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Krebsrisiko: Vorsicht bei Typ-2-Diabetes
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Wie entsteht Krebs, wie entsteht ein Tumor? Zum Teil können wir unser Krebsrisiko beeinflussen, weil auch Umwelteinflüsse und unsere Lebensweise mitbestimmen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung ist. Immer mehr rücken dabei die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Krebs in den Fokus. Auch während der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft war das Thema präsent.
Neben Herz-Kreislauf-Komplikationen sind zunehmend auch Krebserkrankungen eine Spätfolge von Diabetes oder Übergewicht. Karzinome sind mittlerweile die Haupttodesursache bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Während der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft diskutierten Forschende und Behandelnde im Rahmen eines Symposiums über Ursachen sowie Vorbeugungs- und Früherkennungsmaßnahmen.
Denn: Einem Teil der mit Diabetes verbundenen Tumorerkrankungen ließe sich vorbeugen – indem man der Entstehung von Diabetes selbst vorbeugt oder auch durch eine optimierte Diabetesbehandlung. Außerdem sind Tumorerkrankungen durch Lebensstiländerungen, Gewichtsabnahme oder Nikotinverzicht vermeidbar. Und die Referierenden des Symposiums sind sich einige: Besonders bei Männern müsse das Bewusstsein für ihr Krebsrisiko und für Vorsorgeangebote geschärft werden.
Diabetes als vermeidbare Krebsursache
Umwelteinflüsse und eine ungesunde Lebensweise spielen eine wichtige Rolle bei der Krebsentstehung und dem Tumorwachstum. Große epidemiologische Untersuchungen haben eine klare Risikobeziehung zwischen Diabetes und Tumoren der weiblichen Brust, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Darms nachgewiesen. „Laut aktuellen Prognosen werden in den nächsten zehn bis 20 Jahren Übergewicht und Diabetes das Rauchen vom Platz Eins der vermeidbaren Krebsursachen verdrängen. Krebs ist inzwischen die häufigste Todesursache bei Typ-2-Diabetes mellitus“, sagt Professor Dr. med. Hans Scherübl, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Infektiologie am Vivantes Klinikum Berlin.
„Je höher der Body-Mass-Index und je entgleister die Stoffwechsellage sind, desto stärker steigt das persönliche Krebsrisiko“, betont der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Krebs“ der DDG. An Darmkrebs erkranken Betroffene mit Diabetes Typ 2 häufig schon früher als stoffwechselgesunde Menschen und haben eine schlechtere Heilungschance.
Aktiv das persönliche Risiko senken
Es läuft immer wieder auf dasselbe hinaus: ausreichend Bewegung/Sport und eine gesunde Ernährung können vor vielen Erkrankungen schützen – auch vor Krebs. Zudem ist es wichtig zu Vorsorge-Untersuchungen zu gehen. Warum durch einen gesunden Lebensstil 40 Prozent aller Krebserkrankungen verhindert werden könnten und wie Sport die Zahl der Killerzellen erhöht , erklären Experten der Technischen Universität München – und geben klare Empfehlungen, was jede und jeder tun kann.
Dabei wären viele der Tumoren, die mit Diabetes assoziiert sind, durch Diabetesprävention und optimierte Diabetesbehandlung vermeidbar. Auch sind beispielsweise die Hälfte der Tumoren an Verdauungsorganen oder der Gebärmutter durch Lebensstiländerungen wie unter anderem eine dauerhafte Gewichtsabnahme vermeidbar. 30 Prozent der Krebstodesfälle ließe sich allein durch Nikotinverzicht vorbeugen. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, haben viele Krebsarten und ihre Vorstufen auch eine gute Prognose.
Männer für die Vorsorge schlechter erreichbar als Frauen
„Wichtig ist daher, alle Menschen mit Diabetes über ihr erhöhtes Krebsrisiko aufzuklären und ihnen Präventions- und Früherkennungsangebote aufzuzeigen“, betont Professor Scherübl. Dabei gebe es Geschlechterunterschiede: Viele Frauen nähmen regelmäßig gynäkologische Kontrolluntersuchungen wahr und hätten dadurch ein stärkeres Bewusstsein dafür. Doch Männer hierzulande seien eher „Gesundheitsmuffel“ und schlechter erreichbar, wenn es um Früherkennungsuntersuchungen gehe.
Während des Kongresses wurde dann auch darüber diskutiert, was getan werden kann, damit mehr Menschen mit Diabetes Vorsorgeangebote nutzen.“ Scherübl, der auch Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes und Krebs“ der DDG ist, fordert unter anderem, alle Diabetespatientinnen und -patienten schriftlich zu den Krebsvorsorgeuntersuchungen einzuladen und Menschen, die Nikotin konsumieren, eine professionelle Tabakentwöhnung anzubieten.
mit Materialien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
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