- Behandlung
„Diabetes kostet Lebenszeit”: Nervenschäden infolge von Diabetes
2 Minuten
Aus der zweiten Staffel der diabetesDE-Video-Reihe „Diabetes kostet Lebenszeit”, in der Betroffene über Begleit- und Folgeerkrankungen informieren, ist ein neues Video zum Thema Diabetes und Nervenerkrankungen erschienen, in dem ein Betroffener über sein Leben mit dieser Begleiterkrankung spricht.
Rund ein Drittel der Menschen mit Diabetes entwickelt im Laufe der Erkrankung Schäden an den Nerven – so auch Norbert Kuster, Landesvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e. V. Nordrhein-Westfalen: „Im Laufe der Jahre sind bei mir Folgeerkrankungen wie Polyneuropathie zum Diabetes hinzugekommen. Das bedeutet, dass ich an den Füßen nur noch eine sehr eingeschränkte Wahrnehmung habe und dass ich Probleme bekomme, wenn ich zum Beispiel einem Zug hinterherrenne.“
Nervenschäden bleiben oft lange Zeit unbemerkt
Ursache für eine Neuropathie kann ein über Jahre schlecht eingestellter Diabetes mit erhöhten Blutzuckerwerten sein. Die Nervenschäden entwickeln sich meist lange unbemerkt. Nehmen Diabetes-Patienten erste spürbare Beschwerden wahr, so liegen oft bereits schwerere Schäden vor.
Bei der peripheren Polyneuropathie sind zumeist die Nerven der Füße und Beine, manchmal jedoch auch die Nerven in Händen und Armen betroffen. Häufig leiden die Betroffenen an Schmerzen in den Gliedmaßen; manchmal verläuft die Neuropathie jedoch auch schmerzfrei oder sogar ohne jegliche Beschwerden.
Besonders an den Füßen kann die Gefühllosigkeit schwerwiegende Folgen haben: Ein Patient, der bpsw. in den Zehen und an den Füßen nichts spürt, bemerkt gar nicht, dass er Druckstellen, Geschwüre, starke Hornhautbildung, Verletzungen oder Verbrennungen hat.
Aus kleinen Verletzungen können schwere Infektionen entstehen
„Selbst kleine Verletzungen an den Füßen dürfen nicht unterschätzt werden. Innerhalb weniger Tage können daraus schwere Infektionen mit tiefen Wunden entstehen, die im schlimmsten Fall zum Absterben des Gewebes und Amputationen führen können“, sagt Professor Dr. med. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE, Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim und Chefredakteur des Diabetes-Journals. „Grund für eine Amputation bei Menschen mit Diabetes ist bei 85 Prozent ein solches diabetisches Fußsyndrom.
Um der diabetischen Neuropathie und dem diabetisches Fußsyndrom vorzubeugen, sollten Menschen mit Diabetes auf gute Blutzuckerwerte achten, wenig Alkohol trinken, Übergewicht abbauen und nicht rauchen. „Außerdem sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Die eigene Kontrolle zu Hause reicht nicht aus“, ergänzt Kuster, bei dem die Neuropathie selbst erst spät entdeckt wurde. Mindestens einmal jährlich sollten Diabetes-Patienten zur Kontrolluntersuchung gehen.
Wichtig: sorgfältige Fußpflege und geeignetes Schuhwerk
„Bei der Untersuchung prüft der behandelnde Arzt die Berührungsempfindlichkeit, die Tiefensensibilität und die Muskelreflexe. Weiterhin misst er die Schwelle von Kälte- und Wärmeempfinden an den Füßen. Anhand der Werte lässt sich feststellen, ob bereits eine periphere Neuropathie vorliegt“, so der Diabetologe. Neben jährlichen ärztlichen Untersuchungen der Füße sind zur Vorbeugung eines diabetischen Fußsyndroms sorgfältige Fußpflege und geeignetes Schuhwerk wichtig.
Professor Haak rät Menschen mit Diabetes und einer bereits bestehenden Neuropathie von Barfußgängen und Sandalentragen ab. Stattdessen seien spezielle Schuhe und das Verhindern von Druckstellen auf der Fußsohle durch weiche Fußbettung im Sommer unverzichtbar.
Die gemeinnützige Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe veröffentlicht die Videos alle 14 Tage jeweils donnerstags.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 19 Stunden, 54 Minuten
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 15 Stunden
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 10 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 2 Tagen, 8 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 2 Tagen, 6 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Tag, 15 Stunden
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Tag, 15 Stunden
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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