- Aus der Community
Gutes tun für Menschen mit Diabetes weltweit
4 Minuten
Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Besinnung. Gerade in dieser Jahreszeit wird mir immer wieder klar, wie gut es mir geht und wie viel Glück ich habe. Natürlich habe ich mir die Diagnose Diabetes keineswegs selbst ausgesucht und das Leben mit Diabetes fällt mir auch alles andere als leicht. Aber dennoch ist mir eines klar: Es ist ein großes Glück, in einem privilegierten Land wie Deutschland zu leben und hier Zugang zu modernen Medikamenten und Therapien zu haben. Denn vielen Menschen mit Diabetes auf der Welt geht es ganz anders.
Rund 100 Jahre ist es her, dass das Insulin entdeckt wurde – seit dem können Menschen mit Diabetes wirksam behandelt werden. Dennoch haben etwa 50 Prozent der Menschen auf der Welt, die Insulin als Medikament zum Leben brauchen, keinen ausreichenden Zugang zu dem Hormon. Entweder ist es zu teuer oder schlichtweg nicht verfügbar.

© International Diabetes Federation
Dieses Zitat des früheren Präsidenten der International Diabetes Federation (IDF), Professor Jean-Claude Mbanya, zeigt die unglaubliche Ungerechtigkeit dahinter. Schließlich ist es ein absoluter Zufall, in welchem Land wir geboren werden. Und dieser Zufall bestimmt dann darüber, ob wir Zugang zu lebenswichtiger medizinischer Versorgung haben oder nicht.
Wie kann der Zufall im Jahr 2017 über Leben und Tod entscheiden? Ist dieser Zustand heutzutage nicht einfach untragbar? Kein Mensch sollte 2017 an Diabetes sterben!
Genau aus diesem Grund gibt es viele Organisationen und Projekte, die sich dafür engagieren, dass alle Menschen mit Diabetes weltweit Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Ein paar davon möchte ich euch heute vorstellen:
Life for a Child
Das „Life for a Child“-Programm der International Diabetes Federation stellt lebenswichtiges Insulin und Teststreifen für Kinder mit Diabetes in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung bereit. Mit nur einem Dollar am Tag kann ein Kind mit Diabetes mit Insulin, Messgerät und Teststreifen ausgestattet und medizinisch betreut werden.
Hier könnt ihr für Life for a Child spenden.


© International Diabetes Federation
T1International
Die Organisation „Type 1 International“ setzt sich lautstark dafür ein, dass Menschen mit Diabetes auf der ganzen Welt Zugang zu Insulin, medizinischen Hilfsmitteln und medizinischer Betreuung bekommen. Sie sammeln Daten und Fakten zur Lage der Menschen mit Diabetes weltweit und machen mit Kampagnenarbeit auf das Problem aufmerksam. Zusätzlich stärken sie lokale Akteure, die sich für die Versorgung von Menschen mit Diabetes einsetzen.
T1International hat festgestellt, dass Menschen in den verschiedenen Ländern der Welt zwischen 0% und 118% ihres monatlichen Einkommens für ihre Diabetesbehandlung aufwenden müssen. Für manche ist die Versorgung also absolut kostenlos, während sie sich andere einfach nicht leisten können. Hier könnt ihr die Kosten für Insulin und Teststreifen in verschiedenen Ländern sehen – die Unterschiede sind unglaublich!


© T1International
Hier könnt ihr für T1International spenden. Ganz ohne die Geldbörse zu zücken, könnt ihr T1International außerdem unterstützen, indem ihr hier die „Type 1 Diabetes Access Charter“ unterschreibt. Denn jeder Mensch mit Diabetes hat Rechte, auf die die Charter aufmerksam machen soll.

© T1International
Insulin zum Leben
Seit rund 20 Jahren sammelt das Projekt „Insulin zum Leben“ in Deutschland Spenden in Form von Geld, aber auch in Form von Insulin und anderen medizinischen Hilfsmitteln. So landen nicht mehr benötigte Medikamente und Hilfsmittel nicht auf dem Müll, sondern retten Leben in Ländern wie Peru, Bulgarien, Kongo, Tansania, Usbekistan oder Indien. Hier findet ihr ein Interview von Susanne mit der Projektleiterin Heidrun Schmidt-Schmiedebach.
Insulin- und Hilfsmittelspenden können direkt an das Insulinlager geschickt werden. Sie müssen mindestens noch 3 Monate haltbar sein. Der Schwerpunkt liegt auf Insulin und Teststreifen, außerdem werden auch Penkanülen, Lanzetten und Einmalspritzen (U100) gebraucht.
Adresse:
„Insulin zum Leben“
c/o Biokanol Pharma GmbH
Kehler Straße 7
76437 Rastatt
Geldspenden für die Transportkosten:
BDKJ „Insulin zum Leben“
Volksbank Hameln-Stadthagen eG
IBAN DE20 2546 2160 0670 3208 01
BIC: GENO DE F1 HMP

© Insulin zum Leben
Dies waren nur drei von unzähligen tollen Initiativen, die Menschen mit Diabetes auf der ganzen Welt unterstützen. Und selbstverständlich gibt es auch in Deutschland großartige und unterstützenswerte Projekte – denn auch hier kann noch viel verbessert werden.
Ganz gleich, welche Organisation ihr mit einer Überweisung, mit Sachspenden oder einfach mit eurer Stimme unterstützt – ich finde es wichtig, sich sein eigenes Glück bewusst zu machen. Und es mit anderen zu teilen. In diesem Sinne wünsche ich euch eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit!
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 6 Tagen, 13 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 6 Tagen, 12 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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