- Bewegung
3 Gründe für mehr Sport
3 Minuten

Ausreichende körperliche Aktivität ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsprävention. Wer pro Woche 2,5 Stunden moderat körperlich aktiv ist, bemerkt gleich 3 positive Effekte auf 1. den Körper, 2. das Gewicht und 3. die Psyche! Soweit die Theorie und Empfehlung, der Ist-Zustand in Deutschlan ist erschreckend. Unter den Erwachsenen schaffen gerade mal 15 % der Frauen und 25 % der Männer die empfohlenen 2,5 Stunden pro Woche.
Im Rahmen des 17. Wissenschaftlichen Workshops des gemeinnützigen IDE stand die körperliche Bewegung in Deutschland, Änderungen des Nährstoffbedarfes in Folge sportlicher Aktivitäten und die Konsequenzen für die Ernährungspraxis im Mittelpunkt.
- Unstrittig ist aus Sicht der Wissenschaftler, dass körperlich aktive Menschen weit besser vor Zivilisationskrankheiten unserer Zeit geschützt sind.
- Maßnahmen der Nahrungsergänzung entbehren im Breitensport jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und sind auch im Leistungssport überflüssig.
- Sowohl ein erhöhter Protein- oder Kohlenhydratbedarf als auch ein hoher Bedarf an Vitaminen und Mineralien sind durch normale Lebensmittel und Getränke zu decken.
- Verbotene Substanzen oder illegale Beimengungen in Nahrungsergänzungsmitteln und Schlankheitsmitteln bergen hohe gesundheitliche Risiken für Freizeit- und Leistungssportler.
- In Deutschland wird in Gesundheitsprävention kaum Geld investiert, obwohl weltweit Gesundheitsökonomen für die Investition in mehr Prävention plädieren.
Empfehlung: Erwachsene sollten an fünf Tagen pro Woche mindestens 30 Minuten moderat körperlich aktiv sein; das entspricht einem Minimum von 150 Minuten pro Woche. Alternativ sind 75 Minuten pro Woche intensive Ausdauerbelastung zu empfehlen. Die Aktivitäten sollten in Einheiten von mindestens 10 Minuten erfolgen und über die Woche verteilt werden.
Alltag in Deutschland: Die Bewegung von Kindern im Alltag hat in den letzten Jahren im Mittel um 7 % abgenommen. Nur 27 % der Mädchen und Jungen kommen auf die empfohlenen 60 Minuten körperliche Aktivität pro Tag. Unter den Erwachsenen schaffen gerade mal 15 % der Frauen und 25 % der Männer die als Minimum empfohlenen 2,5 Stunden pro Woche.
Folgen: Weltweit ist ein Anstieg der Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas zu beobachten. In Deutschland sind zur Zeit 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig.
Energie: Der Verbrauch von Energie beim Sport wird von Menschen eher überschätzt, der Energiegehalt von Lebensmitteln eher unterschätzt.
Nahrungsergänzungsmittel: Der Einsatz von Nahrungsergänzungspräparaten ist für viele Sportler an der Tagesordnung. Obwohl der Nutzen fraglich ist, konsumieren 67 bis 91 % der Leistungssportler Nahrungsergänzungsmittel, am häufigsten Vitamin- und Mineralstoffpräparate, oft mehrere Produkte gleichzeitig.
Proteinbedarf: Der Freizeitsportler kommt mit 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht aus. Das entspricht der Empfehlung für die Allgemeinbevölkerung. Ausdauer- und Kraftsportler brauchen höhere Mengen: 1,2 bis 1,7 g/kg KG. Bei ausreichender Energiezufuhr kann dieser Proteinbedarf über Lebensmittel gedeckt werden. Für eine Zufuhr von mehr als 2,5 g/kg KG gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.
Kohlenhydratbedarf: Der Freizeitsportler braucht bei leichtem Training 3-5 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht (entspricht der allgemeinen Empfehlung für die Bevölkerung). Die Dauer der sportlichen Aktivität bestimmt dabei stark den Bedarf. Bei einer Stunde Training täglich erhöht sich der Kohlenhydratbedarf auf 5-7 g, bei täglich bis zu drei Stunden Training sind es 6-10 g Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht.
Präventionsausgaben: In Deutschland wird eindeutig zu wenig Geld für Gesundheitsprävention investiert. Dem Präventionsbericht 2014 zufolge investierten die Krankenkassen im Jahr 2013 insgesamt 3,82 € je Versicherten. Im Jahr 2009 waren es 4,44 Euro pro Kopf und Jahr. Die derzeitigen jährlichen Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention machen gerade einmal zirka 0,1 % aller Behandlungsausgaben für Krankheiten aus.
Die möglichen Rekorde der menschlichen Muskulatur sind bemerkenswert: Der Mensch kann über 2,40 Meter hoch und fast neun Meter weit springen, 100 Meter in weniger als zehn Sekunden sprinten und einen Speer beinahe 100 Meter weit werfen. „Man muss aber kein Leistungssportler sein.“, stellt Prof. Wolfram, Vorsitzender des Institut Danone fest. „Im Alltag sollte für die meisten Menschen moderate und regelmäßige Bewegung das Ziel sein. Wer pro Woche, auf 5 Tage verteilt, ca. 150 Minuten sportlich aktiv ist, kann von positiven Gesundheitseffekten des Breitensports auf Körper, Gewicht und Psyche profitieren.“
Ein Bericht über diesen Workshop mit Kurzfassungen zu allen wissenschaftlichen Vorträgen kann kostenlos in der IDE-Geschäftsstelle angefordert werden. Die Vorträge dieses Workshops werden 2016 in der Zeitschrift „Aktuelle Ernährungsmedizin“ veröffentlicht. Detaillierte Informationen zu aktuellen Projekten des IDE erhalten Sie auf www.institut-danone.de.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community

7 Minuten
- Behandlung

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße