- Behandlung
Wie eine gute Betreuung aussieht
7 Minuten
Wer über viele Jahre einen Diabetes hat sowie keine gute Stoffwechseleinstellung erreicht, hat ein hohes Risiko für ein Diabetisches Fußsyndrom: In dem Fall ist es wichtig, eine Wunde früh zu entdecken und schnell bei Experten vorstellig zu werden.
Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, Verletzungen (Läsionen) an den Füßen zu bekommen: Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) ist eine der häufigsten, schwersten, teuersten und eine der am stärksten vernachlässigten Diabetes-Folgeerkrankungen. Bis zu 10 Prozent der älteren Menschen mit langjährigem Diabetes entwickeln ein DFS mit offenen, nur langsam heilenden Wunden, schweren Hautgewebs- und Knocheninfektionen sowie einem hohen Amputationsrisiko.
Habe ich Risiken?
Hauptrisikofaktoren für das Auftreten eines DFS sind ein langjähriger und schlecht eingestellter Diabetes, ein fortgeschrittenes Lebensalter, das Vorliegen einer diabetischen Nervenschädigung(diabetischen Polyneuropathie) und das Vorliegen einer Durchblutungsstörung(peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, pAVK). Letztere betrifft bei Menschen mit Diabetes vor allem die Unterschenkelarterien und gilt als wichtigster Risikofaktor für eine Amputation.
Durch die diabetesbedingte Schädigung der Nerven kommt es zu einer erhöhten Verletzungsgefahr, da Schmerzen und Druckstellen zum Beispiel durch ungeeignetes Schuhwerk oder spitze Gegenstände nicht mehr rechtzeitig wahrgenommen werden (sensible Neuropathie). Gleichzeitig führt die motorische Neuropathie zu Fußverformungen und Schwielenbildung mit einer krankhaften Druckbelastung, die autonome Neuropathie zu einer verringerten Schweißsekretion.
Es entsteht eine trockene und rissige Haut, Keime können so leichter eintreten. Schon eine kleine Verletzung durch Anstoßen, Barfußlaufen oder ungeeignetes Schuhwerk führt unbemerkt zu einer offenen Fußwunde (Fußulkus) mit Entzündung und Infektion bis hin zur Gewebs- und Knochenzerstörung – vor allem, wenn zusätzlich die Durchblutung des Fußes eingeschränkt ist. Solche schwerwiegenden Befunde sind dann in der Regel nicht mehr konservativ durch Wundmanagement und Ruhigstellung zu behandeln, sondern machen teils eine stationäre Aufnahme mit chirurgischem Eingriff notwendig.
- www.unimedizin-mainz.de/1-med/patienten/stationen/station-503.html
- www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-001cp_S3_Typ-2-Diabetes_Fusskomplikationen_Patientenversion_
01.pdf - www.diabetes-deutschland.de/diabetischesfusssyndrom
- www.diabetes-online.de
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Jeder, der Diabetes hat, sollte daher ein besonderes Augenmerk darauf legen, Fußwunden zu verhindern und früh zu erkennen. Man kann solche Probleme nahezu völlig ausschließen, zumindest abschwächen, wenn man gut informiert und gut eingestellt ist, regelmäßig für die Fußpflege zu einem qualifizierten Podologen geht, wenn eine Diagnose früh gestellt und eine Wunde konsequent behandelt wird.
Auch wenn es bereits zu einer Schädigung des Fußes gekommen ist, kann eine Amputation verhindert oder ihr Ausmaß reduziert werden: durch eine konsequente interdisziplinäre Behandlung unter Einsatz eines effektiven Wund- und Infektionsmanagements und nach Sicherstellung einer ausreichenden Durchblutung mit Hilfe radiologischer oder operativer Gefäßeingriffe. Die Funktionsfähigkeit des Fußes kann so weitgehend erhalten bleiben.
Angehörige vieler Berufe arbeiten zusammen
Entscheidend ist, dass verschiedene Versorgungsebenen und unterschiedliche Berufsgruppen zusammenarbeiten – nur so können Patienten mit einem operationsbedürftigen Stadium eines DFS erfolgreich stationär betreut werden.
Das Behandlungsergebnis kann deutlich verbessert und die Amputationsrate gesenkt werden, wenn Hausärzte und Krankenhausärzte strukturiert zusammenarbeiten und kommunizieren – und wenn außerdem die Patienten mit DFS stationär betreut werden durch ein multidisziplinäres Team, bestehend aus Diabetologen, Angiologen, Radiologen, Gefäßchirurgen, Wundassistenten, Diabetesberaterinnen, zertifizierten Schuhmachern und Podologen. Im Idealfall geschieht dies im Rahmen qualitätsgesicherter Behandlungseinrichtungen und Strukturen, wie sie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz seit Jahren auf ambulanter und stationärer Ebene umgesetzt werden.
… und vor dem Krankenhaus?
Die Betreuung von Patienten mit einem DFS sollte idealerweise durch regelmäßige Besuche bei einem mit der Behandlung des DFS erfahrenen niedergelassenen Diabetologen erfolgen: Wird eine Krankenhausbehandlung erforderlich? Muss womöglich operiert werden? Dies soll früh erkannt werden. Ideal ist, wenn man vor oder nach einer stationären Behandlung betreut wird durch eine (an das stationäre Zentrum angegliederte) diabetologische Fußambulanz. Ein stationärer Aufenthalt wird so medizinisch effektiv und so kurz wie möglich.
Ideal: Fußambulanz
Liegt kein akuter Notfall vor, werden die Patienten mit komplexen und kritischen Fußwunden zunächst in der Fußambulanz vorgestellt. Hier werden im ersten Schritt eine detaillierte Krankengeschichte erhoben, die Füße inspiziert, die Berührungs-, Vibrations- und Schmerzempfindung getestet, die Hautbeschaffenheit und Hauttemperatur untersucht sowie mögliche Fußverformungen erfasst und die Durchblutung der Füße durch Tasten der Fußpulse sowie durch eine Doppler-ultraschallunterstützte Verschlussdruckmessung untersucht.
Die Wunde wird für den weiteren Verlauf fotografisch dokumentiert, ein mikrobiologischer Abstrich wird durchgeführt und die Wundtiefe wird sondiert. Bei ausreichender Durchblutung werden nach DesinfektionWundbeläge und abgestorbenes/infiziertes Gewebe entfernt(lokales Wunddébridement). Dies ist für den Betroffenen auch ohne lokale Betäubung fast immer schmerzlos aufgrund der Neuropathie. Anschließend wird die Wunde stadiengerecht verbunden, und der Patient erhält einen Verbandsschuh zur maximalen Wundentlastung, meist im Rahmen einer eingeschränkten Bettruhe. Bei klinisch infizierter Wunde wird eine standardisierte antibiotische Therapie verordnet, die später abhängig vom Ergebnis des mikrobiologischen Wundabstriches ggf. angepasst wird.
Wird eine geplante spätere stationäre Behandlung nötig? Oder notfallmäßig sofort? Im Rahmen der ambulanten Erstvorstellung wird darüber entschieden und mit dem Patienten besprochen. Gründe für eine stationäre Behandlung sind: eine große infizierte Wunde mit Entzündung von Fußteilen (Phlegmone) oder, wenn bei schwerer Infektion ein Antibiotikum intravenös gegeben werden muss, oder bei einer schweren Knocheninfektion(Osteomyelitis), abgestorbenen Gewebsteilen(Nekrosen) sowie wenn eine hochgradige Durchblutungsstörung mit nichtheilender Wunde oder Amputationsgefahr vorliegt.
Nächste Seite: vor und nach der Operation +++ Reha-Klinik? Pflegedienst? Prothese? +++ Engagement des Betroffenen
Vor der Operation
Voraussetzung für die Heilung aller Fußläsionen bei Diabetikern ist eine ausreichende Durchblutung – bei einer stationären Behandlung und vor jeder Fußoperation also wichtig: Check der Durchblutung, sprich eine ausführliche Gefäßdiagnostik, um zu klären, ob man radiologisch oder gefäßchirurgisch eingreifen muss. Hierdurch wird das optimale Vorgehen festgelegt.
Auch vor einer geplanten Amputation oder einer ausgedehnten chirurgischen Wundoperation muss die arterielle Gefäßversorgung des Fußes bekannt sein. Durchgeführt wird also meist eine komplette arterielle Gefäßdiagnostik der Beine mit speziellen Ultraschalluntersuchungen (farbkodierter Duplexsonographie) und Messung der Sauerstoffkonzentration im Bereich der Wunde.
So kann man einschätzen, ob eine Gefäßoperation nötig ist. Hierzu gehört bei Auffälligkeiten in der angiologischen Untersuchung auch eine Gefäßdarstellung der Ober- und Unterschenkel- und der Fußgefäße mittels Computertomographie oder Magnetresonanztomographie (auch bekannt als Kernspintomographie) – und womöglich die direkte Darstellung durch Einspritzen von Kontrastmittel in die Arterien (Angiographie). Die Befunde sollten idealerweise besprochen werden im Rahmen eines interdisziplinären Kolloquiums unter Beteiligung von Angiologen, Radiologen, Diabetologen und Gefäßchirurgen. Das weitere Vorgehen sollte in dieser Runde festgelegt werden.
Es gibt klassische operative Verfahren zur Wiederherstellung der Durchblutung des Fußes durch einen Venenbypass (Gefäßbrücke). Daneben gibt es katheterunterstützte radiologische Interventionsmöglichkeiten mit Gefäßdehnung und Stent-Einlagen. Ergänzend Aufschluss geben meist eine ergänzend durchgeführte Röntgen- und eine Magnetresonanztomographie des Fußes über die Fragen: Wie groß ist die Infektion? Ist der Knochen beteiligt?
Erst nach Sicherung/Wiederherstellung einer guten Durchblutung kann die Wunde operativ angegangen werden. Bei diesen Operationen werden häufig infizierte Knochen oder Gewebsteile entfernt und abgestorbenes Gewebe wie einzelne Zehen funktionserhaltend amputiert, eine extensive Wundreinigung vorgenommen und ein Vakuum-Saugverband zur kontinuierlichen Absaugung des Wundsekrets (VAC-Pumpe) angelegt.
Eine diabetische Fußverletzung kann nur dann erfolgreich abheilen, wenn die Wunde regelmäßig und stadiengerecht gepflegt wird, wenn die Wunde (meist intravenös) antibiotisch behandelt wird und wenn die Fußwunde vollständig druckentlastet wird (was oft nur mit konsequenter Bettruhe geht). Voraussetzung des Ganzen ist natürlich eine ausreichende Blutversorgung.
- tägliche Fußinspektion
- tägliche Fußhautpflege
- monatliche medizinische Fußpflege
- adäquates Schuhwerk
- sofort zum Arzt bei neu aufgetretener Fußwunde
- optimale Blutzuckereinstellung, Blutdruckeinstellung, Rauchverzicht
Im Rahmen der interdisziplinären Versorgung spielen die Internisten/Diabetologen eine zentrale Rolle: Wichtige Aufgaben im Rahmen der stationären Versorgung der Patienten mit DFS sind Koordination der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, eine gute Blutzucker- und Blutdruckeinstellung, die tägliche Wundversorgung (meist durch ein besonders geschultes Wundteam unter Anleitung des Diabetologen), eine adäquate Antibiose, die intensive unterstützende und aufklärende Gesprächsführung mit dem Patienten und den Angehörigen sowie die Labordiagnostik und die Optimierung der meist vielfältigen Begleiterkrankungen der sehr schwer kranken Patienten.
Nach der Operation
Nach der Operation erfolgt die Betreuung im optimalen Fall auch weiter interdisziplinär. Im Rahmen täglicher interdisziplinärer Visiten unter Beteiligung der Internisten, Gefäßchirurgen sowie der Pflege- und Assistenzfachkräfte werden der Heilungsverlauf engmaschig überwacht und mögliche Komplikationen rechtzeitig erfasst.
So wird nach Anlage eines peripheren Bypasses (meist von der Oberschenkelarterie zu Arterien im Bereich des Kniegelenks oder des Fußes) besonderer Wert gelegt auf eine ausreichende Blutverdünnung, um einen gerinnungsbedingten Verschluss der neuangelegten Gefäßversorgung zu verhindern, und eine regelmäßige Inspektion der Operationswunde durch den Operateur, um mögliche Wundheilungsstörungen oder Nachblutungen zu erfassen und rasch zu behandeln.
Reha-Klinik? Pflegedienst? Prothese?
Bereits jetzt muss geklärt werden: Steht eine Anschlussheilbehandlung in einer Rehabilitationsklinik an? Wird ein häuslicher Pflegedienst nötig? Oder bei guter Wundheilung eine individuelle Schuhversorgung? Oder nach Amputationen eine optimale Versorgung des Patienten mit individuell angepassten Prothesen? Dies alles ist natürlich abhängig von der häuslichen Versorgungssituation des Patienten und der zu erwartenden Mobilität nach Abheilung der Wunde.
In dem Zusammenhang ist sehr wichtig ein effektives Entlassmanagement – eingebunden werden müssen der Sozialdienst, der Krankengymnast, der Orthopädieschuhmacher/-techniker und der Sanitätsfachhandel (zur Versorgung mit Gehhilfen und Rollstuhl). Dies hilft, das Risiko für eine Wundheilungsstörung oder ein Wiederauftreten des DFS zu reduzieren.
Nach der Operation: ambulante Betreuung und Vorbeugung erneuter Probleme
Nach Entlassung wird die Wundheilung im Idealfall überwacht und betreut bei regelmäßigen Terminen in einer ambulanten Fußbehandlungseinrichtung. Wichtig ist ein enger Dialog zwischen der Klinik, dem Hausarzt und dem versorgenden Pflegedienst. Patienten sollten nun täglich die Füße inspizieren – oder die Inspektion sollte sichergestellt werden durch Angehörige oder Pflegepersonal.
Kernbestandteil einer erfolgreichen Verhinderung des Wiederauftretens von Fußwunden (Sekundärprophylaxe) sind die regelmäßigen fachpodologischen Komplexbehandlungen, die vom Arzt rezeptiert und 3-mal pro Quartal durchgeführt werden sollten, sowie die tägliche Fußhautpflege. Dies beinhaltet (neben der Inspektion) vor allem das tägliche Eincremen mit Creme/Schaum mit Harnstoff oder einer Fettsalbe unter Auslassen der Zehenzwischenräume sowie das Abtragen von Hornhautschwielen und die fachgerechte Nagelpflege im Rahmen der podologischen Komplexbehandlung.
Die Schuhe …
Die optimale Schuhversorgung spielt eine Schlüsselrolle beim Verhindern des Auftretens neuer Wunden. Durch eine diabetesadaptierte, individuell angefertigte Fußbettung in einem konfektionierten Diabetes-Schutzschuh erreicht man eine Druckentlastung der Risikostellen – ein Schutz vor weiteren Verletzungen oder Druckstellen.
Was hilft, wenn Verletzungen wiederholt auftreten? Oder wenn Fußverformungen ausgeprägt sind? Hier kommen weitere schuhtechnische Anpassungen in Frage wie eine Sohlenversteifung bis hin zum aufwendigen orthopädischen Maßschuh nach Teilamputationen oder bei ausgeprägten Fußverformungen. Bei tiefen, verzögert heilenden Wunden der Fußsohle kann auch eine längerfristige Druckentlastung mit Hilfe von Orthesen notwendig sein, die zumindest eine Teilmobilisierung des Patienten möglich machen. Dabei wird eine Druckentlastung der Fußsohle durch Umverteilung des Körpergewichts auf den gesamten Unterschenkel erreicht – mit Hilfe einer stiefelartigen, kniehohen Unterschenkelschienung oder eines individuell angefertigten Gipsverbandes.
Engagement des Betroffenen!
In der Regel kann so auch bei ausgedehnten Läsionen noch ein für den Patienten zufriedenstellendes Ergebnis erreicht und eine Amputation vermieden werden; das A und O ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen, diabetologisch tätigen Arzt und einer stationären multidisziplinären Fußbehandlungseinrichtung. Allerdings hängen langfristiger Heilungserfolg und Vermeidung erneuter Wunden maßgeblich auch ab von der optimalen Schulung und der Mitarbeit des Patienten sowie von einer konsequenten ambulanten interdisziplinären Nachsorge.
- Das Diabetische Fußsyndrom ist eine häufige und bedrohliche Komplikation nach jahrelang schlecht eingestelltem Diabetes mellitus.
- Wichtig sind eine frühe Diagnose und Behandlung im spezialisierten interdisziplinären Rahmen.
- Bei Komplikationen ist eine stationäre Versorgung notwendig, möglicherweise mit operativer Verbesserung der Durchblutungssituation.
- Grundbestandteile der Wundversorgung sind neben der lokalen Behandlung die Druckentlastung, die Infektionsbekämpfung und die Optimierung der Blutversorgung.
- Nach erfolgter Wundheilung ist auf eine effektive Nachsorge zu achten, um erneuten Problemen vorzubeugen
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- Wie eine gute Betreuung aussieht
- Gibt es Alternativen zur Amputation?
- “Kann ich danach noch laufen?”
von Prof. Dr. med. Matthias Weber und PD Dr. Anca Zimmermann
Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz, E-Mail: zimmermann@uni-mainz.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2015; 64 (2) Seite 16-21
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 4 Tagen, 19 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 4 Tagen, 18 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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