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Mein neuer blutzuckerwirksamer Sport heißt… Gartenarbeit!
3 Minuten

Es ist schon länger her, da waren Waschbetonplatten einmal modern. Irgendwann in den 1980er Jahren, als unser Haus gebaut wurde. Vor drei Jahren, als wir die Hütte gekauft haben, war meinem Mann und mir zwar aufgefallen, dass es im Garten so einiges gibt, was uns nicht gefällt. Doch wir steckten unsere Energie erst einmal in die Renovierung der Innenseite unseres neuen Domizils. Diesen Sommer sind nun der Garten und die Terrasse an der Reihe. Die Terrasse wird neu befestigt und bekommt einen ganz anderen Zuschnitt. Die unsäglichen Waschbetonplatten und Betonstufen weichen schönem roten Pflasterklinker und Granittreppen. Anstelle dürrer alter Kiefern wird eine immergrüne Sichtschutzhecke unsere Grundstücksgrenze markieren.

Adieu Waschbeton, hallo neue Sichtschutzhecke!
Die meisten Arbeiten lassen wir von einem professionellen Gartenbaubetrieb erledigen. Doch um immerhin einen Teil der Kosten einzusparen, wollen wir ein paar idiotensichere Dinge in Eigenleistung erbringen. Waschbetonplatten aufnehmen und in der Einfahrt stapeln zum Beispiel, aber auch alte Pflanzen vorübergehend woanders einbuddeln und dann zusammen mit neuen Pflanzen (vielen neuen Pflanzen!) an anderen Stellen wieder eingraben. Und das sind Arbeiten, die sich bei mir ganz gewaltig in den Zuckerwerten bemerkbar machen.

Rein in die Arbeitshose, raus in den Garten!
Zum Beispiel neulich am Sonnabend. Da hatten wir zehn Bambuspflanzen von je gut anderthalb Meter Höhe und acht ähnlich dimensionierte Kirschlorbeerpflanzen geliefert bekommen. Die Gartenexperten hatten sie in ihren Kunststofftöpfen genau dort aufgestellt, wo sie einmal Wurzeln schlagen sollen. Doch das Graben und Einpflanzen war dann unser Part. Und wir hatten genau vier Stunden Zeit, denn ab frühem Nachmittag war ein heftiges Gewitter angesagt. Also rein in die Arbeitshose und raus in den Garten. Christoph hob mit dem Spaten die Pflanzlöcher aus, ich befreite die großen Heckenpflanzen aus ihren Töpfen, ritzte die Wurzelballen an, setzte sie in die Pflanzlöcher und schaufelte Erde um sie herum. Alles kräftig festtrampeln, damit eine Bewässerungsrinne rund um den Stamm entsteht, und auf zum nächsten Topf. Beim ersten Donnerschlag hatte ich den letzten Bambus beinahe fertig eingepflanzt, die letzten Schaufeln Erde schippte ich völlig erschöpft bei strömendem Regen.

Zehn mal Bambus, acht mal Kirschlorbeer, eine Tafel Schokolade
Vier Stunden dieser Hardcore-Gartenarbeit führten dazu, dass ich im Laufe des Vormittags eine ganze Tafel Schokolade essen konnte (nein, essen musste!), ohne auch nur einen Tropfen Insulin dafür zu spritzen. Die Kohlenhydrate vaporisierten einfach ins Nichts, das FreeStyle Libre zeigte nie Werte über 123 mg/dl (6,8 mmol/l) an. Zwei Tage später waren die Stauden für die Beete dran. Die Gärtnerei hatte 600 Pflänzchen geliefert, die ebenfalls wieder genau dort aufgestellt wurden, wo ich ein Loch buddeln und sie einpflanzen sollte. Nun ist das Pflanzen kleiner Stauden nicht so kräftezehrend wie einen Riesenbambus in ein Pflanzloch zu wuchten. Doch die Masse macht’s! Ich schaffte 200 Stück in drei Stunden und einer halben Tafel Schokolade. Interessanterweise meldete sich im Laufe des Tages meine Sport-App „Runtastic“ auf dem Smartphone: Ob ich diese Woche nicht doch noch eine sportliche Aktivität starten möchte? Für mein übliches Trainingsprogramm, das ich mit Runtastic dokumentiere, hatte ich nämlich in den letzten Tagen keine Zeit gefunden. Sehr witzig… Liebes Runtastic, wenn du nur wüsstest, wie sportlich Gartenarbeit sein kann!

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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße