Warum ich meinen Beruf so liebe?

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© Christian Mentzel Wiesbaden
Warum ich meinen Beruf so liebe?

Die Diabetologie ist ein Fach, das sehr viel zu tun hat mit Zuwendung und persönlichen Gesprächen, findet Dr. Hans Langer.

Die Feiertage sind längst vorbei, und diesmal hatte ich Glück: Sehr zur Freude meiner Freundin Gabi konnte ich im Januar einige Tage freimachen– und wir waren in den Bergen zum Skilaufen. Natürlich schneite es des Öfteren, so dass ich am offenen Kamin entweder las oder über das Leben und die Welt nachdachte. Dabei kam mir die Frage, warum ich meinen Beruf im Allgemeinen und die Diabetologie im Besonderen so liebe? Die Antworten darauf fielen mir spontan ein:

Zum einen ist die Diabetologie ein Fach, das sehr viel mit menschlicher Zuwendung und persönlichen Gesprächen zu tun hat – was man zum Beispiel von der Pathologie und der Rechtsmedizin nicht gerade sagen kann. Zum anderen ist es die hohe Kunst, mit viel Erfahrung für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapie zu finden.

Dafür haben wir wahrlich jede Menge Möglichkeiten: Es gibt gute Medikamente, innovative Technologien wie die Insulinpumpen und gute Schulungsprogramme. Außerdem sind gute Diabetologen zumeist auch gute Generalisten, denn die Diabetologie greift in viele Fächer der Medizin ein.

Man muss sich also ständig auf dem Laufenden halten und sich mit neuen Dingen beschäftigen. Das macht einfach Freude.

Schließlich ist die Diabetologie auch eine hocheffektive Medizin: Wenn man bedenkt, dass bei einem Typ-1-Diabetes ohne Behandlung die mittlere Überlebensdauer bei weniger als drei Jahren liegt, so kann man mit der modernen Diabetologie einem Betroffenen die Lebensqualität und die Lebensfreude zurückgeben, die er auch ohne den Diabetes gehabt hätte.

Und last but not least ist die Diabetologie Teamarbeit: Was wäre ich ohne meine Kollegen aus der Diabetesberatung, die Psychologen, die Schwestern und all die anderen in unserer Klinik? Selbst meinen Chef finde ich wichtig … allerdings nicht jeden Tag.

So gesehen, habe ich während des Urlaubs meine Diabetesklinik ein bisschen vermisst. Heute ist mein erster Arbeitstag, und der Stress des Klinikalltags hat mich wieder fest im Griff. Wenn es aber dieses Jahr zu arg wird, lehne ich mich zurück, denke an den Kamin während des Winterurlaubs in den Bergen und erinnere mich, dass ich meinen Beruf doch wirklich liebe.


von Dr. Hans Langer
Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.


Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (2) Seite 74

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    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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