Diabetes und deine Rechte

2 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes und deine Rechte

#1 DMP

Wer im Disease-Management-Programm, kurz DMP, ist, hat mindestens einmal im Jahr das Recht auf eine Untersuchung der Albumin-Ausscheidung im Urin zur Kontrolle der Nierenfunktion sowie auf eine Untersuchung der Füße. Bei Beschwerden oder Auffälligkeiten können sich diese Abstände natürlich auch verkürzen.

#2 Zuzahlungsgrenze

Wer chronisch krank ist, für den gilt für die Zuzahlung bei Medikamenten und Hilfsmitteln eine Höchstgrenze von 1% des Bruttojahreshaushaltseinkommens. Auf Antrag werden alle zu viel gezahlten Beiträge dann von der Krankenkasse erstattet und weitere Zahlungen des laufenden Jahres entfallen.

Quelle: Pixabay

#3 Fußpflege

Wer bereits mit Spätkomplikationen an den Füßen zu kämpfen hat, der hat seit 2002 einen Anspruch auf medizinische Fußpflegebehandlungen auf Rezept.

#4 Medizinisches Fluggepäck

Viele Fluggesellschaften bieten an, ein zusätzliches Handgepäckstück mit in den Flieger zu nehmen, vorausgesetzt, es enthält lediglich medizinische Vorräte. Die Webseiten oder der Infoservice der jeweiligen Fluggesellschaft gibt Auskunft darüber. Eine kurze Übersicht über einige Fluggesellschaften, die diesen Service anbieten, hat Leah auf ihrem Blog zusammengestellt  (auf Englisch).

Quelle: Pixabay

#5 Schwerbehinderung

Um das gleich vorweg zu nehmen: Der Diabetes berechtigt einen nicht automatisch zu einem Schwerbehindertenausweis! Wenn man jedoch einen GdB von 50 oder höher zugesprochen bekommt, werden einem damit einige Rechte zuteil. So erhalten Schwerbehinderte einen Zusatzurlaub von 5 Tagen pro Jahr, einen bestimmten Steuerfreibetrag, gesonderten Kündigungsschutz und unter weiteren Voraussetzungen ein Renteneintrittsalter von 63 Jahren. Zudem wird Schwerbehinderten vielerorts eine Ermäßigung gegeben, z.B. beim Autokauf oder bei Eintrittsgeldern. In Sonderfällen können gewisse Merkzeichen gewährt werden, die dann z.B. zur kostenlosen Nutzung von Nahverkehrsmitteln berechtigen.


Wer mehr über seine Rechte erfahren möchte, bekommt einen vollständigen Überblick und alle aktuellen Gerichtsentscheidungen zum Thema Diabetes auf der Seite von Rechtsanwalt Oliver Ebert. 

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026
Beim Informationstag ADIBETIKA 2026 tauschten sich Menschen mit Adipositas, Diabetes oder beidem über Therapien, Digitalisierung und den Alltag mit den Erkrankungen aus. Susanne Thiemann vom DDH-M NRW e.V. berichtet über die Veranstaltung und die starke Allianz zweier Patientenverbände. Zusätzliche Impressionen und Stimmen gibt's im Video.
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026 | Foto: DDH-M NRW

2 Minuten

Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet
Eine Fotokampagne rückt Menschen in den Blick, die durch eine pAVK ihre Füße oder Teile davon verloren haben. Die Aktion zeigt eindringlich, wie viele Fälle zu den vermeidbaren Amputationen zählen und wirbt für frühzeitige Diagnose sowie bessere Behandlungswege im Gesundheitssystem.
Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet | Foto: Kristian Schuller / Abbott GmbH 2026

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße