Ausschluss vom Schulsport nach Unterzuckerung

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Ausschluss vom Schulsport nach Unterzuckerung

! Oliver Ebert: Dieser einmalige Vorfall darf natürlich nicht dazu führen, dass Ihr Kind dauerhaft vom Sportunterricht ausgeschlossen bleibt oder gar die Schule wechseln muss. Die Schule ist verpflichtet, alles Zumutbare zu tun, damit Kinder mit Behinderungen – dazu zählt auch Diabetes – am regulären Schulunterricht teilhaben können. Allerdings sind auch die Sorgen der Lehrer nachvollziehbar, denn wenn etwas passieren sollte, können die verantwortlichen Aufsichtspersonen durchaus auch strafrechtlich belangt werden. Aktuell wird in den Medien über ein Strafverfahren gegen zwei Lehrerinnen berichtet, die wegen fahrlässiger Tötung angeklagt sind: Bei einer Klassenfahrt ist eine Schülerin aufgrund der Folgen einer Überzuckerung gestorben. Den Lehrerinnen wird vorgeworfen, dass es nicht zum Tod gekommen wäre, wenn sie richtig gehandelt hätten.

Vor diesem Hintergrund ist es meines Erachtens daher schon verständlich, dass der Lehrer sich nun davor scheut, die Überwachung der Diabetes-Erkrankung zu übernehmen. Wichtig ist daher, dass man der Schule bzw. dem Lehrer die (berechtigten) Ängste nimmt und im Interesse des Kindes einvernehmlich nach einer Lösung sucht. Möglicherweise lässt sich der Schulsport durch geeignete Maßnahmen so organisieren, dass solche Situationen künftig rechtzeitig erkannt und verhindert werden. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass die Glukosewerte bzw. Alarme auf eine Follower-App übermittelt werden, die Sie als Eltern bzw. der Lehrer auf dem Smartphone haben, sodass im Bedarfsfall gleich eingegriffen werden kann. Sollte die Schule trotzdem weiter "mauern", bleibt wohl nur der Weg über eine Schulbegleitung, d. h. eine Person, die während des Unterrichts den Blutzucker von Paul überwacht. Eine solche Hilfe kann vom Arzt als "besondere Krankenbeobachtung" verordnet werden; die Kosten trägt die Krankenkasse, ggf. unter Beteiligung des Integrationsamts. Hiergegen können Schulen sich nur in Ausnahmefällen wehren – und sind daher spätestens dann meist für eine einvernehmliche Lösung offen.

Haben Sie auch Fragen rund um das Thema Kinder mit Typ1-Diabetes?

Autor:

RA Oliver Ebert
REK Rechtsanwälte Stuttgart, Balingen
Friedrichstraße 49, 72336 Balingen

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  • tako111 postete ein Update vor 1 Tag, 21 Stunden

    Mein Abo?

  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • hexle antwortete vor 1 Woche

      @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • hexle antwortete vor 1 Woche

      @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

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