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Die Diabetes-Sau
2 Minuten

Viele kennen sicherlich Rassebeschreibungen von Tieren oder Pflanzen etc. Heute möchte ich euch ein ganz besonderes „Tier“ vorstellen: die Dia-Sau.
Beschreibung:
Die Diabetes-Sau gehört zur Gattung der Schweinehunde. Das Aussehen ist von Sau zu Sau verschieden. Die Dia-Sau klebt dauernd an dessen Besitzer (auch Diabetiker genannt), welchen sich die Sau selbst aussucht. Hat sie erst einmal ihren Besitzer gefunden, bleibt sie ein Leben lang.
Die Sau ist ziemlich schnell beleidigt, zum Beispiel wenn man sie ignoriert. Dann lässt sie den Blutzucker verrücktspielen und lässt sich auf die Schnelle auch nicht beruhigen. Das Gleiche passiert auch bei Stress, Krankheit oder Veränderungen des Alltags. Denn wenn ich eins in meiner 7-jährigen Karriere als Dia-Sau-Besitzer gelernt habe, dann, dass die Sau ein Gewohnheitstier ist!
Besänftigen lässt sich die Sau unter anderem mit Insulin, Sport, Ruhe oder viel Trinken.
Das Zubehör
Jede Dia-Sau braucht ihr eigenes Zubehör. Dieses ist von Sau zu Sau unterschiedlich. Während die eine besser mit einem Insulin-Pen zurechtkommt, bevorzugt die andere eine Insulinpumpe. Die eine mag gerne Blutzucker messen, die andere liebt das CGM und manch andere Sau bevorzugt das FGM. Womit die eigene Sau besser zurechtkommt, muss man austesten. Ab und zu stehen bei der Auswahl einiger Zubehöre die Krankenkassen im Weg. Da muss man dann Kompromisse mit der Sau machen.

Das Zubehör ist von Sau zu Sau unterschiedlich
Arztbesuche
Die Sau muss nicht wie andere Tiere zum Tierarzt, sondern alle 3 Monate zu einem Diabetologen (DiaDoc). Dort wird der Besitzer untersucht und man schaut, ob die (Blut-)Werte alle im Lot sind. Dann bespricht man das Verhalten der Sau und stellt ab und zu die Futterrationen neu ein. Zusätzlich wird das HbA1c (ein Durchschnittswert, der für die Dia-Sau wichtig ist) kontrolliert. Der Wert zeigt, ob man sich gut um seine Sau kümmert und wie es ihr geht.
Jede Sau ist anders und somit berichte ich nun einmal von meiner:
Meine Sau fühlt sich am wohlsten, wenn ich sie an der kurzen Leine halte. Dabei habe ich immer ein Auge auf sie und sie weiß, dass ich sie so nicht vergesse. Denn bei meiner Sau ist Aufmerksamkeit großgeschrieben. Da ich keine Erfahrung mit einer Dia-Sau hatte, als meine 2008 bei mir einzog, musste ich austesten und mir mein Wissen (fast) alleine aneignen. Mittlerweile weiß ich, was meine Sau mag und was nicht, und versuche, die Dinge zu unterlassen, die die Sau aus dem Konzept bringen.

So sieht meine Dia-Sau aus
Was die eigene Sau betrifft, muss man immer ein wenig rumprobieren, denn wie schon gesagt: Jede Sau ist anders 🙂
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lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße