Der Herbst ist da – Zeit für die jährliche Grippe-Impfung!

3 Minuten

Community-Beitrag
Der Herbst ist da – Zeit für die jährliche Grippe-Impfung!

Menschen mit Diabetes gelten aufgrund ihrer chronischen Erkrankung als Risikogruppe, deshalb wird ihnen empfohlen, sich einmal im Jahr gegen Grippe impfen zu lassen. Nun gibt es leider eine möglicherweise sogar wachsende Zahl von Menschen, die Impfungen generell skeptisch gegenüberstehen. Und nachdem sich im Jahr 2009 das für die Schweinegrippe verantwortliche Virus H1N1 als deutlich harmloser entpuppt hatte, als zu Beginn der Pandemie vermutet, scheinen sich auch an der Grippe-Impfung die Geister zu scheiden: „Alles nur eine Erfindung der Pharmaindustrie“, hört man dann, oder: „Ich lasse mich nicht impfen, mein Körper kommt auch so mit einer Grippe klar.“

Pixabay
Pixabay

Fieberschübe, bleischwere Glieder, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit

Mein Körper musste bislang ein einziges Mal mit einer echten Grippe klarkommen – nicht mit einem gewöhnlichen grippalen Infekt, sondern einer handfesten Influenza. Sie fing ganz plötzlich an mit heftigen Fieberschüben und Schweißausbrüchen, die sich mit Schüttelfrost abwechselten. Ich fühlte mich so matt und krank wie noch nie zuvor. Husten oder Schnupfen hatte ich kaum, aber bleischwere Glieder und Kopfschmerzen. Meine Augen reagierten so empfindlich auf Licht, dass ich nicht einmal mehr auf den Bildschirm meines Rechners schauen konnte, ohne dass mir der Kopf dröhnte. Nicht einmal an Arbeiten auf Sparflamme war zu denken – und das will bei mir als freiberuflicher Heimarbeiterin wirklich etwas heißen. Es gelang mir so gerade noch, im Internet zu recherchieren, ob meine Symptome eher für eine Grippe oder für eine gewöhnliche Erkältung sprechen. Hier findet man einen dieser Tests. Dann dämmerte ich vor mich hin, bis die Grippe irgendwann vorüber war.

21.300 Influenza-bedingte Todes­fälle in der Saison 2014/2015?

Eine solche Erkrankung möchte ich nie wieder erleben. Zumal sie nicht immer so glimpflich ausgeht wie bei mir in jenem Jahr: In der vergangenen Grippesaison 2015/2016 gab es nach Angaben des Robert Koch-Institus (RKI) rund 16.000 Krankenhauseinweisungen infolge der Grippe. In der Saison 2014/2015 war die Zahl der Influenza-bedingten Todes­fälle mit geschätzten 21.300 sehr hoch. Man sollte eine Grippe in meinen Augen also nicht auf die leichte Schulter nehmen – zumal, wenn man eine chronische Erkrankung wie Diabetes im Gepäck hat. Als mich seinerzeit die Grippe erwischt hatte, hatte ich noch keinen Diabetes, und ich bin froh darüber. Denn was die Influenzaviren mit meinen Blutzuckerwerten angestellt hätten, mag ich mir kaum vorstellen.

Viele kennen den Unterschied zwischen Erkältung und Grippe nicht

Trotzdem finden sich in diversen Diabetesgruppen bei Facebook auf die Frage „Grippe-Impfung – ja oder nein?“ immer wieder Kommentare von Diabetikern, die nichts von der Impfung halten. Bei vielen von ihnen erkennt man schnell, dass ihre Verfasser den Unterschied zwischen einer Grippe und einer Erkältung (auch „grippaler Infekt“ genannt) gar nicht kennen und deshalb die Gefahren einer echten Influenza unterschätzen. Deshalb möchte ich die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale hier einmal zusammenfassen – und dann jedem Diabetiker raten, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Ich bin dieses Jahr wieder dabei – ein Piks in den Oberarm, und die Grippe lässt mich für diesen Herbst und Winter in Ruhe.

Pixabay
Pixabay

 

 Grippaler Infekt vs. Grippe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Impfen oder nicht?
Gedanken zu Corona sind rund um die Uhr präsent: In den Medien, im Berufsalltag und im Privatleben. Ganz aktuell geht es dabei oft um das Thema Impfen. Und genau darauf geht Vivi jetzt ein.

3 Minuten

Community-Beitrag
DIAlog 6 – die Quarantäne
Vier Uhr morgens ist nicht unbedingt Hudas Lieblingszeit für einen DIAlog. Aber manchmal hat sie nun mal keine Wahl – also wird die Möglichkeit zumindest dafür genutzt, darüber zu philosophieren, wie sich Diabetes und die Corona-Situation ähneln.

3 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
    ✔ Familien den Alltag erleichtern
    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

    Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.

    Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
    📧 moin@hanseatic-kids.de
    📞 040 851 59 747

    Uploaded ImageUploaded Image
  • Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/

  • othenbuehler postete ein Update vor 4 Tagen

    Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.

    Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.

    👉 Wen suchen wir?
    Personen mit Typ-1-Diabetes (18–40 Jahre), wohnhaft in Deutschland, mit regelmässigem Menstruationszyklus und Nutzung eines automatisierten Insulinabgabesystems.

    👉 Was bedeutet die Teilnahme?
    Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
    Erfassung von Insulin-, Zyklus- und Aktivitätsdaten
    Als Dankeschön: Clue-Abo (1 Jahr), Garmin-Uhr (zum Behalten) + Aufwandsentschädigung (siehe Flyer)

    Mit eurer Teilnahme helft ihr, Diabetes-Technologien zukünftig besser an zyklusbedingte Veränderungen anzupassen 💙

    Mehr Infos im Flyer 👇

    Uploaded Image
Verbände