Ärmere Kinder sind auch bei Diabetes-Therapie im Nachteil

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Ärmere Kinder sind auch bei Diabetes-Therapie im Nachteil

Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien nutzen seltener technische Hilfsmittel, um ihren Diabetes zu behandeln, und haben zudem oftmals höhere HbA1c-Werte. Darauf weisen Gaby und Lutz Heinemann in ihrem Newsletter „DiaTec weekly“ hin. Sie beziehen sich dabei auf eine Studie, die vor einiger Zeit im Journal ‚Diabetes Care‘ veröffentlicht wurde.

Die Studie trägt den Titel Ein Jahrzehnt der Ungleichheiten bei der Nutzung von Diabetestechnologien und HbA1c bei pädiatrischem Typ-1-Diabetes. Die Daten wurden aus dem amerikanischen Register Type 1 Diabetes Exchange und aus dem deutschen Register zu Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation entnommen. Insgesamt standen für die Auswertung Vergleichsdaten von 56.293 Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Untersucht wurden der sozialökonomische Status der Familien, die Nutzung von Diabetes-Technologie und dem HbA1c-Wert als Parameter für die Güte des Outcomes, berichten die Heinemanns.

Es zeigte sich, dass grundsätzlich in Bevölkerungsschichten mit niedrigerem Einkommen auch weniger Technologie (Insulinpumpen, CGM-Systeme und AID-Systeme) eingesetzt wird, während dort gleichzeitig der HbA1c-Wert der Kinder und Jugendlichen mit Diabetes am höchsten ist. In den USA liegen Gründe hierfür auf der Hand, denn dort haben ärmere Familien häufig keinen Zugang zu einer Krankenversicherung. In Deutschland hingegen ist die Ursachenforschung schwieriger, da die Kosten für Technologie in der Regel unabhängig vom sozioökonomischen Status erstattet werden. Mögliche Gründe könnten grundsätzliche Barrieren für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung sein, aber auch das generelle Gesundheitsverhalten der Betroffenen wie körperliche Aktivität, Ernährung und Einhaltung von Diabetes-Therapien. Denkbar sei auch eine Voreingenommenheit von Gesundheitsdienstleistern, heißt es im DiaTec-Newsletter.

„Angesichts der Fortschritte im Diabetesmanagement und der Verbreitung von Diabetes-Technologie geben Studien wie diese hier Anlass zur Sorge“, finden die Heinemanns. „Wir züchten uns also eine von Beginn an benachteiligte Gruppe heran, und das wird sich im Laufe deren Leben auch kaum noch verändern lassen“, lautet ihre Befürchtung. Fazit: Dass Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien oft auch höhere Blutzuckerwerte haben, sollte nicht einfach hingenommen werden. Der unabdingbare Zugang zu Technologie-Schulungen und zu adäquater Betreuung und Begleitung durch qualifizierte Diabetes-Teams sollte für alle Kinder und Jugendlichen selbstverständlich sein.


Quelle: DiaTec weekly | Redaktion

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  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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