PCOS – ein vielfältiges Krankheitsbild, das auch Diabetikerinnen betreffen kann

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PCOS – ein vielfältiges Krankheitsbild, das auch Diabetikerinnen betreffen kann

veranoverde - fotolia.com
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Beim letzten Besuch bei meiner Internistin hatte ich einen spannenden Kontakt mit einer jungen Dame mit Diabetes und Schwangerschaftswunsch. Während der Wartezeit unterhielten wir uns über unsere Probleme mit dem Blutzucker. Sie schilderte mir folgende Symptome: unerklärlich hohe Blutzuckerwerte nach dem Essen, ein hohes HbA1c und unerklärliche Schwankungen der Blutzuckerwerte, die wie aus dem Nichts kommen. Das erinnerte mich teilweise etwas an mich. Und sie wies mich auf das PCOS hin. Eine Erkrankung, die auch Frauen mit Diabetes betreffen kann. PCOS und Diabetes? Das klang zunächst etwas verwirrend. Ich machte mich daher etwas schlauer über diesen Zusammenhang.

Das polyzystische Ovarialsyndrom (oh je, was für ein kompliziertes Wort für einen Nichtmediziner wie mich), kurz PCOS genannt, ist eine hormonelle Funktionsstörung der Eierstöcke, deren Ursache bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Das PCOS tritt bei Frauen meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. In Europa sind davon ca. 4 bis 12% der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Die Erkrankung kann sich unterschiedlich auswirken und variiert mit ihren Symptomen. Und sie kann eben auch Auswirkungen auf den Diabetes haben. Doch dazu später.

Merkmale des PCOS:

  • Neigung zu unreiner Haut
  • die Regel kommt unregelmäßig oder gar nicht
  • teilweise mit Übergewicht verbunden
  • Frau kann unter Haarausfall leiden
  • hat manchmal starke Behaarung im Gesicht oder am Körper
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden
  • Frau weist überdurchschnittlich viel männliche Hormone auf
kasanka19 - fotolia.com
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Wie kann man die Erkrankung feststellen?

Zunächst untersucht der Arzt mittels Ultraschall die Eierstöcke der Frau. Bei einer Frau mit einem PCOS sind die Eierstöcke oft vergrößert. Die Eierstöcke sind dann polyzystisch, das bedeutet, sie sind voll mit mehreren zystenartig vergrößerten Follikeln mit Eizellen, weil der Eisprung gar nicht oder nur unregelmäßig stattfindet. Außerdem zeigen die Blutwerte, dass etwas aus dem Takt geraten ist. Bei Frauen mit PCO-Syndrom sind unter anderem die Konzentrationen der männlichen Hormone erhöht.

Welche Auswirkungen hat das PCOS auf den Diabetes?

Oft tritt bei einem PCOS auch eine Insulinresistenz auf. So kommt es zu erhöhten Blutzuckerwerten, weil das körpereigene Insulin nicht ausreicht, wie das vom Typ-2-Diabetes bekannt ist. Dieses Zuviel an Insulin kann wiederum Einfluss auf die Produktion der männlichen Geschlechtshormone haben.

Da oft auch Übergewicht vorhanden ist, kann eine Gewichtsreduktion bereits positive Effekte auf das PCOS haben. Liegt eine Insulinresistenz vor, die sich durch eine Gewichtsabnahme nicht ausreichend beeinflussen lässt, kann als Therapiemaßnahme das Medikament Metformin verschrieben werden, das als Mittel der ersten Wahl auch bei Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Dieses Medikament reduziert unter anderem die Insulinresistenz und sorgt dafür, dass körpereigenes Insulin wieder besser wirken kann, so dass es hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken. Außerdem hemmt es die Glukose-Neubildung in der Leber und bremst die Zuckeraufnahme aus dem Darm ins Blut. Erfahrungen zeigen, dass Metformin, ergänzend zu gynäkologischen Therapien, Frauen mit PCOS und Diabetes die Möglichkeit eröffnet, dennoch schwanger zu werden.

RioPatuca Images - fotolia.com
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Ich selbst kenne die Herausforderungen einer Schwangerschaft aus Erfahrung. Ich möchte mit meinem Artikel speziell den weiblichen Leserinnen unter uns Mut machen, bei einem unerfüllten Schwangerschaftswunsch auch einmal seinen Gynäkologen zu besuchen und ihn im Zusammenhang mit dem Diabetes um Rat zu fragen. Auch die Lösungen von Schwangerschaft mit Diabetes sind vielfältig.

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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