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IQWiG sieht geringen Zusatznutzen
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Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Bericht zur Nutzenbewertung des Inkretin-Mimetikums Albiglutid (Handelsname Eperzan) vorgelegt. Sein Ergebnis: Weniger symptomatische Hypoglykämien bei Kombination mit Metformin, aber kein Zusatznutzen für andere Indikationen.
Albiglutid (Handelsname Eperzan) ist seit März 2014 für Erwachsene zugelassen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind und bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung überprüft, ob der Wirkstoff bei diesen Patientengruppen gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien einen Zusatznutzen bietet.
Demnach gibt es einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für Albiglutid plus Metformin im Vergleich zu Metformin plus Sulfonylharnstoff, da Unterzuckerungen seltener auftreten.
Indikationen führen zu vier Fragestellungen
Albiglutid ist als Monotherapie für Patientinnen und Patienten zugelassen, die Metformin nicht vertragen. Als Add-on ist es in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Insulin zugelassen, wenn diese zusammen mit einer Ernährungsumstellung und Bewegung den Blutzucker nicht ausreichend unter Kontrolle bringen. Albiglutid wird mit einem Einweg-Injektionspen einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für die Anwendungsgebiete unterschiedliche zweckmäßige Vergleichstherapien festgelegt, sodass sich insgesamt vier Vergleiche ergeben: Albiglutid als Monotherapie gegenüber einem Sulfonylharnstoff (A), in Kombination mit einem anderen blutzuckersenkenden Arzneimittel ebenfalls im Vergleich zu Metformin und Sulfonylharnstoff (B), in Kombination mit mindestens zwei anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln im Vergleich zu Metformin und Humaninsulin (C) sowie in Kombination mit Insulin ebenfalls im Vergleich zu Metformin plus Humaninsulin (D).
Für drei Fragestellungen keine Studien vorgelegt
Für die Fragestellungen A, C und D hat der Hersteller allerdings keine relevanten Daten vorgelegt. Deshalb ist ein Zusatznutzen von Albiglutid gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien in diesen Fällen nicht belegt.
Keine Unterschiede bei Mortalität, Morbidität und schweren Nebenwirkungen
Zur Fragestellung B legt der Hersteller eine Studie (HARMONY 3) vor, in der die Behandlung mit Albiglutid plus Metformin verglichen wurde mit der Behandlung mit Metformin kombiniert mit dem Sulfonylharnstoff Glimepirid.
In Bezug auf die Endpunkte Sterblichkeit, Symptome und Folgekomplikationen (z. B. Schlaganfälle, kardiale Morbidität) zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen. Die Studie war jedoch auch nicht darauf ausgelegt, Unterschiede bei diesen Endpunkten aufzudecken. Bei den Endpunkten schwere Unterzuckerungen (Hypoglykämien) sowie schwerwiegende Nebenwirkungen und Abbrüchen wegen Nebenwirkungen zeigten sich ebenfalls keine statistisch signifikanten Unterschiede. Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurden in der Studie nicht erhoben. Deshalb ist für diese Endpunkte ein Zusatznutzen von Albiglutid nicht belegt.
Ergebnisse zu Hypoglykämien sind unsicher
Im Albiglutidarm kam es zu deutlich weniger symptomatischen Hypoglykämien, die mit einem niedrigen Blutzuckerwert einher gehen, als im Glimepiridarm. Insbesondere zu Beginn der Studie häuften sich unter Glimepirid symptomatische Unterzuckerungen. In der Studie war allerdings eine feste Startdosis von 2 mg Glimepirid vorgesehen und für den nächsten Schritt eine Erhöhung auf 4 mg, während die Zulassung auch eine Startdosis von 1 mg sowie 1-mg-Schritte für eine individuelle Anpassung der Dosis im Behandlungsverlauf erlaubt. So dürfte zumindest ein Teil der Patienten zu hohe Dosen von Glimepirid erhalten haben, die zu Hypoglykämien geführt haben können. Deshalb sind die Studienergebnisse zu Hypoglykämien unsicher und die Wahrscheinlichkeit des Zusatznutzens erreicht nur einen Anhaltspunkt.
Positiver Effekt überwiegt negativen Effekt
Dem positiven Effekt bei symptomatischen Hypoglykämien steht ein negativer Effekt gegenüber in Form von häufigeren Reaktionen an der Stelle der Injektion von Albiglutid. Dieser negative Effekt wiegt den positiven Effekt aber nicht auf. So lässt sich in der Gesamtschau ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen von Albiglutid in Kombination mit Metformin gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ableiten.
G-BA beschließt über Ausmaß des Zusatznutzens
Die Dossierbewertung ist Teil des Gesamtverfahrens zur frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG), das der G-BA leitet. Nach der Publikation von Herstellerdossier und Dossierbewertung führt der G-BA ein Stellungnahmeverfahren durch, das ergänzende Informationen liefern und in der Folge zu einer veränderten Nutzenbewertung führen kann. Der G-BA trifft einen Beschluss über das Ausmaß des Zusatznutzens, der die frühe Nutzenbewertung abschließt.
Quelle: Pressemitteilung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
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moira postete ein Update vor 2 Tagen, 18 Stunden
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Monat
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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