- Behandlung
Trotz Spaß an der Luft das Messen nicht vergessen
2 Minuten

Regelmäßige körperliche Aktivität kann bei Diabetes Typ 1- und Typ 2-Patienten dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken und die Sauerstoffversorgung und Leistungsfähigkeit des Herzens zu verbessern. In den warmen Sommermonaten erfreut sich Wandern besonderer Beliebtheit. Auch für Menschen mit Diabetes eignet sich Wandersport. Sie müssen jedoch darauf achten, starken Blutzuckerschwankungen vorzubeugen, denn Bewegung und körperliche Anstrengung können den Blutzucker sowohl sinken als auch ansteigen lassen.
Das Wandern ist des Müllers Lust
Für Menschen mit Diabetes Typ 2 ist der Wandersport besonders geeignet, denn die Bewegung an der frischen Luft fördert den Stoffwechsel und senkt den Blutzuckerspiegel signifikant. „Bewegung ist für Diabetes-Typ-2-Patienten besonders wichtig. Jeder der sich zusätzlich zur Alltagstätigkeit regelmäßig bewegt, kann seine Blutzuckereinstellung verbessern“, erklärt Dr. Jens Kröger, Vorstand Prävention von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Auch für Menschen mit Diabetes Typ 1 ist der Wandersport empfehlenswert, denn er senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und steigert das körperliche sowie seelische Wohlempfinden. Diabetespatienten sollten beim Wandern aber ein Auge auf ihre Blutzuckerwerte haben. Während und nach dem Wandern können kurzfristig starke Blutzuckerabsenkungen auftreten. „Wenn die Warnzeichen nicht richtig interpretiert werden, können diese bis hin zu gefährlichen Unterzuckerungen führen“, so Dr. Kröger.
Blutzuckerwerte sollten immer sorgfältig kontrolliert werden
Um Unterzuckerungen frühzeitig zu erkennen, sollten Diabetespatienten ihre Blutzuckerwerte sorgfältig kontrollieren. „Es ist ratsam, den Blutzucker vor jeder sportlichen Betätigung zu messen. Der gemessene Wert sollte zwischen 150 und 180 mg/dl liegen, um eine Art Sicherheitspuffer für die blutzuckersenkende Wirkung von Bewegung zu haben. Generell sollte eher mit einem erhöhten Blutzucker als mit einem zu niedrigen gestartet werden“, erläutert Dr. Stephan Kress, erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Sport der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Wenn Wanderer schon mit niedrigen Blutzuckerwerten gestartet sind, empfiehlt der Diabetologe, nach einer halben Stunde eine Bewegungs-Broteinheit einzunehmen. Alternativ kann man schon vor der Bewegung die Insulindosis reduzieren. „Dies sollten Patienten aber zuvor im Rahmen einer Diabetesschulung lernen, es erfordert Wissen und Können“, betont Dr. Kress.
Bei Anzeichen einer Unterzuckerung schnell handeln: ‘Erst essen, dann messen’
Auch während des Wanderns empfiehlt der Diabetologe, den Blutzucker etwa alle ein bis zwei Stunden zu überprüfen. Dabei lernt der Betroffene, wie sich sein Blutzucker in dieser Situation verhält. Diese Erfahrungen helfen bei zukünftigen Fußmärschen. „Haben sie eine gemütliche Wanderung gemacht, bedeuten Schwitzen oder Herzjagen meist eine Unterzuckerung. Haben Sie sich ins Zeug gelegt und körperlich stark belastet, können Herzklopfen und Schwitzen auf eine starke Belastung hindeuten.“ Bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung gilt es, schnell zu reagieren. Dabei sollte immer der Grundsatz ‚Erst essen, dann messen‘ gelten. Traubenzucker und langsam ins Blut gehende Kohlenhydrate wie Vollkornbrot dürfen in keinem Wanderrucksack fehlen.
Sich schulen lassen und Rücksprache mit dem Arzt halten
Lange Wandertouren können den Blutzucker aber auch in die Höhe treiben. Bei Diabetes Typ 1 ist dies Folge einer nicht ausreichenden Insulinversorgung des Körpers. „Die Zellen können nach körperlicher Anstrengung nicht mehr genügend Zucker aufnehmen“, erläutert Dr. Kress. Um diesen Energiemangel auszugleichen, baut der Körper Fettgewebe ab. Das Blut übersäuert und der Körper schüttet Stresshormone aus, die den Blutzuckerspiegel erhöhen. „Jetzt gilt es für den Betroffenen geschult und gekonnt eine Ketoazidose abzuwehren“, erklärt Dr. Kress.
Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 ist ein Blutzuckeranstieg meist Ausdruck einer Überanstrengung und wird durch Stresshormone ausgelöst. „Sind die Blutzuckerwerte in einem Bereich über 250 mg/dl, sollten Menschen mit Diabetes sich nicht stark anstrengen“, betont Dr. Kress. Um Blutzuckerschwankungen beim Wandern zu vermeiden und im Notfall vorbereitet zu sein, empfiehlt diabetesDE zudem, Rücksprache mit dem Arzt zu halten sowie eine kompetente Grundausbildung im Rahmen einer strukturierten Diabetesschulung.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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florahdo postete ein Update vor 5 Tagen, 8 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 23 Stunden
Ich meinte Liberty




Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?