Diabetes im Gepäck bei Festivals, Musicals und Co.

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Diabetes im Gepäck bei Festivals, Musicals und Co.

Immer wieder erstaunlich, welche Erfahrungen man macht bei verschiedenen Veranstaltungen – z. B. bei Festivals oder Stadionbesuchen. Natürlich sind größere Kontrollen des Gepäckes beim Einlass von Veranstaltungen wichtig, doch es ist sehr amüsant, wie diese durchgeführt werden.

Zwei-Tages-Festival: Probleme bei der Kontrolle…

Mein bis jetzt schlimmster Besuch war auf einem Zwei-Tages-Festival in der Commerzbank-Arena in Frankfurt. Am ersten Tag wurde natürlich wie auch sonst alles kontrolliert wie auch bei normalen Stadionbesuchen. Da nur kleine Taschen bzw. Gürteltaschen bei dem Festival erlaubt waren, beschränkte ich mich bei meinem Diabetes-Equipment auf das Nötigste. Die Kontrolleurin nahm alles genau unter die Lupe, ist ja auch kein Problem.

Quelle: pixabay/Capri23auto

 

Kaum war sie fertig, meinte sie, ich müsste eine Warnweste über das ganze Festival hinweg tragen, damit man auch genau wüsste, was los ist, wenn was passiert. Die Weste forderte sie von einem Kollegen an. Der Kollege ignorierte sie allerdings. In der Zwischenzeit diskutierten wir weiter, bis sie ihren Chef dazugerufen hatten, und der dann ganz gelassen feststellte, dass ich keine Warnweste benötige, da ich keinen Rucksack dabei hätte. Nach langer Diskussion endlich der Einlass – für mich war das eine große Entlastung. Schließlich wollte ich nicht den ganzen Tag die Weste tragen und damit erst recht noch zeigen:  „Hey, ich bin krank!“ Das ist ganz und gar nicht meine Art. Ich akzeptiere meine Krankheit mittlerweile, dennoch möchte ich nicht direkt deswegen im Mittelpunkt stehen. An dem Tag habe ich einige mit dem FreeStyle Libre gesehen, da frage ich mich nur, ob die bei jedem so einen Aufstand gemacht haben.

Und am zweiten Tag wurde ganz anders kontrolliert …

Am zweiten Tag wiederum ganz anders: Die Dame diesmal war viel genauer und ließ sich alles von den Damen vor mir zeigen. Die Angst war groß, dass es auch heute wieder Probleme gibt, doch sie kontrollierte mich, interessierte sich nicht für das, was ich in der Hosentasche hatte (meine Insulinpumpe) und ließ mich mit Gürteltasche durch, ohne sie zu kontrollieren. Dabei fragte ich mich dann nur, ob sie wusste, dass es sich um eine Insulinpumpe handelt, und deshalb nicht weiter kontrollierte, oder ob sie meine Gürteltasche nicht bemerkte. Diese war unter meinem T-Shirt, doch beim Abtasten müsste man doch merken, dass da was anderes ist. Na ja, oder da ich nicht die Schlankste bin, dachte ich mir, o.k., sie wird gedacht haben, ich habe eine extrem breite Hüfte. Dennoch war es ein sehr gelungenes Festival, trotz der fraglichen Kontrollen.

Mein Fazit

In der Zwischenzeit war ich nun auf mehreren Konzerten und in Musicals und muss sagen, es ging da immer recht gut. Man wurde teilweise sogar fast durchgewunken, wenn man gesagt hat, was in der Tasche drin ist. Die letzten Besuche nach dem #Diabetesbarcamp waren sehr entspannt, dafür nutze ich sehr gerne die MySugar-Case.

Diabetesutensilien in der MySugar-Case

Dies kam auch bei den Sicherheitskontrollen gut an, da sie meinten, das ist ja super sortiert und übersichtlich, und bedankten sich für die Übersichtlichkeit sogar größtenteils, sodass ich die MySugar-Case mittlerweile als Standardtasche benutze, da alles perfekt reinpasst, Messutensilien, wichtige Karten und Geld – ohne noch Weiteres mit herumzutragen. Ich bin froh, die Tasche zu haben. Diese erleichtert einem die ein oder andere Diskussion bei Sicherheitskontrollen und ist zudem super praktisch, da man immer sieht, wenn etwas fehlt, da sie sehr übersichtlich ist.


Auch Annika hat so ihre Erfahrungen gemacht mit den Sicherheitskontrollen auf Festivals – und zwar beim Heavy Metal Open Air in Wacken. 

Und Lisa hat viele gute Tipps und Checklisten für Konzerte und Festivals zusammengestellt. 

 


Lest auch über weitere Erfahrungen mit Festivals!

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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