dia·link: Beitragen zur Forschung auf einer virtuellen Befragungs-Plattform

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© FIDAM
dia·link: Beitragen zur Forschung auf einer virtuellen Befragungs-Plattform

Eine Plattform für alle, die sich aktiv in die Forschung rund um das Thema Diabetes einbringen wollen: Das ist dia·link. In dieser virtuellen Community gibt es regelmäßig Umfragen, in denen die Stimme jeder und jedes Teilnehmenden gehört und für die Forschung genutzt wird. Birgit Olesen von dia·link berichtet über den aktuellen Stand der Plattform.

Diabets-Journal (DJ): Was ist dia·link und seit wann gibt es dieses Angebot?

Birgit Olesen: „Gemeinsam forschen“ ist das Motto von dia·link, einer Befragungs-Plattform, die 2021 von FIDAM, dem Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim, initiiert wurde. Die dia·link besteht als erstes deutschsprachiges Diabetes-Panel aus Menschen mit Diabetes, ihren Angehörigen sowie Behandlerinnen und Behandlern. Die Befragungen rund um psychosoziale Diabetesthemen, Technologien und Therapien werden online umgesetzt. Sie können auf dem Computer, dem Smartphone oder Tablet aufgerufen werden.

In einem persönlichen Teilnehmerbereich können die dia·link-Mitglieder flexibel ihre Angaben verwalten und an aktuellen Befragungen teilnehmen. Anonymität bei den Befragungen und der Schutz der persönlichen Daten stehen dabei an erster Stelle und werden zu jeder Zeit gewährleistet. Außerdem wird dia·link von einem Expertenbeirat unterstützt, der sich aus Menschen mit Diabetes, Behandelnden sowie Wissenschafttreibenden zusammensetzt.

DJ: Wie viele Menschen gehören inzwischen dazu?

Birgit Olesen: Zur dia·link-Community zählen aktuell mehr als 1400 Menschen mit Diabetes, Angehörige und Behandelnde (Beraterinnen/Berater, Ärztinnen/Ärzte, Psychologinnen/Psychologen). Die Mehrheit der Teilnehmenden, rund zwei Drittel, sind Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

DJ: Was für Umfragen und Studien gab und gibt es?

Birgit Olesen: Ein dia·link-Kernthema ist die Entwicklung eines Lebensqualitäts-Index. Dieser wird viermal im Jahr erfasst und spiegelt die Versorgungsqualität im Diabetesbereich in Bezug auf mentale Gesundheit wider. Außerdem konnten dia·link-Mitglieder an Befragungen zu ihren Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie, zu konventioneller Blutzuckermessung bei CGM-Nutzung oder zu persönlichen Anforderungen an Auslese-Softwares teilnehmen. Ein weiteres dia·link-Projekt ist die Frage des Monats, die sich aktuellen politischen, versorgungs- oder behandlungsbezogenen Diabetesthemen widmet. Auch mit den dia·link-Kooperationspartnern wurden interessante Projekte rund um das Thema Diabetes-Technologien durchgeführt.

DJ: Warum lohnt es sich, bei dia·link mitzumachen?

Birgit Olesen: Das Ziel von dia·link ist es, die Versorgung im Diabetesbereich zu verbessern, indem die Perspektive der drei Zielgruppen (Menschen mit Diabetes, Angehörige, Behandelnde) stärker in politischen sowie forschungs- und entwicklungsrelevanten Entscheidungen berücksichtigt wird. Dafür werden die Ergebnisse der Befragungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei FIDAM aufbereitet und wichtigen Entscheidungsträgern aus Forschung, Industrie und Politik zugänglich gemacht. Es lohnt sich also, dabei zu sein und ein Teil von dia·link zu werden! Unter www.dialink-diabetes.de hat man die Möglichkeit, sich kostenlos zu registrieren und seine Meinung zu vertreten.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (5) Seite 15

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 1 Monat

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße