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Sommerzeit, Urlaubszeit – auch mal für den Diabetes?
3 Minuten

Viele von euch werden den Sommer sicherlich auch mal nutzen, um in den Urlaub zu fahren oder auf große Reise zu gehen, oder? Wir Menschen mit Diabetes müssen dabei an so einiges denken und vieles mit uns herumschleppen und in den Koffer packen, wenn wir verreisen wollen. Schließlich müssen wir auf jede Situation vorbereitet sein. Diabetes-Packlisten für die Reise findet man inzwischen zum Glück wie Sand am Meer.

Diabetes ist eine Krankheit, die uns immer am Fuß hängt und uns überall mit hin begleitet. Immer. Und auch wenn wir top vorbereitet in den Urlaub fahren, haben wir dort doch niemals Urlaub vom Diabetes. Der will nämlich am besten permanente Betreuung von uns. Da wir aber auch noch andere Dinge zu tun haben und das Leben oft schon anstrengend genug ist, kann es schon mal sein, dass wir uns eigentlich Urlaub vom Diabetes wünschen und diesen auch brauchen. Ganz logisch.
Urlaub vom Diabetes – geht das eigentlich?
Und jetzt die Eine-Million-Mark-Frage: Dürfen wir uns überhaupt erlauben, mal Urlaub vom Diabetes zu nehmen? Geht das denn? Darüber habe ich mir heute mal Gedanken gemacht und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen: Jein.

„Jein“ ist sicher nicht die Antwort, die ihr an dieser Stelle erwartet und euch gewünscht habt, aber seien wir mal ehrlich: Es geht hier immerhin um unsere Gesundheit und unseren Körper und ich werde euch an dieser Stelle sicher nicht sagen, dass es hierfür toll ist, mal 5 Tage den Diabetes zu ignorieren. Warum also „Jein“?
Das Wichtigste in diesen gewissen Momenten, in denen wir uns mal Urlaub vom Diabetes wünschen, ist, trotzdem immer gut zu uns zu sein, ohne unsere Gesundheit zu vergessen. Mehrere Stunden nicht den Blutzucker messen und kein Insulin geben, wenn es sein müsste, nur weil wir Urlaub vom Diabetes brauchen – das ist leider nicht drin, Freunde. Ihr wisst es selber.
Auch ich habe leider kein Geheimrezept für einen Tag Urlaub vom Diabetes
Aber natürlich habe ich trotzdem versucht, mir zu überlegen, wie wir uns einen Tag Urlaub vom Diabetes gestalten könnten: Wenn ihr liebe Freunde oder Familie habt, fragt sie mal, ob sie für einen Tag mit euch den Diabetes überwachen wollen. Zusammen macht es direkt mehr Spaß und ihr könnt sogar euren Liebsten noch was beibringen. Das Blutzuckermessen übernehmen sie für diesen Tag an euch, das Rechnen könnt ihr zusammen machen. Vielleicht gibt’s an diesem Tag auch einfach weniger Kohlenhydrate, damit nicht so viel gespritzt werden muss wie sonst.
Vielleicht geht ihr mal wieder ins Schwimm- oder Freibad und lasst es euch einen Tag lang in der Sonne gut gehen. Schaltet etwas ab. Im Alltag vergessen wir das leider viel zu oft. Vielleicht könnt ihr mit eurem Partner kleine Kniffe überlegen, die euch das Leben mit Diabetes einfacher machen. Die Hauptsache ist, dass ihr es euch am Ende etwas leichter macht, wenn es euch mit dem Diabetes mal nicht gut geht, ohne die Krankheit zu ignorieren. Denn damit wird es euch am Ende nur noch schlechter gehen.
Ihr seid nicht allein damit, wir alle wünschen uns oft genug mal Urlaub vom Diabetes. Wichtig ist nur, zu wissen, was man sich in solchen Fällen Gutes tun kann, denn: Es muss weitergehen!
Nützlich für den Urlaub mit Diabetes ist der internationale Diabetes-Pass.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße