Meine diabetische Songanalyse – Linkin Park hat Diabeteslieder geschrieben

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Meine diabetische Songanalyse – Linkin Park hat Diabeteslieder geschrieben

Vor vielen Jahren bin ich durch Zufall im Internet auf die Band Linkin Park gestoßen. Mir haben die Band und ihre Musik auf Anhieb so gut gefallen, dass ich die verschiedenen Alben nur noch rauf- und runtergehört habe.

Zugegeben höre ich momentan nur noch Charts und die übliche Partymusik, die auf Partys gespielt werden.

Die Musik mag ich aber immer noch gerne hören und mache sie auch noch öfter an.

Als ich nach Langem wieder meine Lieblings-CD in meinen Laptop eingelegt hatte, übrigens das Linkin-Park-One-More-Light-Album, und ich den einzelnen Liedern von Linkin Park lauschen konnte, da ist mir aufgefallen, dass fast alle Lieder mit dem Diabetes in Verbindung gesetzt werden können. Man muss natürlich dazusagen, dass die Lieder eigentlich eine ganz andere Bedeutung haben.

Quelle: Pixabay

Letzten Endes fing ich trotzdem an, die Songtexte zu analysieren, und das ist mein Ergebnis:

Titel: „Nobody can save me“

I’m dancing with my demons
I’m hanging off the edge
Storm clouds gather beneath me
Waves break above my head
At first hallucination
I wanna fall wide awake now

Der Titel sagt schon alles: Keiner kann mich retten.

Jedenfalls nicht vor dem Diabetes. Das macht allerdings nichts, weil ich mit meinem Dämon „Diabetes“ tanze.

Ich hänge am Abgrund, Wolken ziehen auf, Wellen brechen, die Halluzination – tja… unterzuckert.

Und was ich werden möchte: Ich möchte jetzt hellwach werden.

Titel: „Talking to myself“

Is anybody out there? It feels like I’m talking to myself
No one seems to know my struggle, and everything I’ve come from
Can anybody hear me? Yeah, I guess I keep talking to myself
It feels like I’m going insane, am I the one whose crazy?
(So why in the world, do I feel so alone?
Nobody but me, I’m on my own
Is there anyone out there, who feels the way I feel?
If there is, let me hear just so I know that I’m not the only one)

Ist jemand da draußen? Besonders wenn man sich gerade mit dem Diabetes alleine fühlt. Es fühlt sich so an, als würde ich mit mir selbst reden. Besonders beim Arzt, wenn alles nicht funktioniert und mein Arzt mich einfach nicht versteht. Niemand merkt, wie sehr ich kämpfe, mit all den „Hypos“ und „Hypers“.

Kann jemand mich hören? Ich glaube, ich rede nur mit mir selber.

Gibt es jemanden, der sich so fühlt, wie ich mich fühle? Wenn ja, lass mich von dir hören, damit ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin.

Titel: „Battle Symphony“

I got a long way to go
And a long memory
I’ve been searching for an answer
Always just out of reach

Ein langer Weg mit dem Diabetes und viele Erinnerungen.

Ich suche nach Antworten, warum mein Blutzucker gerade jetzt steigen muss oder meine Basalrate gerade mal wieder nicht passt. Die Antwort ist aber nicht in Reichweite.

They say that I don’t belong
Say that I should retreat
That I’m marching to the rhythm
Of a lonesome defeat

Mein Körper sagt: „Du hast einen guten Blutzucker nicht verdient.“
Er sagt, dass ich mich zurückziehen sollte, dass ich einen neuen Tagesrhythmus brauche. Für mich natürlich eine einsame Niederlage.

Titel: „Heavy“

I don’t like my mind right now
Stacking up problems that are so unnecessary
Wish that I could slow things down
I wanna let go but there’s comfort in the panic
And I drive myself crazy
Thinking everything’s about me
Yeah, I drive myself crazy
‘Cause I can’t escape the gravity

Dieses Lied hat es besonders auf den Punkt getroffen, wie ich finde.

Ich kann meinen Verstand nicht leiden. Besonders nicht in einer Unterzuckerung. Es ist ein Haufen von Problemen, die so unnötig sind. Ich wünschte, ich könnte die Dinge langsamer angehen lassen oder sein lassen. Ich möchte loslassen, aber die Panik hält mich fest.

Und ich mache mich selbst verrückt, weil ich denke, es geht alles um mich und meinen Diabetes.
Ja, ich mache mich verrückt, weil ich einfach nicht rausgehen kann, ohne vorher meine Taschen unzählige Male kontrolliert zu haben. Es müssen ja schließlich alle Diabetessachen mitkommen.
Denn ich komme nicht heraus aus diesem Sog.

Titel: „Sorry for now“

I only halfway apologize

And I’ll be sorry for now
That I couldn’t be around
Sometimes things refuse to go the way we planned

Oh I’ll be sorry for now
That I couldn’t be around
There will be a day that you will understand
You will understand

Ich entschuldige mich nur teilweise für die Dinge, die ich sage, wenn ich unterzuckert war.
Es tut mir leid, wie es einfach aus mir rauskam.
Manchmal weigerten sich Dinge, so zu laufen, wie ich es plante.
Oh, es tut mir leid, wie es dazu kam und dass ich nicht in ordentlicher Verfassung da sein konnte. Doch es wird ein Tag kommen, an dem du es verstehen wirst.
Du wirst es verstehen, dass Diabetes zu haben nicht so ganz einfach ist…


Wir sammeln euren #DiaSound noch den ganzen Monat lang hier: https://diabetes-anker.de/community-aktionen/monatsaktion-playlist/


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  • schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche

    Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • calvin240 antwortete vor 1 Woche

      Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • uho1 antwortete vor 1 Woche

      @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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