- Technik
Diabetes-Management-Plattform von Sanofi und Google
3 Minuten

Sanofi und Verily Life Sciences LLC, (vorher Google Life Sciences), ein Unternehmen der Alphabet Holding, haben am 12. September 2016 den Start von Onduo, einem Joint Venture – entstanden durch die Zusammenarbeit von Sanofi und Verily im Bereich Diabetes – bekanntgegeben. Das Joint Venture hat seinen Sitz in Kendall Square in Cambridge. Die Mission von Onduo ist es, Menschen mit Diabetes dabei zu unterstützen, bewusst und gesund zu leben. Dafür entwickelt Onduo umfassende Lösungen, indem es Geräte, Software, Medizin und professionelle Betreuung für ein einfaches und intelligentes Krankheitsmanagement zusammenführt.
Unter der Leitung von Joshua Riff, M.D., M.B.A., der zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt wurde, bringt das Unternehmen Verilys Erfahrungen in den Bereichen miniaturisierte Elektronik, Analytics und Software-Entwicklungen und Sanofis klinische Expertise und Erfahrung im Bereich der innovativen Behandlung von Menschen mit Diabetes zusammen. Riff wechselt von Optum, dem Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen der UnitedHealth Group, wo er Senior Vice President of prevention and wellbeing war, zu Onduo.
Den Umgang mit Diabetes erleichtern
„Meine Erfahrungen als Mediziner und meine Verantwortung bei Gesundheitsinitiativen haben mir gezeigt, welches die täglichen Belastungen im Leben mit Diabetes sind“, sagte Riff, CEO, Onduo. „Von der Überwachung der Nahrungsaufnahme, der Blutzuckermessung bis zur Entscheidung, medizinischen Rat einzuholen sind es große Herausforderungen – sowohl was die körperliche als auch die geistige Gesundheit angeht. Wir wollen Lösungen entwickeln, die es Menschen mit Diabetes erlaubt, sich auf die Dinge in ihrem Leben zu konzentrieren, die sie lieben und genießen. Wir entwickeln dafür Tools, die den Umgang mit Diabetes erleichtern.”
Verbesserung eigener Gewohnheiten und Ziele
Zu Beginn wird sich Onduo auf Menschen mit Typ-2-Diabetes konzentrieren und insbesondere Lösungen entwickeln, die ihnen helfen könnten, bessere Entscheidungen im Alltag für ihre Gesundheit zu treffen. Dies betrifft ein verbessertes Medikationsmanagement bis hin zur Verbesserung eigener Gewohnheiten und Ziele. Langfristig plant das Unternehmen seinen Fokus zu erweitern, die Zielgruppe der Menschen mit Typ-1-Diabetes einzubeziehen und schließlich Menschen anzusprechen, die ein Risiko haben, an Diabetes zu erkranken und diese dabei zu unterstützen, den Beginn der Erkrankung zu verhindern.
Kombination aus innovativen Therapien und Dienstleistungen
„Die Integration verschiedener Bausteine, wie ein auf Daten basiertes Patienten-Unterstützungsprogramm und Geräte ergänzend zur Behandlung können helfen, die Ergebnisse zu verbessern, was aus Sicht der Patienten, den Gesundheitsexperten und dem gesamten Gesundheitssystem wichtig ist“, sagte Peter Guenter, Executive Vice President, Head, Global Diabetes & Cardiovascular Business Unit, Sanofi.
Guenter weiter: „Das neue Unternehmen, in das Sanofi und Verily investieren, wird stärker serviceorientiert sein und Ärzte darin unterstützen, ihre Patienten effektiver zu behandeln. Über die Entwicklung innovativer Therapien hinaus, welches der Schwerpunkt von Sanofi bleiben wird, sehen wir die Kombination aus innovativen Therapien und Dienstleistungen als Zukunft der Diabetes-Behandlung. Wir glauben, dass dies der Gesellschaft helfen wird, mit den Folgen der Epidemie umzugehen.”
Zusammenschluss mit Experten und Beratern
Onduo bezieht die verschiedenen Akteure für das Diabetes-Management in die Produktentwicklung ein: Menschen mit Diabetes, Ärzte, Krankenkassen sowie Fachpersonal. Sutter Health aus Nordkalifornien und Allegheny Health aus West-Pennsylvania sind unter den ersten, die mit Verily und Onduo zusammenarbeiten, um die Onduo-Plattform bei Ärzten und Fachpersonal sowie Menschen mit Typ-2-Diabetes im klinischen Einsatz zu testen.
Das Non-Profit-Netzwerk von Sutter Health – bestehend aus Ärzten, Krankenhäusern, ambulanten Diensten und Fachzentren sowie anderen Gesundheitsdienstleistern, einschließlich der häuslichen Gesundheitspflege und der Hospize, dem medizinischen Forschungsbereich und dem Fortbildungs- sowie Trainingsbereich – versorgt mehr als drei Millionen Patienten.
Allegheny Health Network ist ein akademisches Gesundheitssystem, dass acht Krankenhäuser, ambulante chirurgische Zentren, Gesundheits- sowie Wellness-Zentren, ein Forschungsinstitut und mehr als 1,100 angestellte Ärzte zusammenschließt. Premier Medical Associates, Teil des Allegheny Health Netzwerks, ist das größte interdisziplinäre Ärztezentrum in der Umgebung von Greater Pittsburgh.
Gesundheitsdienstleister zusammenbringen
„Das ist eine innovative Zusammenarbeit, die sich über die Versorgungskette im Gesundheitssektor erstreckt und die von einer tiefen, übergreifenden funktionalen Expertise profitiert und uns so ein einzigartiges Potenzial eröffnet, Anwendungen sowie Lösungen zu entwickeln, die einen positiven klinischen Effekt haben”, sagte Jessica Mega, M.D., M.P.H., Chief Medical Officer bei Verily.
„Unser Ziel ist es, Gesundheitsdienstleister außerhalb des klinischen Settings zusammenzubringen und so ‚Momente der Wahrheit’ zu ermöglichen sowie Menschen bei ihrem täglichen Diabetes-Management zu unterstützen. Unsere Zusammenarbeit mit Gesundheitsnetzwerken wie Sutter Health und Allegheny Health und wird helfen, diese Vision umzusetzen”, so Mega.
Zusätzlich wird sich Onduo mit Patientenvereinigungen wie Taking Control of Your Diabetes (TCOYD) besprechen, um Anregungen für künftige Produktdesigns zu gewinnen.
Onduo: neu und entscheidend im Diabetes-Management
“Mit Onduo bringen Sanofi und Verily eine Plattform heraus, die neu und entscheidend im Diabetes-Management ist,” sagte Steven V. Edelman, M.D., Gründer und Direktor von TCOYD. „Onduo ist ein Unternehmen, das sich auf die Verbesserung der Gesundheitsfürsorge durch die Zusammen-führung von Technologie und Medizin konzentriert. Seine informationsbasierten Lösungen sind im Einklang mit der Mission von TCOYD, Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen in die Lage zu versetzen, Diabetes leichter zu managen. Wir begrüßen und unterstützen die Anstrengungen von Onduo und freuen uns, den Fortschritt des Unternehmens zu sehen.”
Quelle: Pressemeldung von Sanofi
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße