- Behandlung
Diabetesbedingte Sterblichkeit höher als erwartet
3 Minuten
Für Deutschland fehlen bislang Angaben zur bundesweiten Diabetessterblichkeit. Ein Forscherteam des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) hat nun berechnet, dass im Jahr 2010 insgesamt rund 175.000 Todesfälle mit Diabetes assoziiert sind. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass in Deutschland weit mehr Menschen an einem Diabetes und dessen Folgeerkrankungen sterben, als in der offiziellen Todesursachenstatistik angegeben wird.
In der Fachzeitschrift Diabetes Care haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) eine Studie über die Anzahl an Todesfällen in Deutschland veröffentlicht, welche auf eine Diabeteserkrankung und deren Folgen zurückzuführen sind. Weltweit hat sich die Zahl der diabetesbedingten Todesfälle zwischen 1990 und 2010 verdoppelt.
Im Jahr 2013 sind schätzungsweise 5,1 Millionen Menschen weltweit und 620.000 Menschen in Europa an einem Diabetes bzw. an diabetesbedingten Folgeerkrankungen gestorben. Damit ist die Lebenserwartung für Menschen mit Diabetes im Durchschnitt um etwa fünf bis sechs Jahre kürzer als bei gleichaltrigen Personen ohne Diabeteserkrankung.
Nutzung von Krankenkassendaten bringt neue Möglichkeiten für die Forschung
In Deutschland gab es bislang nur Schätzungen zur diabetesbedingten Sterblichkeit basierend auf regional begrenzten Kohortenstudien und Surveys, bei denen nur wenige Menschen mit Diabetes untersucht wurden. Diese Veröffentlichungen zeigen, dass Menschen mit Diabetes ein bis zu 2,6-faches Sterberisiko im Vergleich zu Menschen ohne Diabetes haben.
Durch die im Jahr 2012 umgesetzten Vorschriften zur Datentransparenz können seit 2014 Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die für den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) zwischen den Krankenkassen gesammelt werden, für Versorgungsanalysen genutzt werden.
„Diese Daten ermöglichen uns neue Möglichkeiten, epidemiologische und versorgungsrelevante Untersuchungen für ganz Deutschland durchzuführen“, erklärt PD Dr. Wolfgang Rathmann, Stellvertretender Direktor des Instituts für Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes-Zentrum und Mitglied im Research Coordination Board des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die Daten umfassen etwa 90% der deutschen Bevölkerung und haben den Vorteil, dass alle Altersklassen abgebildet sind, so Rathmann weiter.
Berechnung der alters- und geschlechtsspezifischen Todesfälle durch Diabetes
Für die Berechnung der Todesfälle, die in Deutschland auf Diabetes zurückzuführen sind (Exzess-Todesfälle), wurde die Diabetesprävalenz anhand dieser Routinedaten (insgesamt rund 65 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland) für das Jahr 2010 herangezogen. Die Diabeteshäufigkeit lag bei 10,1 Prozent, die Prävalenz des Typ-2-Diabetes bei 7,1 Prozent der GKV-Versicherten.
Aufgrund fehlender verlässlicher Schätzungen der Mortalität von Menschen mit und ohne Diabetes wurde die alters- und geschlechtsspezifische relative Mortalität (Mortalität der Menschen mit Diabetes dividiert durch die Mortalität der Menschen ohne Diabetes) aus Dänemark in die Berechnung einbezogen. Die Schätzungen basieren auf dem nationalen Diabetesregister Dänemarks, in dem nahezu alle Menschen mit Diabetes eingeschlossen sind. Dänemark und Deutschland haben ein ähnliches Gesundheitssystem und auch die Diabetesprävalenz ist vergleichbar.
Zusammen mit der Alterspyramide und der Sterbetafel für Deutschland vom Statistischen Bundesamt in 2010 wurden die alters- und geschlechtsspezifischen Exzess-Todesfälle berechnet. Dies entspricht der Anzahl der Todesfälle bei Menschen mit Diabetes abzüglich der Todesfälle bei Menschen mit Diabetes, wenn die Mortalität so wäre wie bei Menschen, die keinen Diabetes haben.
Analyse-Ergebnis: diabetesbedingte Sterblichkeit in Deutschland weitaus höher als erwartet
Die Berechnungen ergaben, dass im Jahr 2010 insgesamt 175.000 Todesfälle (Typ-2-Diabetes: 137.950 Todesfälle) hätten verhindert werden können, wenn die Mortalität bei Menschen mit Diabetes genauso wäre, wie bei Menschen ohne Diabetes. Damit waren im Jahr 2010 rund 21 Prozent aller Todesfälle in Deutschland auf Diabetes zurückzuführen. Ein Typ-2-Diabetes war mit 16 Prozent aller Todesfälle assoziiert.
Die meisten diabetesbedingten Todesfälle gab es in der Altersgruppe der 70 bis 89-Jährigen. Der größte Anteil an diabetesbedingten Exzess-Todesfällen trat bei Männern im Schnitt zehn Jahre früher als bei Frauen auf (Anteil der Exzess-Todesfälle bei Männern zwischen dem 70-79 Lebensjahr 38,3 Prozent, bei Frauen zwischen dem 80-89 Lebensjahr 43,7 Prozent). Zudem konnte gezeigt werden, dass die Anzahl der Exzess-Todesfälle bei Männern höher war als bei Frauen (~11.000).
Die Autoren der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass in Deutschland im Jahr 2010 weitaus mehr Menschen an einem Diabetes und dessen Folgeerkrankungen starben als in der offiziellen Todesursachenstatistik abgebildet ist. Für das Jahr 2010 lagen die diabetesbedingten Sterbefälle bei nur 23.000, das entspricht 2,7 Prozent aller Todesfälle in Deutschland.
International zeichnet sich hinsichtlich der Sterblichkeit von Menschen mit Diabetes ein positiver Trend ab. Die Mortalitätsraten sinken seit mehr als 20 Jahren stetig. Gründe hierfür sind u.a. eine verbesserte Versorgung der Menschen mit Diabetes (Medikation, Disease Management Programme) und die verbesserte Prävention und Therapie diabetesbedingter Komplikationen. Inwieweit diese Trends auch auf Deutschland zutreffen, soll durch zukünftige Analysen festgestellt werden.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ)
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lelolali postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 4 Tagen, 3 Stunden
Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂
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jasminj postete ein Update vor 4 Tagen, 11 Stunden
Hi,
Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!-
lelolali antwortete vor 4 Tagen, 4 Stunden
Hey Jasmin, ich war heute auch auf dem T1day, vielleicht hast du Lust auf Austausch 🙂
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 3 Stunden
@lelolali: Ich würde mich über Austausch und Kontakte sehr freuen. Gerne hier oder anders online und ansonsten bin ich aktuell alle ein bis zwei Wochen in Berlin – also ggf. auch gerne persönlich?
Wie hat Dir der Tag gefallen? -
lelolali antwortete vor 4 Tagen, 2 Stunden
@jasminj: Ja sehr gerne! Ich kann dir hier leider keine private Nachricht schreiben (werde auf die Startseite weitergeleitet) , funktioniert dies bei dir? 🙂
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jasminj antwortete vor 4 Tagen, 1 Stunde
@lelolali: funktioniert bei mir leider auch nicht. Ich wollte es mir morgen nochmal über die Webabsicht anschauen, vllt geht es da 🙂
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gregor-hess antwortete vor 3 Tagen, 7 Stunden
@jasminj & @lelolali: Leider funktionieren die DM aktuell tatsächlich nicht, sorry! Wir kümmern uns schnellstmöglich darum!
LG Gregor aus der Redaktion -
gregor-hess antwortete vor 2 Tagen, 17 Stunden
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jasminj antwortete vor 2 Tagen, 16 Stunden
@gregor-hess: vielen lieben Dank! Hab es direkt ausprobiert und es sieht gut aus 🙂
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galu postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
hallo,
ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus-
connyhumboldt antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!
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Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße
@laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂