- Bewegung
Bewegung am Schreibtisch tut Körper und Seele gut
3 Minuten
Das Institut für Arbeitsschutz und die Deutsche Sporthochschule belegen anhand der Ergebnisse einer Praxisstudie die positiven physiologischen und psychologischen Effekte von dynamischen Arbeitsstationen.
Unsere Arbeitswelt wird immer digitaler; das bedeutet aber auch: Die Zahl derer, die im Sitzen arbeiten, steigt und damit die Gefahr von Gesundheitsschäden durch mangelnde Bewegung. Das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS Köln) haben in einer gemeinsamen Praxisstudie mit der Deutschen Telekom AG nachgewiesen, dass speziell bewegungsfördernde Arbeitsstationen im Büro nicht nur gut angenommen werden, sondern auch körperlich und psychisch förderlich sein können.
Büroangestellte sitzen insgesamt elf Stunden pro Tag
Nach Zahlen der Deutschen Krankenversicherung aus dem Jahr 2016 sitzen Deutsche mit Bürojobs durchschnittlich elf Stunden pro Tag. In Deutschland arbeiten inzwischen deutlich mehr als 40 Prozent der Beschäftigten an solchen bewegungsarmen Arbeitsplätzen. Hinzu kommen lange Anfahrtswege zur Arbeitsstelle. Und auch die Freizeitgestaltung ist immer öfter von Bewegungsmangel vor dem Fernseher oder dem Computer geprägt.
Die gesundheitlichen Folgen: chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, ein erhöhtes Risiko für Typ-II-Diabetes, Übergewicht, Muskel-Skelett-Beschwerden durch körperliche Unterforderung und einseitige Haltungen, aber auch psychische Effekte wie depressive Verstimmungen oder Antriebsarmut.
Bewegung am Schreibtisch verhindert Stress- und Beanspruchungszustände
„Marktübliche Konzepte zur Bewegungsförderung verknüpfen die Schreibtisch- und Computerarbeit mit leichten Radfahrbewegungen. Unsere Studienergebnisse (Hintergründe zum Studienaufbau: siehe nachfolgenden Kasten) zeigen, dass diese bewegungsfördernden Arbeitsstationen tatsächlich positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben“, sagt Professor Dr. Rolf Ellegast, stellvertretender IFA-Leiter.
Studienaufbau
Das IFA hat bereits 2005 damit begonnen, Möglichkeiten der Bewegungsförderung im Büro zu untersuchen, zunächst mit Blick auf die Eignung aktivierender Bürostühle. In der Folge haben Fachleute des Institutes ein Bewegungsmesssystem zur Analyse der physischen Aktivität entwickelt und Laborstudien an dynamischen Büroarbeitsplätzen durchgeführt.
Der aktuellen Feldstudie gingen Untersuchungen im Labor mit einem kleinen Probandenkollektiv von 12 Personen voraus. Die dabei ermittelten Ergebnisse sollten in der Praxis evaluiert werden, da der Kenntnisstand zur Nutzung innovativer dynamischen Arbeitsstationen in realen Büroumgebungen sehr begrenzt ist. Auch ist wenig zu den physiologischen und psychologischen Effekten solcher Bewegungsangebote in der Praxis bekannt, obgleich die Studienlage zu dynamischen Arbeitsstationen bis in das Jahr 1989 zurückreicht.
Ziel der Forschung war es deshalb, Nutzungseffekte und Nutzungsbedingungen im Feld zu untersuchen. Auch sollten verschiedene dynamische Stationen hinsichtlich dieser Aspekte miteinander verglichen werden. Dazu kooperierte das IFA mit der Sporthochschule Köln als Forschungspartner und mit der Deutschen Telekom AG, die Probanden und Büroumgebung stellte.
Die Studie bestand aus drei getrennten Untersuchungsteilen:
- Objektive Verhaltenserfassung zur Ausleihe und Nut¬zung dynamischer Arbeitsstationen.
- Physiologische Untersuchung, um Beanspruchungsunterschiede zwischen Nutzung und Nicht-Nutzung zu messen.
- Psychologischer Untersuchung von drei Aspekten:
- – Bewertung der Intervention (z. B. Nutzbarkeit, Handhabbarkeit, subjektiv erlebte Effekte)
- – Befindlichkeitseffekte über die gesamte Interventionszeit (vorher/nachher)
- – Unmittelbare Befindlichkeitseffekte eines einzelnen Nutzungszeitraumes.
Durch die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom AG ergab sich die Grundgesamtheit der Teilnehmenden aus Beschäftigten des Unternehmens. Die Betroffenen arbeiteten in einer administrativen Abteilung der Konzernzentrale, wo sie mit Bildschirmarbeit und Lese- und Schreibaufgaben betraut sind.
Insgesamt nahmen 30 Personen (13 Frauen, 17 Männer) an der Untersuchung teil. Sie waren durchschnittlich 43 Jahre (SD = 11,5 Jahre) alt mit einem durchschnittlichen
BMI von 24,4 (SD = 6,6). Die Teilnahme an allen Datenerhebungen war freiwillig und konnte jederzeit beendet werden. Zum Vergleich der Daten diente eine Kontrollgruppe aus einer weiteren Abteilung des Unternehmens.
Für den Zeitraum von sechs Wochen mit insgesamt 28 regulären Arbeitstagen standen den Teilnehmenden acht dynamische Arbeitsstationen zur Ausleihe zur Verfügung. Vier davon waren mobile Untertischgeräte mit einer elliptischen Beinbewegung. Die weiteren vier waren mobile Fahrradergometer mit einer aufrechten Sitzposition, die an höhenverstellbaren Schreibtischen eingesetzt werden können.
Ein speziell entwickeltes System erfasste die Dauer der Geräteausleihe durch eine bestimmte Person. Fahrradsensoren registrierten die tatsächliche Länge der Nutzung.
Die untersuchten bewegungsfördernden Arbeitsstationen sind am Markt käuflich erhältlich. Dem IFA erwachsen aus den Studienergebnisse keine finanziellen Vorteile.
„Wenn Beschäftigte die Arbeitsstationen nutzen verbessern sich Stimmung und Arbeitsbereitschaft merklich“, so Prof. Jens Kleinert, Leiter des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule. Die Kölner konnten außerdem zeigen, dass die Effekte der Geräte von der Trainingshäufigkeit abhängen. „Dreimal pro Woche muss schon sein, damit das Wohlbefinden langfristig profitiert“, so Kleinert. Es scheint so zu sein, dass in diesen Fällen die regelmäßige Bewegung am Schreibtisch das Aufschaukeln von Stress- und Beanspruchungszuständen verhindern kann.
Energieumsatz und Herzfrequenz waren an dynamischen Arbeitsplätzen höher
Auch körperliche Veränderungen waren in der untersuchten Gruppe von 30 Beschäftigten der Deutschen Telekom AG über einen Zeitraum von sechs Wochen an realen Arbeitsplätzen nachweisbar So waren Energieumsatz und Herzfrequenz der Testpersonen an dynamischen Arbeitsplätzen statistisch signifikant höher als bei normaler Arbeit im Sitzen.
Ellegast vom IFA: „Die Weltgesundheitsorganisation fordert zur Gesunderhaltung von Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate bis intensive Aktivität pro Woche. Diese Forderung erfüllen die Probanden, wenn sie die untersuchten Arbeitsstationen täglich gut eine Stunde nutzen. Aus unserer Sicht haben damit solche Arbeitsplatzkonzepte das Potenzial, Übergewicht vorzubeugen.“
In der Studie, die auf Voruntersuchungen des IFA im Labor aufbaute, konnten die Forscher der Deutschen Sporthochschule zudem zeigen, dass Beschäftigte in der Praxis dynamische Arbeitsstationen gut annehmen und positiv bewerten. Ellegast: „Bei unserem Studienpartner, der Deutschen Telekom AG, haben die Ergebnisse die Entscheidung begründet, zukünftig größere Stückzahlen solcher Arbeitsstationen einzusetzen. Wir hoffen, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen.“
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Sporthochschule Köln
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 1 Tag, 3 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 1 Tag, 2 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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