- Aus der Community
Das nervt!
2 Minuten
Vorneweg: Ich bin kein Jammertyp. Im Gegenteil, mein Motto lautet: Wo ein Wille, da ein Weg. Und seien wir doch mal ehrlich – verglichen mit so vielen anderen Orten auf der Welt sind wir in einer privilegierten Lage. Wir haben Zugang zu Medikamenten, Ärzten, Wissen. Und auch die Zeit arbeitet für uns und bringt immer neue technische Innovationen mit sich.

Doch hin und wieder nervt er trotzdem einfach, der Diabetes. Hier meine Top 10 der nervigsten Situationen, die per se überhaupt nicht dramatisch sind. Aber eben manchmal nerven. Die Luft, die ich mir hier mache, würde ich mir übrigens nie meinem sozialen Umfeld gegenüber machen (wie gesagt: Bin kein Jammertyp – und die anderen können ja auch nichts dafür!) – das mache ich nur hier, denn ihr erkennt sicher die eine oder andere Situation wieder, oder!?
- Schlechtes Timing: Man muss los, ist verabredet, vielleicht schon spät dran. Und dann? ALARM! Der Omnipod streikt und nervt mit einem Dauerton – oder wahlweise nennt der FreeStyle Libre statt eines Zuckerwerts beim letzten Check vor Verlassen der Wohnung unerwartet: „Sensor ersetzen“.
- Zäher Geduldsfaden: Bei nächster Gelegenheit will man sein defektes Equipment reklamieren – und landet, wenn es schlecht läuft, 10 Minuten lang in der Warteschleife der Hersteller-Hotline. Dann noch geduldig alle Fragen beantworten: Ja, ich habe die Stelle vor dem Anlegen desinfiziert. Ja, das Insulin hatte Zimmertemperatur. Die Seriennummer? Klar, gerne.
- Talfahrten: Unterzuckerungen gehören zum Diabetes-Alltag und treten daher auch mal in unpassenden Situationen auf – nervig: mitten in einer wichtigen Konferenz, in einer Bandprobe, beim Sex …
- Selbst schuld: Als Diabetiker hat man immer Traubenzucker dabei. Das stimmt – in der Theorie. Trotzdem passiert es mir hin und wieder, dass ich bei einer Unterzuckerung nur noch leere Verpackungen und keinen Traubenzucker mehr in der Jackentasche finde. Grmpf.
- Toleranz üben: Wenn ich in meiner Apotheke mein Insulin in Durchstechampullen abhole (nicht zum ersten Mal, wohlgemerkt) und gefragt werde: „Wissen Sie, wie Sie das einnehmen sollen? Sie sollen das spritzen“, dann muss ich nach 15 Jahren Diabetes innerlich tief durchatmen, um ein patziges „Ach, nee – echt?“ zu unterdrücken. Ich weiß, die meinen es ja nur nett.
- Bin ich ein Einhorn?: Checkup beim Allgemeinarzt, der meine Insulinpumpe entdeckt, interessiert nachfragt und dann „fachmännisch“ urteilt: „Was es mittlerweile nicht alles gibt!“ (Wann das war? Im Jahr 2016!)
- Frage der Disziplin: Wer kennt es nicht? Zähneputzen und auf dem Weg ins Bett nochmal kurz den Blutzucker checken … Unterzucker! Also schnelle Kohlenhydrate nachlegen. Und dann entscheiden, wer stärker ist: die Disziplin, die Zähne noch mal zu putzen – oder die Müdigkeit.
- Wie bitte?: Jährliche Untersuchung des Augenhintergrunds. Puh, keine Auffälligkeiten. Doch dann ein irritierend ernst klingender Kommentar des Augenarztes (der mich zum ersten und letzten Mal gesehen hat): „Wieder nichts – mit den heutigen Diabetikern macht man einfach kein Geschäft mehr.“ Soll das lustig sein?
- Hoch hinaus: Die Mittagspause naht, der Hunger steigt. Endlich ist es so weit. Und dann? 280 mg/dl. Buh! Statt der Pasta, auf die ich mich so gefreut habe, gibt es erstmal eine Korrektur plus Wartezeit.
- It’s your turn: Jetzt seid ihr dran: Was nervt euch? Lasst den Frust raus!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 5 Tagen, 17 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße