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Ein Diabetes-Warnhund im Alltag – Reaktionen auf einen ungewöhnlichen Begleiter
3 Minuten

Heike stößt mit ihrer Diabetes-Warnhündin Daphne auf unterschiedliche Reaktionen: beim Arzt oder im Finanzamt. Wie sie reagiert und wie die rechtliche Situation ist, erzählt sie in diesem Beitrag.
Beim Arzt
Letzte Woche war ich zur Kontrolle in meiner Stoffwechselambulanz in Innsbruck. Für meine behandelnde Ärztin war an diesem Tag eine Vertretung anwesend. Nach der Blutabnahme und Wartezeit wurde ich zum Vertretungsarzt zur Besprechung gerufen. Meine Diabetes-Warnhündin und Helferin auf vier Pfoten – Daphne – hatte ich natürlich bei mir. Sie trug ihren Assistenzhunde-Umhang. Ich setzte mich an den Besprechungstisch und der Arzt begrüßte mich, indem er vorsichtig mit seinen Armen vor meinen Augen wedelte und fragte: „Sind Sie blind?“ Mit einem Schmunzeln im Gesicht verneinte ich und erklärte, dass Daphne mein Diabetes-Warnhund ist. Wir gingen dann lachend zur regulären Besprechung über.
„Assistenzhunde für an Diabetes erkrankte Personen werden darauf trainiert, eine Unterzuckerung oder Überzuckerung der betroffenen Person durch ein erlerntes Verhalten anzuzeigen. Dadurch ist der/die Hundeführer/in in der Lage, zweckdienliche therapeutische Gegenmaßnahmen rechtzeitig zu tätigen. Während einer Hypo-/Hyperglykämie finden chemische Prozesse im Körper statt, die der Hund im Atem und Schweiß des/der Erkrankten riechen kann.“ (Quelle: Verein der AssistenzhundetrainerInnen Österreichs)
Im Finanzamt
Im Finanzamt wurde ich letztens von einer Beamtin mit den Worten empfangen: „Hunde sind hier unerwünscht!“ Weil ich ihre Beratung dringend brauchte, leinte ich Daphne – allerdings mit ungutem Gefühl – vor der Tür an. Als die Dame kurz das Zimmer verließ, erfuhr ich von ihrem Kollegen, dass die Beamtin sehr große Angst vor Hunden hat.
Prüfstelle für Assistenzhunde
Allgemein ist es erlaubt, dass Diabetes-Warnhunde ihren Führer fast überallhin begleiten dürfen. Die Arbeit mit einem Diabetes-Warnhund bedeutet Teamarbeit. Es bedarf des gut geschulten Diabetikers, der auf die Anzeichen seines Hundes bei einem zu niedrigen (<75 mg/dl bzw. 4,2 mmol/l) oder zu hohen Blutzucker (individuell, meist ab 220 mg/dl bzw. 12,2 mmol/l) entsprechend reagiert.
![]() | Seit 1. Jänner 2015 hat das Sozialministerium in Österreich das Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna mit der Durchführung der Assistenzhundeprüfung beauftragt. Geprüft werden die Teams, also der Diabetiker zusammen mit seinem Diabetes-Warnhund. Dazu wurde die Prüfstelle für Assistenzhunde am Messerli Forschungsinstitut eingerichtet (http://www.vetmeduni.ac.at/assistenzhunde/). |
Hund im Supermarkt, im Bus oder in der Bibliothek
Es gab noch einige mehr Vorfälle in letzter Zeit – ich wurde mit Fragen im örtlichen Supermarkt, im Bus oder in der Bibliothek konfrontiert. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, um klarzustellen, welche Rechte ein offizieller Diabetes-Warnhund hat. Da ich in Innsbruck lebe, schildere ich die Situation in Österreich.
Allgemeine Infos zur Situation in Österreich (Setzfehler aus Original übernommen):
- Der Hund gilt erst nach einer positiven Teambeurteilung offiziell als Assistenzhund nach Bundesbehindertengesetz §39a.
- Nach der positiven Teambeurteilung erfolgt die Eintragung des Assistenzhundes in den Behindertenpass. Der Satz lautet: „Der Inhaber/ Inhaberin benötigt einen Assistenzhund (Blindenführ-, Service- oder Signalhund).
- Die Eintragung des Assistenzhundes in den Behindertenpass dient als Nachweis für Zutrittsrechte.
- Hinsichtlich der Lebensmittelhygiene gibt es aus fachlicher Sicht keine Bedenken.
- Laut Bundesbehindertengesetz §7 c. (1) stellt es eine unmittelbare Diskriminierung dar, wenn eine Person aufgrund ihrer Behinderung in einer vergleichbaren Situation eine weniger günstige Behandlung erfährt, als eine andere Person erfährt, erfahren hat oder erfahren würde. Sprich: Wenn uns der Zutritt mit Assistenzhund zu einem Lebensmittelgeschäft verweigert wird.
An dieser Stelle hoffe ich auf eure Ergänzungen, gerne in Form von Kommentaren zu diesem Beitrag! Habt ihr schon Diabetes-Warnhunde kennengelernt oder besitzt ihr vielleicht selbst so einen treuen Begleiter?
von Heike Wolf
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 22 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 5 Stunden
Ich meinte Liberty




