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Sommer, Sonne, braun gebräunt – mit Diabetes ins Solarium
4 Minuten
Als Kind war ich den ganzen Sommer über draußen, und dann ging es jedes Jahr noch drei Wochen in den Urlaub. Zum Schulbeginn sah ich immer so aus, als wäre ich auf einer karibischen Insel geboren worden. Als ich dann einmal auf einer Luftmatratze in einem kristallklaren Bergsee einschlief und den Sonnenbrand meines Lebens hatte, war es plötzlich vorbei mit der schönen Bräune. Fortan bekam ich schon nach kürzester Zeit in der Sonne einen Sonnenbrand und Ausschlag. Ich wurde rot wie ein Krebs und danach wieder weiß. Deswegen gehe ich heute nur noch mit Schutzfaktor 50 in die Sonne, wenn überhaupt.
Die Sonne und ich waren in den letzten Jahren also nicht die besten Freunde. Als ich dann Anfang dieses Sommers eine halbe Stunde Yoga im Freien machte und anschließend mit einem Sonnenstich umkippte, reichte es mir. Irgendwie musste ich meinen Körper doch wenigstens etwas an die Sonne gewöhnen können? Immerhin war es früh morgens und die Sonne brannte noch gar nicht so stark.
Mit Kellerbräune ins Solarium?
Ich entschloss mich dazu, einmal in einem Sonnenstudio nachzufragen. Solarien hatten mich immer abgeschreckt. Man spricht ja schnell vom sogenannten „Asi-Toaster“, und ehrlich gesagt hatte ich meine schlohweiße Haut langsam zu lieben gelernt. Aber auch mein Hautarzt riet mir schon lange zum Solarium. Hat das Solarium also doch nicht so einen schlechten Ruf verdient? Das wollte ich zunächst herausfinden.
Die Vorteile des Solariums

Vor einigen Jahren hatte ich schlimme Neurodermitis an den Oberarmen, zwar ist das mittlerweile deutlich besser geworden, aber einige Narben blieben zurück. Schon damals riet mir mein Hautarzt zum Solarium. Ich solle es langsam und vorsichtig angehen, nicht übertreiben, aber bei einer vorsichtigen Nutzung sei das Solarium sehr hilfreich bei Neurodermitis und auch beim Verheilen der Narben. Ich scheute mich jedoch, hatte Angst, am Ende auszusehen wie eine alte Lederhandtasche – und UV-Strahlen? Naja, mit denen hatte ich wie gesagt keine guten Erfahrungen gemacht.
Deswegen suchte ich mir ein Solarium mit guter Bewertung. Mir war wichtig, dass ich vor Ort beraten werde und es nicht einfach so eine Solarium-Flat in einer Sonnenstudiokette wird. In dem Studio, für das ich mich entschied, wurde zunächst mein Hauttyp bestimmt. Dafür musste ich einige Fragen beantworten. Helle Haut? Ja! Werde ich schnell rot? Ja! Werde ich braun? Eher nicht. Habe ich viele Sommersprossen? Ja! Usw.
Danach gab mir die Dame einen Plan, wann ich wie oft ins Solarium kommen soll. Sie erzählte mir, dass ich zunächst nur vier Minuten unter das schonendste Gerät dürfte, danach müsste ich beobachten, ob meine Haut rot wird oder spannt. Außerdem sollte ich für die nächsten zwei Wochen zwei- bis dreimal die Woche vorbeikommen. Damit sollte die Haut ihren natürlichen Schutzschild aufbauen, mir eine kleine Grundbräune geben und das Hautbild sollte sich ebenfalls verbessern.
Gesagt, getan. Nach den vier Minuten wurden es sechs Minuten, dann acht und mittlerweile bin ich bei 10 Minuten unter der Sonnenbank angekommen. Dabei soll es auch erstmal bleiben.
Solarium und Diabetes

Unter der Sonnenbank nehme ich meine Pumpe ab. Denn für die wird es darunter definitiv zu heiß. Das würde das Insulin nicht überleben. Da ich auch nur maximal 10 Minuten in der Sonnenbank verbringe, muss ich mir auch relativ wenig Gedanken um meine Werte machen. Bei starker Wärme fallen meine Werte schnell ab und ich merke es meistens viel zu spät. Auch im Solarium neigen meine Werte dazu, abzufallen. Deswegen achte ich darauf, dass meine Werte im Normalbereich sind und nicht zu niedrig. Falls doch, muss vorher eben ein kleiner Schluck Orangensaft her. Durch die Wärme wird der Kreislauf angeregt und auch das Insulin wirkt bei Wärme einfach etwas schneller. Dadurch fällt der Blutzucker.
Die Kanüle lasse ich meistens dran, es sei denn, ich müsste an dem Tag sowieso eine neue setzen. Dann erledige ich das manchmal direkt nach dem Sonnen. Da die Minuten aber so gering sind, sieht man die Stelle nicht, an der die Kanüle an dem einen Mal gelegen hat. Beim Sensor, der bei mir meistens zwischen 10 und 12 Tagen liegt, ist das schon etwas anders. Manchmal ist die Stelle dann etwas weißer als der Rest, aber das lässt sich schnell wieder aufholen. Das ist das Gute daran, wenn man nicht lange unter der Bank liegt.
Wusstet ihr eigentlich, dass Vitamin-D-Mangel im Verdacht steht, einer der ausschlaggebenden Faktoren bei der Entstehung von Typ-1-Diabetes zu sein? Das erzählte mir meine Diabetologin, als ich vor einigen Jahren nach Norwegen in den Urlaub flog. Man glaubt das, da in den skandinavischen Ländern, wo es deutlich weniger Sonnenstunden gibt, sehr viel mehr Menschen Typ-1-Diabetes haben als z.B. in Südeuropa oder noch weiter südlich gelegeneren Ländern. Zu 100% nachgewiesen ist diese Theorie jedoch auch nicht.
Das Solarium wird mich also nicht von meinem Diabetes heilen oder ihn verbessern, aber ein gesundes Maß an Vitamin D ist auf jeden Fall gesund für den Körper. Man sollte es jedoch nicht übertreiben! Denn zu viel Sonnenstrahlung kann Hautkrebs begünstigen. Deswegen rate ich jedem, der gerne ins Solarium geht oder gehen möchte, ein Studio aufzusuchen, in dem man gut beraten wird und wo aufgepasst wird, dass man es nicht übertreibt.
Fazit

Zwar habe ich auch gelesen, dass es gar nicht stimmt, dass man im Solarium gesund „vorbräunen“ kann, aber meine Erfahrungen sind dennoch sehr positiv: Seit ich angefangen habe, ins Solarium zu gehen, ist gut ein Monat vergangen. Mein Hautbild hat sich tatsächlich sehr verbessert. Meine Pickel und Unreinheiten im Gesicht sind fast ganz verschwunden und meine Narben an Beinen und Oberarmen sind verblasst. Ich wirke allgemein etwas gesünder und auch „frischer“, wie man mir oft sagt.
Außerdem halte ich es mittlerweile wirklich etwas länger in der Sonne aus. Klar, ich brauche eine Kopfbedeckung, um nicht wieder einen Sonnenstich zu riskieren, aber einem Tag am Strand steht nichts mehr im Wege – ich habe es extra ausprobiert ;).
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moira postete ein Update vor 1 Tag, 5 Stunden
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 3 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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