Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #36 | The sporty winter is coming – das hilft gegen den Winterblues

4 Minuten

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt – #36 The sporty winter is coming
Foto: artbesouro – stock.adobe.com
Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #36 | The sporty winter is coming – das hilft gegen den Winterblues

Dunkelheit, Winterblues und der innere Schweinehund: In ihrer Kolumne beschreibt Caro, wie Bewegung ihr bei Typ‑2‑Diabetes durch die kalte und dunkle Jahreszeit hilft – mit Mittagspausen-Spaziergang, Wohnzimmer-Workout im Weihnachtsmodus und „better together“ in den Weinbergen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich den Herbst sowie die Vorweihnachtszeit abgöttisch liebe.

Ich summe einfach super gerne Weihnachtslieder vor mich hin (meine Kolleginnen und Kollegen wissen, was ich meine) und liebe es, meine Jeans mit einem cozy Pullover zu kombinieren. Doch mit das Schönste ist und bleibt einfach die farbenfrohe Landschaft. Egal, ob die Natur ihr Bestes in allen Farben wie Rot, Braun, Grün oder Gelb, erstrahlen lässt oder vereinzelt Häuser sowie Straßen weihnachtlich mit funkelnden Lichterketten und Girlanden dekoriert sind: Es wirkt einfach alles wie verzaubert! Wie also kann man das einem trockenen und heißen Sommer nicht vorziehen?

Foto: privat

Doch meine Liebeserklärung an die kalte Jahreszeit beutetet nicht, dass ich nicht hier und da mal Struggles habe. In meinen letzten Beitrag habe ich über den Winterblues bzw. die Winterdepression geschrieben. Tatsächlich gehöre ich eher zum Team „Winterblues“, da ich gegen Ende des Jahres auch meist etwas nachdenklicher werde. Es gibt da so eine Formel, die einen Winterblues oder eine Winterdepression begünstigt: Melatonin-Überschuss, Serotonin-Mangel sowie ein Vitamin D-Defizit.

Auch ich kämpfe gegen diese Symptome. Doch mein Allheilmittel ist und bleibt ein Spaziergang durch meine geliebten Weinberge. Nach einer 45-minütigen Powerrunde sieht die Welt meist ganz anders aus und ich habe nicht nur was für mich, meinen Körper sowie Blutzucker getan, sondern auch Schritte und eventuell etwas Vitamin D gesammelt bzw. getankt. Natürlich vorausgesetzt, dass ich mich bei Tageslicht bewege.

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

➤ alle Kolumnen-Beiträge von Caro

Ich habe noch nie zu den Menschen gehört, die sich selten bis nie sportlich betätigen. Tatsächlich waren hier meine Eltern bei mir von klein auf immer sehr hinterher und irgendwann war es einfach ein automatisierter Teil meines Alltages. Ich merke immer, dass wenn ich mich bewege, es mir danach mental und körperlich besser geht. Sport hilft mir, Stress abzubauen, mich glücklicher und einfach vitaler zu fühlen.

Doch auch ich erlebe jeden Herbst so ein kleines Sporttief, da es auch mich etwas runterzieht, bei Dunkelheit morgens aus dem Haus zu gehen und zur Dunkelheit auch abends wieder zur Haustür reinzukommen. In den Wintermontan sehe ich das Tageslicht meist nur durch das Bürofenster — abgesehen natürlich von den Wochenenden. Und irgendwie bewege ich mich einfach am liebsten, wenn es hell ist. Da ist die Motivation einfach eine ganz andere für mich. Und ja, mein Fitnessstudio ist im Innenraum. Aber wenn man 20 bis 30 Minuten auf dem Laufband oder Fahrrad ist, gehöre ich zu den Menschen, die gerne aus dem Fenster schauen. Und auch wenn es nichts zu sehen gibt, so sieht man doch mehr als nur sein eigenes Spiegelbild.

Durch die lange Dunkelheit kommen mir die Tage nicht nur kürzer vor, sondern es trägt auch einfach verstärkt dazu bei, noch mehr gegen meinen inneren Schweinehund zu kämpfen, um mich abends meinen sportlichen Aktivitäten zu widmen und nicht auf der Couch meine Müdigkeit und Trägheit auszuleben. Doch wie bezwinge ich meinen inneren Schweinehund, sodass ich auch in der dunklen Jahreszeit am Ball bleibe, meinen sportlichen Zielen näher komme und weiterhin ein gutes Diabetes-Management pflege?

Das hier sind meine 3 absoluten Geheimtipps:

1.) Der Mittag ist mein neuer Abend

Um etwas mehr (wortwörtlich) vom Tag zu haben, verlege ich meine abendlichen Spazierrunden in die Mittagspause. Egal, ob im Büro oder im Home Office, ich versuche die Helligkeit für mich zu nutzen. Neben dem Tageslicht hat es auch den positiven Effekt, dass es nicht ganz so kalt ist wie am Abend.

Foto: privat

2.) Swinging around the Christmas tree

Wenn es draußen einfach nur kalt sowie nass ist und ich keine Lust mehr habe, ins Fitnessstudio zu fahren, dann verlege ich mein Workout auch mal gern ins Wohnzimmer. Bekanntlich macht Weihnachtsfeeling glücklich und genau das nutze ich für meine Sport-Motivation. Ich zaubere das absolute Weihnachtsfeeling mit Tannenbaumlichtern sowie Lichterketten, zünde mir eine Kerze an und spiele Weihnachtsmusik ab. Schwups fühle ich so richtig die guten Vibes und schwinge meinen Hula Hoop gleich doppelt so gern!

➤ zu Caros Instagram-Profil

3.) Better together

Wenn alles nichts bringt, setze ich sehr gerne auf meinen letzten Joker: Meine Freundinnen oder mein Partner. Gemeinsam stapfen wir bei Wind und Wetter inklusive guter Gespräche durch die Weinberge. Wir tauschen uns aus, verbringen gemeinsame Quality-Time miteinander und sammeln gleichzeitig Schritte. Es gibt somit doch keinen schöneren Weg, seine Wochenenden zu verbringen, oder?

Natürlich sind meine drei Tipps nicht für jeden Grinch etwas. Und sollten sie für Dich nicht funktionieren, so habe ich noch ein Letztes hinzuzufügen bzw. zu sagen: Der Winter ist auch irgendwann vorbei. Vielleicht motiviert Dich dieses Wissen, am Ball zu bleiben, denn abgerechnet wird am Strand. Oder irgendwie so! 😉


von Caro

Avatar von sweet-caromell-type2
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Laura Heyn im Interview: Mit Diabetes gelassen und selbstbestimmt sein
Spontanen Reisen mit Freundinnen zeigen Laura Heyn, dass sie ihr Leben auch mit Diabetes selbst gestalten kann. Die Community und weniger Perfektionismus haben ihr geholfen, nach einer schweren Ketoazidose wieder ­Vertrauen in sich und ihren Körper zu finden.
Laura Heyn im Interview: Mit Diabetes gelassen und selbstbestimmt sein | Foto: Jennifer Sanchez / MedTriX

16 Minuten

Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck
Früher war Reisen anders. Analoger. Weniger planbar. Abenteuerlicher. Aber auch besser? Wie so oft im Leben lautet die Antwort: Jein. Heutzutage läuft alles digitaler und per Knopfdruck ab, was gerade das Reisen mit Diabetes einfacher machen kann, wie Susanne in der Kolumne „Fernweh“ berichtet.
Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck | Foto: DesignSells – stock.adobe.com

2 Minuten

Community-Beitrag
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 5 Tagen, 23 Stunden

    Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …

  • florahdo postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?