Kommentar | „Blickwinkel“: Diabetologie – am Rande der Existenz?

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Kommentar | „Blickwinkel“: Diabetologie – am Rande der Existenz?

Der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes ist ein Nachschlagewerk, in dem jährlich aktuelle Fakten und Zahlen zum Diabetes veröffentlicht werden. Darin werden auch Missstände aufgezeigt – etwa, dass die Diabetologie aufgrund finanzieller Fehlanreize an den Rand ihrer Existenz als eigenständiges Fach gedrängt wird. Diabetes-Journal-Chefredakteur Günter Nuber mit einer Einordnung.

Seit dem Jahr 2003 erscheint jährlich zum 14. November der „Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes“: damit eben an jenem Weltdiabetestag die Öffentlichkeit hingewiesen wird auf die Facetten des Typ-1- und des Typ-2-Diabetes, auf Zahlen und Fakten, auf moderne Behandlungsmöglichkeiten und auf Missstände.

Gesundheitsbericht Diabetes hat vieles zu bieten

Ist es nicht ein Unding, dass in Deutschland zwei Drittel aller Amputationen an Menschen mit Diabetes durchgeführt werden? Wir sprechen über 40.000 bis 50.000 Amputationen pro Jahr, schreibt Prof. Ralf Lobmann im Gesundheitsbericht. Und Dr. Alexander Risse antwortete am Weltdiabetestag im Interview: „Wenn Sie mich fragen, welche Amputationen vermeidbar sind, dann muss ich sagen: jede beim Diabetischen Fußsyndrom!“

Man müsse einfach als Arzt gemeinsam mit den Patienten nach den richtigen Stadien vorgehen, so Risse: Ich habe also Diabetes, ich schreibe mich ins Behandlungsprogramm/DMP ein, ich werde ordentlich untersucht, sprich nach den Leitlinien der Ärzte, eine Neuropathie/Nervenerkrankung wird erkannt, die entsprechenden Schutzmaßnahmen werden ergriffen – „dann muss nicht amputiert werden“, sagte der Dortmunder Experte.

Der 2021er-Gesundheitsbericht Diabetes hat vieles mehr zu bieten – Frau Professor Monika Kellerer hat als Präsidentin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) eine beeindruckende Schar an Autor/innen motiviert, die in 37 topaktuellen Artikeln alle Facetten des Diabetes beschreiben. Eine völlig neue Betrachtungsweise der Ernährungswissenschaft in der Diabetes-Prävention wird beschrieben. Dann: Die Diabeteszahlen müssen wohl nach oben korrigiert werden, wir können heute ausgehen von 8 Mio. Menschen mit Typ-2-Diabetes plus fast 400.000 mit Typ-1-Diabetes.

Und: Die neuen digitalen Formen der Glukosemessung wirken sich deutlich aus auf Therapie und Schulung – natürlich positiv! Apropos: Wie zu vermuten hat die „Online-Schulung“ nach dem Pandemie-Jahr ein eigenes Kapitel.

Diabetologie als eigenständiges Fach in Gefahr!

Der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2021 spart keine Folgeerkrankung aus, keine Lebensphase der Betroffenen, keine gesundheitspolitische oder wissenschaftliche Dimension. Oftmals kommen leider sehr kritische Aspekte zum Vorschein – DDG-Präsidentin Kellerer:

„Die DDG und andere Organisationen haben wiederholt darauf verwiesen, dass die Diabetologie aufgrund finanzieller Fehlanreize in Kliniken und Universitäten an den Rand ihrer Existenz als eigenständiges Fach gedrängt wird. Das führt voraussichtlich zu einer erheblichen Unterversorgung der Betroffenen. Die DDG und diabetesDE intervenieren hier politisch und setzen sich mit Nachdruck für eine Verbesserung der Versorgung der Menschen mit Diabetes ein.“

Dies ist aus meinem Blickwinkel umso wichtiger, als dass Missstände und unnötig hohe Fallzahlen bei den Amputationen übertragbar sind auf weitere Folge- und Begleiterkrankungen des Diabetes mellitus: auf Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- wie auch Augenerkrankungen und vieles mehr. Wenn die Diabetologie an den Rand ihrer Existenz gedrängt wird, dann werden es viele Menschen mit Diabetes auch.


von Günter Nuber

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (1) Seite 36

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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