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Meine diabetische Songanalyse – Linkin Park hat Diabeteslieder geschrieben
3 Minuten

Vor vielen Jahren bin ich durch Zufall im Internet auf die Band Linkin Park gestoßen. Mir haben die Band und ihre Musik auf Anhieb so gut gefallen, dass ich die verschiedenen Alben nur noch rauf- und runtergehört habe.
Zugegeben höre ich momentan nur noch Charts und die übliche Partymusik, die auf Partys gespielt werden.
Die Musik mag ich aber immer noch gerne hören und mache sie auch noch öfter an.
Als ich nach Langem wieder meine Lieblings-CD in meinen Laptop eingelegt hatte, übrigens das Linkin-Park-One-More-Light-Album, und ich den einzelnen Liedern von Linkin Park lauschen konnte, da ist mir aufgefallen, dass fast alle Lieder mit dem Diabetes in Verbindung gesetzt werden können. Man muss natürlich dazusagen, dass die Lieder eigentlich eine ganz andere Bedeutung haben.
Letzten Endes fing ich trotzdem an, die Songtexte zu analysieren, und das ist mein Ergebnis:
Titel: „Nobody can save me“
I’m dancing with my demons
I’m hanging off the edge
Storm clouds gather beneath me
Waves break above my head
At first hallucination
I wanna fall wide awake now
Der Titel sagt schon alles: Keiner kann mich retten.
Jedenfalls nicht vor dem Diabetes. Das macht allerdings nichts, weil ich mit meinem Dämon „Diabetes“ tanze.
Ich hänge am Abgrund, Wolken ziehen auf, Wellen brechen, die Halluzination – tja… unterzuckert.
Und was ich werden möchte: Ich möchte jetzt hellwach werden.
Titel: „Talking to myself“
Is anybody out there?
It feels like I’m talking to myself
No one seems to know my
struggle, and everything I’ve come from
Can anybody hear me? Yeah,
I guess I keep talking to myself
It feels like I’m going insane,
am I the one whose crazy?
(So why in the world, do I feel so
alone?
Nobody but me, I’m on my own
Is there anyone out there,
who feels the way I feel?
If there is, let me hear just so I know
that I’m not the only one)
Ist jemand da draußen? Besonders wenn man sich gerade mit dem Diabetes alleine fühlt. Es fühlt sich so an, als würde ich mit mir selbst reden. Besonders beim Arzt, wenn alles nicht funktioniert und mein Arzt mich einfach nicht versteht. Niemand merkt, wie sehr ich kämpfe, mit all den „Hypos“ und „Hypers“.
Kann jemand mich hören? Ich glaube, ich rede nur mit mir selber.
Gibt es jemanden, der sich so fühlt, wie ich mich fühle? Wenn ja, lass mich von dir hören, damit ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin.
Titel: „Battle Symphony“
I got a long way to
go
And a long memory
I’ve been searching for an answer
Always
just out of reach
Ein langer Weg mit dem Diabetes und viele Erinnerungen.
Ich suche nach Antworten, warum mein Blutzucker gerade jetzt steigen muss oder meine Basalrate gerade mal wieder nicht passt. Die Antwort ist aber nicht in Reichweite.
They say that I don’t
belong
Say that I should retreat
That I’m marching to the
rhythm
Of a lonesome defeat
Mein Körper sagt: „Du hast einen guten Blutzucker nicht verdient.“
Er sagt, dass ich mich zurückziehen sollte, dass ich einen neuen Tagesrhythmus brauche. Für mich natürlich eine einsame Niederlage.
Titel: „Heavy“
I don’t like my mind right
now
Stacking up problems that are so unnecessary
Wish that I
could slow things down
I wanna let go but there’s comfort in the
panic
And I drive myself crazy
Thinking everything’s about
me
Yeah, I drive myself crazy
‘Cause I can’t escape the
gravity
Dieses Lied hat es besonders auf den Punkt getroffen, wie ich finde.
Ich kann meinen Verstand nicht leiden. Besonders nicht in einer Unterzuckerung. Es ist ein Haufen von Problemen, die so unnötig sind. Ich wünschte, ich könnte die Dinge langsamer angehen lassen oder sein lassen. Ich möchte loslassen, aber die Panik hält mich fest.
Und ich
mache mich selbst verrückt, weil ich denke, es geht alles um mich
und meinen Diabetes.
Ja, ich mache mich verrückt, weil ich
einfach nicht rausgehen kann, ohne vorher meine Taschen unzählige
Male kontrolliert zu haben. Es müssen ja schließlich alle
Diabetessachen mitkommen.
Denn ich komme nicht heraus aus diesem
Sog.
Titel: „Sorry for now“
I only halfway apologize
And I’ll be sorry for now
That I
couldn’t be around
Sometimes things refuse to go the way we
planned
Oh I’ll be sorry for now
That I
couldn’t be around
There will be a day that you will
understand
You will understand
Ich entschuldige mich nur teilweise für die Dinge, die ich sage, wenn ich unterzuckert war.
Es tut mir leid, wie es einfach aus mir rauskam.
Manchmal weigerten sich Dinge, so zu laufen, wie ich es plante.
Oh, es tut mir leid, wie es dazu kam und dass ich nicht in ordentlicher Verfassung da sein konnte. Doch es wird ein Tag kommen, an dem du es verstehen wirst.
Du wirst es verstehen, dass Diabetes zu haben nicht so ganz einfach ist…
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Tagen, 1 Stunde
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße