- Behandlung
Wackelpudding beim Krafttraining
2 Minuten
Wie vermittelt man Nichtdiabetikern, wie sich eine Unterzuckerung anfühlt? Vor allem jenen, die als Entscheider im Gesundheitswesen Unterzuckerungen gern abtun mit: “Die gehören halt dazu!” Wäre da eine Selbsterfahrung nicht sinnvoll, fragt unsere Kolumnistin Jana Einser…
Ein Wackelpudding war nichts im Vergleich zu mir – als ich beim Krafttraining war und meine Zuckerwerte sanken und sanken. Eigentlich waren sie mit dem tiefsten CGM-Wert von 65 mg/dl (3,6 mmol/l) gar nicht so extrem niedrig, aber meine Kraft war völlig dahin. Auch mein Kopf streikte inzwischen. Ich hing nur noch auf den Sportgeräten und dachte: “Was mache ich hier eigentlich?”
Wie vermittelt man Nichtdiabetikern, wie sich eine Unterzuckerung anfühlt?
Ich habe nicht darauf geachtet, aber manch Mittrainierender hat sich bestimmt gewundert, was ich dort getrieben habe – vor allem die, die mich sonst deutlich schwungvoller und energiegeladener kennen. Eine der Trainerinnen sprach mich, als sie mich faulenzend auf einem der Geräte sah, mit einem Grinsen an: “Was ist das denn für eine Trainingseinstellung?” Da sie weiß, dass ich Typ-1-Diabetes habe, hatte sie volles Verständnis für mich. Außerdem kennt sie selbst Situationen mit niedrigen Zuckerwerten und konnte nachempfinden, wie ich mich fühlte.
Wie aber ist es für Menschen, die keinen Diabetes haben oder aus anderen Gründen mit niedrigen Zuckerwerten zu tun haben? Wie können wir denen deutlich machen, was eine Unterzuckerung wirklich mit dem Körper anstellt? Von einem Pharmaunternehmen kenne ich den Versuch, mit einer Brille und einem speziellen Computerprogramm Nichtbetroffenen näherzubringen, wie es sich anfühlt. Aber geht das wirklich? Die Leere im Kopf und die völlige Kraftlosigkeit lassen sich so sicher nicht spüren.
Keiner möchte sich wie Wackelpudding fühlen!
Ich weiß, dass es schwierig sein dürfte, Nichtdiabetiker, die aber beruflich oder privat mit Diabetikern zu tun haben, in eine Unterzuckerung zu bringen. Nur so kann man wirklich spüren, was im Körper passiert – und sich wahrscheinlich wünschen, dass man nie wieder in diese Situation kommt. Aber wäre diese Selbsterfahrung nicht sinnvoll?
Denn sonst werden von vielen, gerade auch von Entscheidern im Gesundheitswesen, Unterzuckerungen gern abgetan mit: “Die gehören halt dazu …” Das stimmt zwar, dennoch sollte man mit jeder Therapie versuchen, Unterzuckerungen so weit wie irgend möglich zu vermeiden – denn sich wie ein Wackelpudding zu fühlen, wünscht sich wahrscheinlich niemand!
von Jana Einser

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (10) Seite 82
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moira postete ein Update vor 22 Stunden, 17 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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