Der Mix macht’s!

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© Sylvia Klus
Der Mix macht’s!

Gesundheitsstudios werden immer beliebter. Was macht das Training in einem solchen Studio aus? Warum trainieren gerade Menschen mit Diabetes im Gesundheitsstudio? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Diabetes-Journal eine neue Serie gestartet.

Diesen Artikel aus dem Diabetes-Journal 12/2014 hat Dr. Meinolf Behrens geschrieben. Er ist Diabetologe und Sportmediziner, arbeitet im Diabeteszentrum Minden und engagiert sich beim Diabetes Programm Deutschland, einem betreuten Laufprogramm für Diabetiker (www.diabetes-programm-deutschland.de). Seit 2014 verstärkt er das Redaktionsteam des Diabetes-Journals.

Brigitte Koch (65 Jahre), Ingrid Flechtner (59), Alfons Karrer (60) und Alfons Varel (67) trainieren seit Jahren im Gesundheitsstudio INJOY Lingen, einem von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierten Fitness- und Gesundheitsstudio. Ob Kraft-Ausdauer-Training in modernen Trainingszirkeln, Spinning, funktionelles Training, Yoga oder Zumba – unter der qualifizierten Anleitung ihrer Diabetesübungsleiterin Anja Övermöhle haben alle vier Sportler ihre Fitnessdisziplinen gefunden.

Ein guter Einstieg: Gerätetraining

Welches Training wähle ich zum Einstieg? Wie intensiv trainiere ich zu Beginn? Was kann ich meinem Körper und meinem Diabetes zumuten? Und vor allem: Was macht mir Spaß? Solche und ähnliche Fragen haben sich auch die vier gestellt, als sie vor einigen Jahren im Gesundheitsstudio Injoy Lingen mit dem Training eingestiegen sind. „Dank unserer Trainerin Anja war das alles kein Problem“, betont Alfons Karrer nicht ohne Stolz.

Trainieren mit Diabetes-Sachverstand

Anja Övermöhle ist Diabetesübungsleiterin im Injoy Lingen, einem von der Deutschen Diabetes Gesellschaft zertifizierten Fitness- und Gesundheitsstudio. „Ein ärztlicher Gesundheitscheck ist zunächst natürlich erforderlich. Danach aber sind wir Trainer gefragt“, so Anja Övermöhle. Eine individuelle Trainingsberatung und -steuerung ist sehr wichtig für einen nachhaltigen Trainingserfolg.
Davon profitiert auch Alfons Karrer, der seinen Typ-2-Diabetes seit 9 Jahren hat. Der Biomediziner im Vorruhestand, der unter anderem für zwei große Pharmaunternehmen gearbeitet hat, weiß gerade wegen seiner beruflichen Qualifikation um den hohen Stellenwert regelmäßiger körperlicher Aktivität für seine Gesundheit. Dreimal pro Woche für ca. 2 Stunden trainiert Alfons Karrer im Injoy Lingen. 22 kg Körpergewicht hat er bereits durch das regelmäßige Training verloren. Der HbA1c-Wert liegt um 6 Prozent – aber noch viel wichtiger: Alfons Karrer ist richtig fit geworden! „Der Einstieg mit einem Körpergewicht von 137 Kilogramm war nicht einfach“, erinnert sich Alfons Karrer.


Nächste Seite: Sicher trainieren – ohne Verletzung +++ Was das Qualitätssiegel “Fitness-Training für Diabetiker” beinhaltet +++ So geht es weiter mit der Serie “Indoor aktiv” im Diabetes-Journal

Sicher trainieren – ohne Verletzung

„Man kann nicht laufen, um fit zu werden. Man muss bereits fit sein, wenn man laufen möchte“, wird der international anerkannte Fitnesstrainer Michael Boyle zitiert. Genau aus diesem Grund hat Anja Övermöhle für Alfons Karrer zunächst ein Trainingsprogramm in einem Kraft-Ausdauer-Zirkel ausgearbeitet. Trainiert werden an sechs Geräten die großen Muskelgruppen. Zusätzlich eingebaut in den Zirkel sind ein Crosswalker und ein Fahrradergometer zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems.

Die Trainingsgeräte sind elektronisch gesteuert. Die Grundeinstellungen auf die individuellen Körpermaße, Belastungsintensität und -umfang werden auf einer Chipkarte gespeichert. Trainingsdaten sind so jederzeit für Sportler und Trainer abrufbar. „Kraft-Ausdauer-Training im Zirkel ist einfach ideal für den Einstieg in ein regelmäßiges Training – insbesondere auch bei bestehenden Diabetesbegleiterkrankungen“, so die Diabetes-Expertin von der Trainingsfläche.

Vorteile des Gerätetrainings im Zirkel sind die hohe Sicherheit und das geringe Verletzungsrisiko, das gezielte Training einzelner Muskelgruppen und die einfache Belastungsdosierung. „Koordination und Variation bleiben etwas auf der Strecke. Ergänzend bietet sich daher ein funktionelles Krafttraining an“, zeigt Anja Övermöhle die Grenzen eines Zirkeltrainings auf. Alfons Karrer trainiert (noch) überwiegend im Zirkel, hat aber die Functional-Trainingsfläche bereits fest im Auge.

Qualitätssiegel „Fitness-Training für Diabetiker“

Was besagt das Qualitätssiegel?
Gesundheits- und Fitnessstudios, die das Qualitätssiegel „Fitness-Training für Diabetiker“ vorweisen, verfügen über besonders für den Bereich Diabetes qualifizierte Trainer. Angeboten werden sporttherapeutisch und -medizinisch hochwertige Bewegungskonzepte, die dem besonderen Anforderungsprofil an ein Training für Menschen mit Dia­betes gerecht werden. Ein spezielles Notfallmanagement ist etabliert. Die Studios werden zudem medizinisch beraten.

Wer zertifiziert die Gesundheitsstudios?
Die fachlichen Kriterien für das Qualitätssiegel sind von der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetes Gesellschaft erarbeitet worden. Die Zertifizierung erfolgt durch den TÜV Rheinland, der als eine unabhängige Institution über große Erfahrung in der Zertifizierung von Fitnesseinrichtungen verfügt. Der TÜV Rheinland vergibt bereits seit Jahren Qualitätssiegel für Gesundheitsstudios, die der jeweiligen Einrichtung letztlich einen hohen Qualitätsstandard attestieren.

Wie finde ich ein zertifiziertes Gesundheitsstudio?
Deutschlandweit sind aktuell 25 Gesundheitsstudios zertifiziert. Ein Anfang ist gemacht. Eine flächendeckende Umsetzung des Projektes in Deutschland wird von den Initiatoren angestrebt.
Eine Übersicht zertifizierter Gesundheitsstudios sowie weitere Detailinformationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage der AG Diabetes & Sport der DDG (www.diabetes-sport.de).

Sie möchten die Serie weiter verfolgen (Januar 2015: Herz und Kreislauf; Februar 2015: Functional Training – die Königsdisziplin; März 2015: Tanzend fit werden)?

Dann schauen Sie doch einfach in die nächsten Ausgaben des Diabetes-Journals. Das Diabetes-Journal ist die größte deutsche Abo-Zeitschrift für alle Menschen mit Diabetes. In jedem Heft finden Sie medizinische Beiträge führender Experten und natürlich alles, was im Bereich Gesundheitspolitik, Recht und Soziales für Sie wichtig ist. Außerdem im Heft: Tipps rund um die Akzeptanz des Diabetes und ein aktives Leben, Aktuelles aus der Diabetes-Szene und ein großer Ernährungs- und Genussteil mit vielen Rezepten.

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von Dr. Meinolf Behrens | Diabetologe DDG, Facharzt für Sportmedizin und Ernährungsmedizin
Diabeteszentrum Minden, Bismarckstraße 43, 32427 Minden, Telefon 0571-840999, E-Mail: mb@diabetes-minden.de, Internet: www.diabetes-minden.de

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    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

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