- Bewegung
Gute Vorsätze für eine gesunde Leber: Tipps für einen gesunden Start ins neue Jahr
3 Minuten

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit für gute Vorsätze – besonders bezüglich der Gesundheit. Die Deutsche Leberstiftung gibt daher konkrete Tipps für eine gesunde Leber und warnt vor der unterschätzten Gefahr der Fettleber.
Gesünder essen, mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken: Diese Ziele stehen laut aktuellen Umfragen auch 2026 wieder ganz oben auf der Liste der Deutschen bezüglich guter Vorsätze für die Gesundheit im neuen Jahr. Was viele dabei nicht wissen: Genau diese Veränderungen sind der Schlüssel für eine gesunde Leber. Die Deutsche Leberstiftung nutzt den Jahresbeginn, um auf das oft übersehene Gesundheitsrisiko der Fettlebererkrankung aufmerksam zu machen.
Alarmierende Zahlen: Deutschland wird immer dicker
Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als die Hälfte der deutschen Erwachsenen ist übergewichtig, fast ein Viertel gilt sogar als adipös. Besonders besorgniserregend: Auch bei Kindern und Jugendlichen bleibt der Anteil an Übergewicht seit Jahren auf einem kritisch hohen Niveau. Diese Entwicklung ist nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern ein ernstes Warnsignal für die Gesundheit.
Übergewicht, Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung erhöhen das Risiko für Stoffwechselstörungen erheblich und fördern die Entstehung einer Fettleber in allen Altersgruppen.
Die unterschätzte Gefahr: MASLD und MASH
Die steatotische Lebererkrankung, umgangssprachlich Fettlebererkrankung genannt, gehört in westlichen Industrienationen zu den häufigsten Lebererkrankungen. Besonders tückisch: Sie entwickelt sich meist unbemerkt und verursacht über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden.
Die heute gebräuchliche Bezeichnung “Metabolisch dysfunktions-assoziierte steatotische Lebererkrankung” (MASLD) verdeutlicht den engen Zusammenhang mit dem Metabolischen Syndrom. Dies ist eine gefährliche Kombination aus Übergewicht, Diabetes oder Prädiabetes, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutfett- und Cholesterinwerten.
Entzündet sich eine MASLD im Verlauf, entsteht eine Metabolisch-assoziierte Steatohepatitis (MASH), eine potentiell schwerwiegende Form der Erkrankung. Besonders alarmierend: Bei MASH kann bereits Leberzellkrebs entstehen, bevor überhaupt eine Leberzirrhose vorliegt.
Experten-Empfehlungen für 2026
Prof. Dr. Heiner Wedemeyer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, sieht im Jahresbeginn eine wichtige Chance: „Der Beginn eines neuen Jahres ist eine gute Zeit, bisherige Gewohnheiten zu überdenken, bewusst die Gesundheit der Leber in den Mittelpunkt zu stellen – und dies im Idealfall an allen 365 Tagen jeden Jahres umzusetzen.“
Der Experte betont die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßiger sportlicher Betätigung und maßvollen Genusses für eine langfristig gesunde Leber. Besondere Vorsicht sei bei Getränken geboten: „Zuckerhaltige Softdrinks sind klar mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Fettlebererkrankung verknüpft und sollten daher möglichst reduziert werden.“
Auch bei Süßstoffen rät Prof. Wedemeyer zur Zurückhaltung, da noch nicht abschließend geklärt sei, ob sie eine sichere langfristige Alternative darstellten. Entscheidend blieben stets die Gesamtenergiezufuhr, das individuelle Ernährungsverhalten und ein gesundes Körpergewicht.
Weiterführende Informationen der Deutschen Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung bietet auf ihrer Website umfassende Informationen zur Lebergesundheit. Dort finden sich auch kostenlose Broschüren zu den Themen “Leber und Fett”, “Leber und Alkohol” sowie “Leber und Leberwerte”. Zusätzlich sind die Experten-Publikationen “Das große Kochbuch für die Leber” und “Das Leber-Buch” im Buchhandel erhältlich.
Konkrete Tipps für den Alltag
Die Deutsche Leberstiftung gibt praktische Empfehlungen, die sich leicht umsetzen lassen:
Ernährung bewusst gestalten
- Weniger hochverarbeitete Produkte: Stark verarbeitete Lebensmittel, Softdrinks und Fast Food enthalten meist große Mengen Zucker, Fett, Salz und schnell verfügbare Kohlenhydrate.
- Mediterrane Kost bevorzugen: Empfehlenswert ist eine traditionell-mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Nüssen, Vollkorngetreide und Fisch.
- Smarte Snack-Alternativen: Statt zu süßen Zwischenmahlzeiten zu greifen, empfehlen die Experten gesündere Alternativen wie Obst oder Gemüse wie einen Apfel, eine Karotte oder Gurkenscheiben.
- Eine erfreuliche Nachricht für Kaffee-Liebhaber: Studien zeigen, dass Kaffee die Leberfunktion unterstützt und das Risiko für MASLD, Leberzirrhose und Leberzellkrebs senken kann. Fachgesellschaften empfehlen für eine nachweisbare Schutzwirkung täglich mindestens vier Tassen Kaffee.
Mehr Bewegung im Alltag
- Aktive Alltagswege: Treppen statt Aufzug, mit dem Rad zur Arbeit oder kurze Strecken zu Fuß zurücklegen
- Bewegung im Büro: Beim Telefonieren aufstehen und herumlaufen, Kollegen persönlich aufsuchen statt anzurufen
- Gemeinsam motivieren: Verabredungen für Spaziergänge oder Joggingrunden erhöhen die Motivation und verringern die Ausfallquote
Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung
Die Beispiele der Deutschen Leberstiftung zeigen: Es braucht oft nur wenige bewusste Entscheidungen, um die eigene Leber nachhaltig zu entlasten und den Alltag deutlich gesünder zu gestalten. Das Jahr 2026 bietet die perfekte Gelegenheit für einen Neustart hin zu mehr Lebergesundheit.
mit Materialien der Deutschen Leberstiftung
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community

3 Minuten
- Begleit-Erkrankungen
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 21 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 15 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Tagen, 17 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 5 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






