- Behandlung
„Meine Verwandte unterzuckert“ – Diabetes zu befürchten?
2 Minuten

Was ist davon zu halten, wenn bei Nicht-Diabetikern häufiger Werte bis 30 mg/dl gemessen werden, ohne das Unterzuckerungssymptome auftreten?
Die Frage:
Ich spritze seit über 40 Jahren Insulin und hatte und habe eigentlich von Anfang an und bis heute immer auch Unterzuckerungen. Es geht mir aber mehr um eine nahe Verwandte, die keinen Diabetes hat und auch kein Insulin spritzt, aber bei Messungen mit meinem Blutzuckermessgerät bei sich selbst Werte runter bis 30 mg/dl (1,7 mmol/l) misst; aber die kehren immer wieder in den normalen Bereich zurück. Ist bei ihr nun die Zuckerkrankheit zu befürchten?
Prof. Petzoldt: Nein, das glaube ich nicht. Aber dazu kann Ihnen nur der Arzt Ihrer Verwandten sicher etwas Genaueres sagen, wenn er sie einmal untersucht hat. Bei dieser Untersuchung sollten auch Blutzuckerwerte gemessen werden, allerdings im Arztlabor und nicht mit einem kleinen Messgerät zur Blutzuckerselbstkontrolle, wie Sie es besitzen.
Denn diese Geräte sind zwar sehr gut für die Selbstkontrolle zu gebrauchen, aber sie sind nicht genau genug für die grundsätzliche Untersuchung auf einen Diabetes mellitus. Bei erhöhten Blutzuckerwerten im Test muss man auch für Ihre Verwandte an einen Diabetes denken.
Die mit Ihrem Messgerät gemessenen zu niedrigen Blutzuckerwerte bei Ihrer Verwandten sind vielleicht gar nicht mit einer Unterzuckerung gleichzusetzen, wenn Ihre Verwandte dabei gar keine Unterzuckerungsbeschwerden hatte und wenn ihre späteren Messwerte von allein wieder im Normbereich lagen. War es nicht so? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt auch einmal darüber, ob wirklich weitere Untersuchungen nötig sind und welche Untersuchungen er Ihrer Verwandten vorschlägt.
… dann schreiben Sie ihm per Post oder E-Mail:
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Schubertstraße 6, 32545 Bad Oeynhausen
E-Mail: brpetzoldt@t-online.de
Beantwortete Fragen veröffentlichen wir im Diabetes-Journal sowie hier auf diabetes-online.de – natürlich anonym.
von Prof. Dr. med. R. Petzoldt
ehem. Direktor des Diabeteszentrums am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen in Bad Oeynhausen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (3) Seite 40
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße