- Aus der Community
Was ganz besonders Normales
2 Minuten
Bei Tines Geburtstagsfeier war auch eine Freundin mit Diabetes, die sonst keine weiteren Betroffenen kennt – dadurch war es für diese aufregend, dass so viele unterschiedliche junge Menschen mit Sensoren, Pens, Pumpen und Teststreifen mit am Tisch saßen und dies für ein paar Stunden das Normalste der Welt war.
Der September war mein Geburtstagsmonat, und ich liebe es, Geburtstag zu haben. Für dieses Jahr beschloss ich, mich einer meiner größten Ängste zu stellen und viele Menschen einzuladen, die ich gern mag, die sich aber vielleicht noch nicht persönlich kennen. Warum das eine meiner größten Ängste ist (oder war)? Was ist, wenn sich die Menschen am Ende nicht leiden mögen? Was, wenn keine Unterhaltungen entstehen und es ungemütlich und unpersönlich bleibt? Für mich ein schlimmer Gedanke.
Diabetes spielt im Freundeskreis keine große Rolle
Und trotzdem – zu meinem 29. Geburtstag habe ich es gewagt. Auf meiner Liste standen auch einige Freund*innen mit Typ-1-Diabetes. Manche kenne ich schon lange, andere erst seit Kurzem. Aber bei allen ist es so, dass der Diabetes in unserer Freundschaft eher eine Nebenrolle spielt (wenn das gerade geht). Für die meisten ist der Kontakt zu Menschen mit Diabetes Alltag, so auch für mich.
Und auch meine Freund*innen ohne Diabetes kennen die Krankheit mindestens durch mich. Eine Freundin mit Diabetes hat aber in ihrem Bekanntenkreis kaum jemanden mit Diabetes, eigentlich nur mich, und leider schaffen wir es auch gar nicht so oft, uns zu sehen. Aber jedes Mal merke ich, wie gut ihr das tut. Nicht, weil wir stundenlang über Diabetes sprechen – aber weil es dem Diabetes für einige Stunden einen Deut mehr Normalität verleiht.
Ganz gespannt war ich also, und natürlich auch etwas aufgeregt, als der Tag der Tage gekommen war. Ich habe alle in einen meiner Lieblingsorte Berlins eingeladen – ein Ort des gemütlichen Zusammensitzens, mit Jukebox, schöner Getränkekarte und kleinem Snackmenü. Die Sonne schien, und wir konnten gemeinsam noch ein wenig draußen sitzen – so schön!
Es hilft, Normalität in den Alltag mit Diabetes zu bringen
Ich überspringe den Großteil des Abends und komme direkt zum Punkt: Zu meiner Überraschung haben sich natürlich alle verstanden, und wir hatten einen tollen, geselligen Abend. Ich war zum ersten Mal im Kreise all meiner liebsten Menschen, und es war wunderschön! Und: Zu den Hochzeiten bestand die Gruppe sogar zur Hälfte aus Menschen mit Diabetes!
Für diese eine Freundin ein besonderer Moment, denn für sie war es total cool zu sehen, dass so viele unterschiedliche junge Menschen mit Sensoren, Pens, Pumpen und Teststreifen mit an diesem Tisch saßen und es für ein paar Stunden das Normalste der Welt war!
Ich bin so dankbar, Menschen zu kennen, die sich mit ähnlichen Problemen herumschlagen, wie ich es muss. Und auch, wenn wir uns nicht permanent über den Diabetes unterhalten oder unseren Unmut über die letzten Werte loswerden, tut es gut und hilft, eine gewisse Normalität in den Alltag mit Diabetes zu bringen. Und das ist wichtig.
Eure Tine
Blood Sugar Lounge
und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (11) Seite 53
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anseaticids postete ein Update vor 6 Tagen, 18 Stunden
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
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othenbuehler postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
👉 Wen suchen wir?
Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.👉 Was bedeutet die Teilnahme?
Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙
Mehr Infos im Flyer 👇




