Konflikte im Alltag: Steht uns der Diabetes im Weg?

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Konflikte im Alltag: Steht uns der Diabetes im Weg?

Die größte Krise mit dem Diabetes hat Clara schon hinter sich: das Insulinpurging. Doch neben dieser Krise trifft sie auch im Alltag auf verschiedenste Konflikte. Der Diabetes stellt uns täglich vor neue Herausforderungen und er kann psychisch und physisch eine große Belastung darstellen.

Die große Krise habe ich so gut wie überstanden. Zwar würde ich nie behaupten, dass ich zu 100% von dem Insulinpurging und den damit verbundenen Gedanken befreit bin, aber ich achte wieder auf mich und meine Gesundheit. Man merkt meist immer hinterher, wie viel Zeit man doch mit schlechten Gedanken und Gefühlen vergeudet hat. Dabei sollten wir uns einfach so nehmen, wie wir sind.

Die alltäglichen Konflikte

Neben dieser Krise gibt es aber auch noch die alltäglichen Konflikte mit dem Diabetes. Die werden wir alle kennen. Ich habe erst gerade dieses Jahr mein Abitur gemacht. Zwei Jahre zuvor kam der Diabetes dazu, zu Beginn der Qualifikationsphase. Was für ein perfektes Timing…

Nun wurde es ernst, doch anstatt sich komplett auf den Unterricht zu konzentrieren, hatte ich noch ganz andere Dinge im Kopf: den Diabetes. Dann sitzt man so im Unterricht, die Lehrerin/der Lehrer steht an der Tafel und erzählt etwas und plötzlich geht es los. Man fängt an zu schwitzen, das Herz fängt an, schneller zu schlagen, und die Hände zittern. Und dann ist alles egal. Das Einzige, was einen dann kümmert, ist, wie man dieses elendige Gefühl stoppt, also Traubenzucker aus der Tasche holen und schnell zu sich nehmen. Und dann warten, bis der Zucker ansteigt.

Andere Situation: der Sportunterricht. Gerade beim Sport hatte ich am Anfang große Schwierigkeiten mit Unterzuckerungen, was dazu führte, dass ich immer wieder Pausen einlegen musste. Man hat das Gefühl, dass man seine beste Leistung durch den Diabetes nicht erbringen kann. Was für ein blödes Gefühl!

Die Zukunft mit Träumen und Zielen

Nun geht es weiter für mich. Die Zukunft wartet und alle Türen stehen mir offen, dennoch macht man sich Gedanken, welche Konsequenzen der Diabetes für meine Berufswahl haben könnte. Ich habe große Sorge, dass der Diabetes für manche Arbeitgeber ein Problem darstellt, dass der Diabetes ein Grund für eine Ablehnung sein könnte.

Ich möchte Medizin studieren. Davor möchte ich noch ein Praktikum im Krankenhaus machen und ggf. auch eine Ausbildung als Rettungssanitäter oder Ähnliches. Und da ist auch schon der Haken. Als Rettungssanitäter solltest du körperlich fit und gesund sein, doch was bedeuetet das für mich mit dem Diabetes?

Wir alle haben Träume und Ziele im Leben, die wir erreichen wollen. Und auch mit Diabetes stehen uns so viele Türen offen. Wir sollten immer für unsere Träume kämpfen und niemals aufgeben. Trotz all der Sorgen, die ich habe, werde ich den Kampf nie aufgeben und immer fest daran glauben, dass ich alles schaffen kann. Da hält mich der Diabetes auch nicht von ab.


Gedanken um die Zukunft mit Diabetes macht sich auch Olivia in dem Artikel Gedanken an meine Zukunft mit Typ-1-Diabetes


von Clara Winterfeld

Clara Winterfeld ist ein Pseudonym für eine frühere Community-Autorin der Blood Sugar Lounge, die mehrere Beiträge zum Thema „Diabetes und Psyche“ verfasst hat.

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  • kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 22 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 5 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?