- Aus der Community
Probleme mit dem Enlite-Sensor oder die Automatisierung der Diabetestherapie stellt uns vor neue Herausforderungen
3 Minuten

Der Hintergrund: Mein Enlite-Sensor funktionierte über vier Wochen nicht. Ich setzte mir alle zwei Tage einen neuen Sensor. Meine Blutzuckerwerte waren beim Setzen stabil. Und jedes Mal startete nach dem Setzen die gewünschte Kalibrierung. Aber – es kam regelmäßig nach zwei Stunden die Fehlermeldung „Sensor aktualisiert…“. Und meine Zuckerwerte wurden an der Pumpe nicht angezeigt.

Zurück zum Altbewährten
Als mein geliebter lieber Sensor nicht mehr mit mir „reden“ wollte, kehrte ich zurück zum altbewährten Modell ohne Sensor. Das war verbunden mit viel blutigem Testen. Ich machte mir in dieser Zeit viele Gedanken über dieses Problem mit dem Sensor. Ich zweifelte innerlich an meinem technischen Geschick und fragte mich: Bin ich zu alt für diese neuen Technologien? Behindern diese neuen Technologien vielleicht mein Diabetes-Management?
Etliche telefonische Kontakte mit der sehr freundlichen „Medtronic-Hotline“ und zwei Treffen mit der Medtronic-Beraterin von Medtronic vor Ort brachten leider immer noch keine Erfolge. Die Verzweiflung setzte sich fort. Aber ich blieb bei meinem altbewährten Diabetes-Management.

Viel Ausdauer und Geduld bis zur Lösung
Nach vier Wochen und fünf!!! nicht funktionierenden Sensoren – endlich funktionierte mein Sensor wieder. Warum? Ich klebe meine Sensoren jetzt jedes Mal mit einem extra Pflaster fest, so dass der Sensor an der Haut nicht zu viel in Bewegung gerät. Zuvor war das leicht möglich, wenn ich den Sensor am Bauch oder am Bein trug. Dafür muss ich mich jetzt mit noch mehr geröteteten Stellen rund um den Sensor plagen.
Technische Wackelstellen gibt es…
Aber obwohl der Sensor meine Blutzuckerwerte jetzt wieder anzeigt: Die neue Technik „wackelt“ manchmal. So zeigt meine Sensor Werte von 90 mg/dl (5,0 mmol/l) an und unterbricht den Insulinfluss wegen Gefahr von Unterzucker. Ich messe nach und der reale Blutzucker beträgt tatsächlich 180 mg/dl (10,0 mmol/l). Also eine Differenz von 90 mg/dl (5,0 mmol/l)! Die Technik ist nicht immer perfekt!
Und erst gestern gab es zum zweiten Mal eine Bruchstelle zwischen meiner Insulinpumpe und dem Kabel. Glücklicherweise habe ich den Bruch rechtzeitig bemerkt.

Ich möchte hier auf keinen Fall Medtronic oder den Enlite-Sensor kritisieren. Nur glaube ich, muss sich jeder Diabetiker bei all diesen technischen Innovationen eines bewusst sein: Wir als Typ-1-Diabetiker sollten unabhängig von diesen neuen Diabetes-Strategien immer noch in der Lage sein, unseren Diabetes auch unabhängig von diesen neuen Techniken selbständig zu steuern.
Auf Technik ist nicht immer 100 % Verlass. Technik bedeutet große Unterstützung im Diabetes-Management. Forscher und Mediziner arbeiten seit Jahren an Strategien, das Management vom Typ-1-Diabetes wesentlich zu vereinfachen oder bald sogar zu automatisieren (siehe Closed-Loop-System). Dennoch halte ich die persönliche Kontrolle und das Auskennen mit Basics der Diabetes-Therapie auch heute noch für extrem wichtig.
„Durchs Reden kommen Leute zusammen!“
Und genau deshalb ist auch der Austausch auf einer Plattform wie der Blood Sugar Lounge so eine tolle Möglichkeit, über alle großen Diabetes-Herausforderungen gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Egal, wie groß ein Problem ist. Wenn man sich gemeinsam zusammensetzt, redet, zuhört und versteht, findet sich in der Regel immer eine Lösung!
Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp, den ich durch persönliche Gespräche vom Barcamp mitgenommen habe. Wenn man einen Sensor trägt, ist es sehr wichtig, immer ausreichend zu trinken. Mein tägliches Trinkpensum beträgt jetzt 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es ist schwierig, aber machbar …
Habt ihr auch Erfahrungen mit diesen technischen Tücken im Diabetes-Alltag? Schreibt mir! Jeder Leser wird davon profitieren.
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






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