wurde immer wieder unterbrochen.

Ich rief meine andere gute Freundin Anja an und erklärte auch ihr die Situation. Sie hatte mir im Vorfeld bei der Planung der Veranstaltung geholfen und einige E-Mails übersetzt für mich. Sie war also im Thema…

Da ich langsam überfordert war mit der Situation und Anja perfekt Englisch spricht, bot sie sich an, die Veranstalterin anzurufen. Inzwischen ca. 22 Uhr… Wie erwartet, war diese auch erstmal nicht zu erreichen.

Die Option mit einer Hundepension kam für mich nicht in Frage. Die hätte ich mir, wenn, vorher persönlich angeguckt und Candy nicht einfach dort abgegeben.

Die Option, bei ihrer Freundin Tarka zu übernachten, ging leider auch nicht – die war ja schon mit ihrem Frauchen Frau Dr. Wittek-Pakulo in Polen.

Marion in Österreich – das waren eigentlich die Personen, die mir anfangs Hilfe zugesagt und versprochen hatten mit Candy…

Wem sollte ich jetzt einen Vorwurf machen?!

Meine Freundin Anja setzte alle Hebel in Bewegung und rief mich immer wieder mit neuen – leider nur negativen – Informationen an.

Ein Hund im Flugraum war ausgeschlossen – das lehnte die Fluggesellschaft ab. Auch kein angehender Therapiehund. Candy im Gepäckraum verstauen – auf keinen Fall!

Rückflug von Warschau nach Österreich umbuchen war auch keine Option – schlechte Verbindung.

Natürlich hätte ich die Veranstaltung auch absagen können. Aber das wollte ich nicht.

Mein Hund – meine Verantwortung

Candy hatte sich schon ein Nest auf Marions Couch gebaut und war tief und fest am Schlafen. Sie verstand das ganze Theater nicht.

Mir wurde mal wieder bewusst, dass es „mit Hund“ nicht immer einfach ist, und dann habe ich beschlossen abzusagen. Mein Hund – meine Verantwortung…

Wieder am Telefon mit Anja, fragte sie mich dann, ob sie auf Candy aufpassen sollte. Sie würde sich dann dafür einen Tag Urlaub nehmen. Das war ja der Hammer!!

Und dann kam mir die Idee!!

„Wie lange arbeitest Du denn morgen? – Kannst Du vielleicht früher frei bekommen?!“, fragte ich vorsichtig. „Ich denke schon und der Donnerstag Urlaub sollte dann kein Problem sein. Dann kommst Du doch zurück?“ „Ja – wenn ich fliege… Hast Du nicht Lust mitzukommen?“

Stille am anderen Ende…

„Wir könnten ja auch mit dem Auto fahren und Candy mitnehmen. Ist zwar weit, aber wenn wir uns abwechseln, könnten wir das doch bis Donnerstagmittag schaffen, in Warschau zu sein?“ Anja ist total cool. Erst lachte sie mich aus. Parallel suchte sie schon die Route und stöhnte auf mit „1200 km – ich muss auf jeden Fall noch arbeiten bis morgen Mittag!!“

„Das macht ja nichts, ich kann ja den ersten Teil fahren!“

Kurze Nächte

Die nächsten Nächte wurden kurz. Nach 24 Uhr bin ich erst von Marion nach Hause gefahren.

Anja koordinierte am nächsten Vormittag alles mit der Veranstalterin. Also Flug streichen, dafür noch eine Übernachtung dranhängen und Begleitperson einplanen.

Um 14 Uhr starteten also die beiden Anjas mit Candy von Lüdenscheid aus Richtung Warschau. Alle 300 km Pipi-Pause für Candy, die Anjas und Fahrerwechsel, kein Stau.

Unterwegs stellten wir fest, dass wir kein Geld gewechselt hatten. Wir näherten uns der ersten PKW-Mautstelle… Zum Glück hatte meine Super-Anja eine Kreditkarte dabei!!!

Um 2 Uhr wurden wir von Frau Dr. Wittek-Pakulo und Tarka in der Hotellobby in Empfang genommen. „Ihr seid verrückt!“ – „Ja, aber wir sind gut!“ 😉

Es folgten spannende Tage in Warschau, interessante Gespräche und auch Candy hatte in der Zwischenzeit kein Wort polnisch verlernt.

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  • uho1 postete ein Update vor 6 Tagen, 13 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂