Diabetes-Barcamp: Experten in eigener Sache – „Jeder bringt was mit, alle machen mit“

2 Minuten

© Stephan Benz
Diabetes-Barcamp: Experten in eigener Sache – „Jeder bringt was mit, alle machen mit“

Am vergangenen Samstag (21. Oktober 2017) fand auf dem MediaCampus im Frankfurter Stadtteil Seckbach das erste Barcamp zum Thema Diabetes in Deutschland statt. Rund 100 Teilnehmer nutzten die interaktive Veranstaltung für einen regen Erfahrungsaustausch.

Das, was Ärzte aus ihrer Praxiserfahrung über Diabetes wissen, ist das eine – das, was Patienten täglich erleben, das andere. Deshalb nutzten Ende Oktober 2017 in Frankfurt gut 100 vor allem Typ-1-Diabetiker die Möglichkeit, beim ersten Diabetes-Barcamp der Diabetes-Community Blood Sugar Lounge in Deutschland über die Themen zu diskutieren, die sie besonders interessieren. Unterstützt wurde es vom Diabetesspezialisten Novo Nordisk im Rahmen seiner Initiative „Changing Diabetes – Diabetes verändern“.

Das Programm wird von den Teilnehmern gestaltet

Das Besondere an einem Barcamp – der Begriff „bar“ ist in der Informatik die Bezeichnung für eine Variable – ist, dass die Teilnehmer die Inhalte des Programms komplett selbst gestalten. Jeder der Anwesenden darf eine Session anbieten, jeder kann jede Session besuchen (eine ausführlichere Erklärung finden Sie hier) – oder wie Moderation Anne Seubert es auf den Punkt brachte: „Jeder bringt was mit, alle machen mit!“

Das war das erste Diabetes-Barcamp in Frankfurt – Video von Bastian Niemeier:

Und so kam eine große Palette an 28 Themen zustande. Die Sessiontitel lauteten zum Beispiel „Pumpe oder Pen – Qual der Wahl“, „Diabetes und Emotionen – Stimmungsschwankungen“, „Diabetes und Angst“, „Briefe an mein jüngeres Ich“, „Diabetes und Zyklus“, „Herausforderungen im Alltag mit Diabetes meistern“ und „Diabetes 2050“ bis zu „Diabetes-Start-up – behind the scenes“ und „Umgang mit Konflikten und Angriffen auf Social-Media-Plattformen“.

Neun Stunden #Diabetesbarcamp – die Diabetes-Community lebte!

Neun Stunden lang fanden viele Gespräche und Diskussionen statt, die Diabetes-Community lebte. Deutlich wurde dabei, dass die Erfahrungen bezüglich des eigenen Diabetesmanagements sehr verschieden sind – aber auch, dass nach der Wahrnehmung der Teilnehmer die Kenntnisse Nichtbetroffener zum Thema Diabetes meist sehr lückenhaft bis vollständig fehlend sind.

Foto: Stephan Benz

Sessions hier im Video ansehen

Einige Sessions des Diabetes-Barcamps wurden live auf unserem Facebook-Kanal übertragen. Die Aufzeichnungen stehen hier bereit zum Ansehen:

Video der Session „Diabetes-Guide im Videoformat“


von Dr. med. Katrin Kraatz

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  • lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 4 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße