- Bewegung
4: 3-Sieg für den Diabetes
3 Minuten
Im Sinne der Diabetes-Aufklärung spielten am Dienstagabend in Berlin die beiden Fußballteams des FC Bundestag und des FC Diabetologie gegeneinander. Dass der Diabetes bei dem Spiel unabhängig vom Ergebnis siegen würde, war vorher klar.
Daum, Litti, Oppermann
Prominente und Politiker engagierten sich medienträchtig in Worten und Werken für die Diabetes-Aufklärung – wie Weltmeister Pierre „Litti“ Littbarski, Meistertrainer Christoph Daum oder Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Trotzdem gab es natürlich ein Endergebnis: 4:3 für den FC Diabetologie hieß es.
Bärenstarker FC Bundestag
Die ganze Wahrheit lautet: Im Vorjahr gab es ein Hinspiel, das die bärenstarken Bundestags-Kicker mit 4:0 für sich entschieden. Kein Wunder: Der FC Bundestag trainiert regelmäßig, bestreitet 20 Fußballspiele pro Jahr – jeweils Benefizspiele für Sozialprojekte, für Benachteiligte, für Aufbauarbeit und Aufklärung. Der FC Diabetologie hingegen setzt sich zusammen aus Diabetes-Experten, aus Diabetikern und Sympathisanten:
Maßnahme gegen Trainingsrückstand: Verstärkungen
Mit an Bord sind zum Beispiel Dr. Meinolf Behrens, Dr. Karsten Milek und Priv.-Doz. Dr. Erhard Siegel (allesamt Diabetes-Journal-Autoren) – aber auch Diabetiker wie Daniel Schnelting und Ulrike Thurm. Der FC Diabetologie macht übrigens seinen Trainings-Rückstand wett, indem er sich Verstärkung holt von Ex-Profis wie Martin Max und Ingo Anderbrügge (beide Schalke 04). Und eben Meistertrainern wie Christoph Daum…oder für mentale Unterstützung auch Weltmeister Pierre Littbarski.
Weltmeister Pierre Littbarski …
… beschreibt seine Rolle so: „Ich glaube, es ist für die Spieler des FC Diabetologie einfach angenehm, einen Sportler dabeizuhaben, zumindest mental – denn leider hat mich eine Verletzung am Mitspielen gehindert.“ Litti selbst hat gute Bekannte, die aufgrund des Diabetes „vom einen auf den anderen Tag ihr Leben vollkommen umstellen mussten. Ich weiß, wie schwer das ist. Leider beschäftigt man sich heute immer nur mit Krankheiten, wenn man selber betroffen ist.“
Die Nacht von Sevilla
Das Diabetes-Fußballspiel sieht er als wichtig an, weil man „wenn auch nur im kleinen Maße damit beitragen kann, dass Leute testen gehen, sich untersuchen lassen und vielleicht auch etwas bewusster leben“. Sein fußballerisches Highlight? „Natürlich erinnert man sich gerne an Spiele wie das WM-Finale 1990 in Rom. Aber ich habe noch mal einen anderen Maßstab…“, sagt Litti, der Fußball-Techniker, „…mein Lieblingsspiel war 1982 im WM-Halbfinale gegen Frankreich.“
Die Nacht von Sevilla bot damals den legendären Zusammenprall Toni Schumachers mit Battiston, ein Fallrückzieher-Tor von Klaus Fischer in der Verlängerung sowie das Führungstor durch Litti und ein weiteres im Elfmeterschießen. Und den deutschen Einzug ins Finale.
Kleine Schritte für große Erfolge
Litti war erstmals 1974 bei einer WM dabei: als Balljunge im Spiel DDR gegen Chile. Was sagt er einem Kind mit Diabetes, das auch Träume hat wie er damals? „Speziell wenn man eine Krankheit hat, muss man sich kleine Ziele setzen. Sich Stück für Stück nach vorne arbeiten. Man kann eine Krankheit natürlich auch besiegen durch die Hilfe der Familie – aber man muss selber immer wieder versuchen, positiv nach vorne zu schauen.“ Kleine Schritte, sagt Litti, sind geeignet, um zu großen Erfolgen zu kommen.
Thomas Oppermann (SPD): „das schönste Tor!“
Der lauf- und spielstarke SPD-Mann Thomas Oppermann sprach so: „Der FC Diabetologie war heute kampfstark, hat es immer wieder geschafft, gefährlich vor das Tor des Bundestages zu kommen und ihn herauszufordern. – Aber wir haben das schönste Tor des Spiels geschossen.“ Nach einer Glanztat des FCD-Kapitäns und Torhüters Prof. Thomas Danne versenkte ein Stürmer des Politiker-Teams den Abpraller mit einem absurden 20-m-Knaller unhaltbar.
Den Diabetes ins Abseits
Wie kann man den Diabetes ins Abseits stellen? Oppermann: „Wenn wir insgesamt mehr Prävention machen und die Beratung und Betreuung von Patienten so weit verbessern, dass Diabetes keine ganz große Sache mehr für die betroffenen Menschen ist.“ Auch der SPD-Bundestags-Fraktionsvorsitzende hat Diabetes-Erfahrung – einen Freund, der Insulin spritzt. Und mit dem er öfter gemeinsam unterwegs ist: „Er hat gut gelernt, damit umzugehen. Aber wenn wir ein paar Tage gemeinsam wandern gehen, ist das für ihn immer eine gewisse Beeinträchtigung.“
Oppermann und das Team rund um Kapitän Dr. Marcus Weinberg (CDU) wollen mit solchen Sportereignissen Signale setzen für einen besseren Schutz vor oder einen besseren Umgang mit Diabetes.
Veranstalter der gelungenen Aktion war diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und das Team rund um Nicole Mattig-Fabian. Und finanziell unterstützt wurde der Kick durch die Unternehmen AstraZeneca und Novo Nordisk sowie durch den Verband der Diagnostica-Industrie.
Mehr dazu im nächsten Diabetes-Journal.
von Günter Nuber
Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
