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Diabetes und Augen: Netzhautschäden frühzeitig erkennen, Risiko senken und Sehvermögen schützen
3 Minuten

Netzhautschäden zählen zu den häufigsten Diabetes-Folgen, bleiben jedoch oft über lange Zeit unbemerkt. Rund jeder vierte Mensch mit Typ-1-Diabetes ist von dieser Erkrankung der Augen betroffen, bei Typ-2-Diabetes sind es 10 bis 15 Prozent. Anlässlich des Tags der Netzhaut am 26. September informiert die DDG darüber, welche Warnzeichen man kennen sollten, wann Kontroll-Untersuchungen nötig sind und wie sich das Risiko senken lässt, um das Sehvermögen zu schützen.
Bei der diabetischen Retinopathie schädigt ein dauerhaft erhöhter Blutzucker die feinen Blutgefäße der Netzhaut. Betrifft die Erkrankung die Makula, also die Stelle des schärfsten Sehens, kann die zentrale Sehschärfe nachlassen. Bemerkenswert: Bei bis zu 16 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes bestehen bereits bei der Diagnosestellung erste Netzhautveränderungen.
Diabetes und Augen: das Wichtigste im Überblick
- Netzhautschäden durch Diabetes verlaufen lange unbemerkt.
- Betroffen sind rund 25 Prozent der Menschen mit Typ-1- und 10 bis 15 Prozent mit Typ-2-Diabetes.
- Warnzeichen sind verschwommenes Sehen, dunkle Flecken, Schleier oder „Rußregen“ vor dem Auge.
- Kontrollen sollten bei Typ-2-Diabetes ab Diagnose, bei Typ-1-Diabetes nach fünf Jahren erfolgen, danach je nach Risiko jährlich oder alle zwei Jahre.
- Wichtige Risikofaktoren sind lange Diabetesdauer, hoher Blutzucker, Bluthochdruck, Nierenschäden, Rauchen.
- Schutz bieten gute Blutzucker- und Blutdruckwerte sowie regelmäßige Augenarzttermine auch ohne Beschwerden.
Welche Warnzeichen deuten auf eine Netzhautschädigung hin?
„Die Erkrankung kann fortschreiten, obwohl Betroffene noch gut sehen“, erklärt Professor Dr. med. Stefan Kopf, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Auge der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in einer Pressemitteilung der Fachgesellschaft. Denn in frühen Stadien verursacht die Retinopathie meist keine Beschwerden, obwohl bereits kleinste Gefäß-Aussackungen, Blutungen und Ablagerungen entstehen.
Erst wenn Symptome auftreten, kann die Erkrankung bereits fortgeschritten sein. Dann drohen Gefäßverschlüsse und eine Unterversorgung der Netzhaut, was die Bildung krankhafter neuer Blutgefäße begünstigt. Diese können bluten und im weiteren Verlauf sogar zu einer Netzhautablösung führen.
Ein typisches Anzeichen für eine beginnende Einblutung ist der sogenannte Rußregen: viele kleine schwarze Punkte oder Wölkchen, die sich wie feiner Ruß im Sichtfeld bewegen. Löst sich die Netzhaut im Bereich der Makula ab, können Lichtblitze auftreten – oder die Sehschärfe nimmt ab, ohne dass zuvor deutliche Warnzeichen bemerkt wurden.
Eine besondere Rolle spielt zudem die diabetische Makulopathie. Sind die Gefäßveränderungen im Zentrum der Netzhaut betroffen, kann Flüssigkeit austreten und die Makula anschwellen. Mögliche Folgen sind
- plötzlich schlechteres oder verschwommenes Sehen,
- Leseschwierigkeiten,
- Störungen der Farbwahrnehmung
- sowie dunkle Flecken oder rote Schleier.
„Plötzliche Veränderungen des Sehens müssen zeitnah augenärztlich abgeklärt werden“, betont Professor Dr. med. Rainer Guthoff, designierter zweiter Vorsitzender der AG Diabetes & Auge und stellvertretender Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Düsseldorf. Wichtiger sei jedoch, gar nicht erst auf Warnzeichen zu warten: Regelmäßige Kontrollen nach der Diabetesdiagnose könnten Veränderungen entdecken, bevor das Sehvermögen überhaupt nachlässt.
Wie oft sollte die Augenuntersuchung bei Diabetes stattfinden?
Für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist die erste augenärztliche Untersuchung fünf Jahre nach der Diagnose vorgesehen. Bei Typ-2-Diabetes erfolgt die Kontrolle direkt nach Feststellung der Erkrankung. Liegen weder Netzhautveränderungen noch weitere Risikofaktoren vor, reicht in der Regel eine Untersuchung alle zwei Jahre, bei erhöhtem Risiko jährlich. Besteht bereits eine Retinopathie, legt die Augenärztin oder der Augenarzt kürzere, dem jeweiligen Stadium angepasste Kontrollabstände fest.
Zu den Risikofaktoren zählen eine lange Diabetesdauer, dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck, eine diabetische Nierenschädigung und Rauchen. Auch Schwangerschaft und Pubertät können den Verlauf der Erkrankung beeinflussen.
Was Menschen mit Diabetes selbst tun können, um ihre Augen zu schützen
- Blutzucker und Blutdruck regelmäßig kontrollieren und die vereinbarten Therapieziele im Blick behalten
- Augenarzttermine wahrnehmen, auch wenn das Sehvermögen unverändert erscheint
- Risikofaktoren reduzieren: nicht rauchen, regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung
- Warnzeichen wie verschwommenes Sehen, dunkle Flecken, Schleier oder Rußregen zeitnah ärztlich abklären lassen
- Bei Schwangerschaft oder einer schnellen, deutlichen Blutzuckersenkung mit dem Arzt klären, ob zusätzliche Augenkontrollen sinnvoll sind
Gute Blutzuckerwerte reichen bei bestehender Retinopathie nicht aus
„Ist eine Retinopathie bereits vorhanden, reicht eine gute Stoffwechseleinstellung allein aber nicht aus“, erklärt Prof. Dr. Kopf, der die Abteilung „Endokrinologie und Diabetologie“ an der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein leitet. „Dann müssen Behandlung und Kontrollabstände eng aufeinander abgestimmt werden.“ Der Grund: Schon eine leichte Retinopathie kann rasch in eine schwere Form übergehen, die das Sehvermögen erheblich einschränkt.
Je nach Stadium kommen unterschiedliche Behandlungen infrage. Dazu zählen eine Laserbehandlung (panretinale Laserkoagulation) oder Medikamente, die direkt ins Auge gegeben werden (intravitreale Anti-VEGF-Therapien). Prof. Dr. Guthoff ergänzt: „Auch operative Verfahren, die das Fortschreiten bremsen und einen Sehverlust verhindern, sind eine Option.“
Künstliche Intelligenz als zusätzliches Diagnosewerkzeug
Die fortschreitende Digitalisierung könnte die Früherkennung in Zukunft verbessern. Moderne Fundusfotografie in Kombination mit künstlicher Intelligenz kann helfen, Menschen mit behandlungsbedürftigen Netzhautveränderungen frühzeitig zu identifizieren. Entscheidend bleibt dabei eine zuverlässige Diagnostik und die enge Anbindung auffälliger Befunde an die augenärztliche Versorgung.
Warum hängen Augen- und Nierenschäden bei Diabetes zusammen?
Diabetes schädigt nicht nur die kleinen Gefäße der Netzhaut, sondern häufig gleichzeitig auch die Nieren. Veränderungen am Augenhintergrund können deshalb ein Hinweis darauf sein, auch die Nierenfunktion und insbesondere die Albuminausscheidung im Urin im Blick zu behalten. Umgekehrt zählt eine diabetische Nierenschädigung zu den Risikofaktoren für eine Retinopathie. Bei Menschen mit Diabetes sollten Augen und Nieren daher stets gemeinsam betrachtet werden.
mit Materialien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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