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Ein neuer Stellenwert für den Diabetes
4 Minuten
[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Marken- und Produktnennung.]
Ja, es ist passiert! – Der Diabetes war nicht mehr die Nummer 1 in meinem Leben!
Wie oft habe ich diese Gespräche mit anderen Diabetikern geführt, wie oft habe ich dann den Kopf geschüttelt und sie gefragt: „Wie kann so etwas passieren?“, „Wie kannst DU Deinen Diabetes vernachlässigen?“ oder „Du musst Dich doch um Deine Werte kümmern, Du musst doch immer voll und ganz bei der Sache sein!“.

Als ich 2014 in Bad Mergentheim in Reha war, habe ich Jule (39) kennengelernt.
„Das wird mir niemals passieren!“
Jule hat mit vielen Folgekrankheiten vom Diabetes zu kämpfen. Sie hat sich, nach eigenen Angaben, nie richtig um ihren Diabetes gekümmert. Sie hatte Phasen in ihrem Leben, in denen sie komplett verleugnet hat, an Diabetes erkrankt zu sein.
Als ich ihre Geschichte hörte, war ich schockiert, verwundert und traurig zugleich. Ich habe Jule und ihre Geschichte nie vergessen und ich habe mir damals ganz fest vorgenommen: Das wird mir niemals passieren (wie naiv von mir 😊).
Ich konnte mir nie erklären, warum Menschen so „fahrlässig“ mit ihrer Gesundheit bzw. dem Diabetes umgehen.
Und peng – jetzt ist es auch mir passiert!
Unbewusst muss ich mir wohl an Silvester 2018/2019 Folgendes gesagt haben: „Manchmal passiert lange Zeit nichts und dann alles auf einmal“…yeahhhh und los geht 2019… „und bitte, Zuckerkurve, explodiere mal so richtig! 😊“
Im Januar haben mein Mann und ich uns getrennt. Es kam zwar nicht überraschend, aber doch plötzlich.
Im März ist ein mir sehr nahestehender Mensch gestorben – mein Opa.
Meine Schwester hatte einen schweren Unfall.
Die Suche und ein großes Ziel
Meine Wohnungssuche hat mich zudem vollkommen überfordert, denn ich wusste lange nicht, wo ich hin will. Bleibe ich in Stuttgart oder ziehe ich zurück in meine „Heimat“. Deshalb habe ich monatelang bei meinen Eltern gelebt.

Neben all dem Chaos hatte ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt und bin fünf Tage alleine den Jakobsweg in Spanien gelaufen.
Ziel: Santiago di Compostela.
Diese Reise war wundervoll, die Landschaft atemberaubend und als ich am 11. April 2019, nach 120km, an der Kathedrale in Santiago angekommen bin, war ich so glücklich darüber und stolz auf mich.

Meine Zuckerwerte während dieser Reise waren einfach nur perfekt. Ich habe das Basalinsulin um die Hälfte reduziert und darauf geachtet, jede 30 Minuten meinen Zuckerwert zu messen. Ich hatte kaum „Ausschläge“ nach oben oder nach unten.
Es war tatsächlich faszinierend, trotz der körperlichen Anstrengungen, doch leider hat die Freude nur kurz gehalten…
Lange Rede, kurzer Sinn:
Mein HbA1c hat sich seit Januar stetig verschlechtert (insgesamt um 2 Prozentpunkte nach oben). Ich habe meinen Diabetes „im Stich gelassen“. Ich hatte keinen Kopf, keine Nerven und keine Motivation, mich ständig um „ihn“ zu kümmern. Ich hatte andere Dinge in meinem Kopf und habe dem Diabetes schlichtweg „keinen großen Raum“ geben können – es ging einfach nicht.

Als ich meinen letzten Quartalstermin bei meiner Diabetologin hatte, hatte ich wirklich etwas Angst, denn ich dachte: „Heute gibt es bestimmt wieder Ärger.“
Als sie sich meine Kurve und das HbA1c anschaute und analysierte, sagte sie plötzlich: „Wissen Sie, es gibt Zeiten im Leben, da steht der Diabetes nicht an erster Stelle und das ist vollkommen in Ordnung. Wichtig ist, dass Sie den Diabetes JETZT wieder so ‚in den Fokus stellen‘, wie Sie es auch vor Januar getan haben.“
Ich war überrascht, glücklich und dankbar, so eine tolle Ärztin zu haben. Ich habe nun den FreeStyle Libre 2. Dank den Alarmen kann ich gar nicht mehr vergessen zu messen bzw. zu reagieren.
Und auch sonst… es hat sich alles beruhigt, ich schaue wieder positiv in die Zukunft und bin dankbar für die vergangenen Monate. Denn in all dieser Zeit habe ich sehr viel über mich, aber auch über den Zusammenhang zwischen der Psyche und dem Diabetes gelernt.
Und: Sag niemals NIE!
Auch #BSLounge-Autorin Beate ist den Jakobsweg gewandert und hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt: Den Jakobsweg mit Diabetes im Rucksack – planen, erleben, genießen
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
