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Diabetes-Therapie wird immer digitaler: dt-report-Ergebnisse mit Fokus auf Kinder und Jugendliche
3 Minuten

Bei der Behandlung des Diabetes wird der Einsatz technologischer und digitaler Tools immer bedeutsamer. Wie denken Experten darüber, wie Menschen mit Diabetes? Darüber gibt der dt-report 2025 Auskunft. Eine besondere Gruppe dabei sind Kinder und Jugendliche mit Diabetes sowie deren Eltern.
Diabetes und Digitalisierung: Dieses Thema begegnet jedem, der Diabetes hat, inzwischen an vielen Stellen. Vor allem für Menschen mit Typ-1-Diabetes und damit auch Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes gehört die Digitalisierung inzwischen selbstverständlich zur Therapie dazu. Diejenigen, die heute an Diabetes erkranken, kennen hierzulande wahrscheinlich gar keine Therapie mehr ohne digitale Hilfsmittel.
Neue Erkenntnisse zur Bedeutung digitaler und technologischer Tools in der Diabetes-Therapie
Wie aber steht es um die Versorgung damit, wie um die Einstellung dazu? Jedes Jahr Ende Januar werden dazu neue Erkenntnisse präsentiert, beim Ärzte-Kongress diatec in Berlin. Grundlage dieser Ergebnisse ist eine Befragung durch das diateam aus Bad Mergentheim, die in der zweiten Hälfte des Vorjahres online erfolgt. Teilnehmen an der Befragung zum Digitalisierungs- und Technologie-Report Diabetes (dt-report) können diabetologisch ausgerichtete Ärztinnen und Ärzte, andere Diabetes-Fachkräfte und Menschen mit Diabetes bzw. Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes.
Der gesamte dt-report 2025 ist zu finden unter www.dt-report.de.
Für den dt-report 2025 nahmen 2.515 Menschen mit Diabetes an der Befragung teil, davon waren 6 Prozent Eltern von Kindern mit Diabetes. Die Kinder lebten seit im Mittel 4,1 Jahren mit Diabetes. Die Eltern gaben zu 94 Prozent eine positive Einstellung gegenüber der Digitalisierung an.
Fast alle im dt-report erfassten Kinder und Jugendliche mit Diabetes nutzen AID-Systeme
Systeme zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID-Systeme) werden nach Information der medizinischen Fachkräfte von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland in 93 Prozent der Fälle genutzt, Österreich folgt mit 92 Prozent direkt darauf, in der Schweiz sind es 88 Prozent. Sieht man sich nur für ein System zum kontinuierlichen Glukose-Messen (CGM) an, für wie viel Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes die Medizinerinnen und Mediziner eine Indikation sehen, liegen die Zahlen noch höher: in Deutschland und Österreich bei 97 Prozent, in der Schweiz bei 95 Prozent.
Fragt man die Eltern, warum sie sich für ihr Kind für ein bestimmtes CGM-System entschieden haben, steht an erster Stelle die Kombinierbarkeit mit einem AID-System. Erst danach folgen Messgenauigkeit, Größe, Tragedauer, Warnung vor Unterzuckerungen und die ärztliche Empfehlung, vor weiteren Gründen mit deutlich weniger Nennungen.
Autonomie steigt mit AID-System – aber auch der Bedarf an Schulungen
Was bewirken AID-Systeme im Alltag? Hier werden in der Auswertung die Antworten aller Befragten aus Deutschland gemeinsam ausgewertet, also Eltern von Kindern mit Diabetes, Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes und Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes.
Das Entscheidende, was Betroffene sehen, ist die größere Autonomie durch AID-Systeme. Allerdings sehen sie auch einen erhöhten Aufwand in der Schulung. Dass die Therapie damit riskanter wird, denken nur 10 Prozent. Und Diabetes-Teams müssen sich um ihre Daseins-Berechtigung keine Gedanken machen: Dass sie überflüssig werden, finden nur 4 Prozent.
Licht und Schatten: technische Probleme, aber prinzipiell großes Vertrauen in neue Systeme
Wo Licht ist, kann auch Schatten sein. So gehören technische Probleme wie Verbindungsprobleme zu den größten Herausforderungen bei AID-Systemen. Das nennen etwas mehr als 50 Prozent aller Befragten in Deutschland. Auch die Alarme schlagen mit knapp 30 Prozent zu Buche, ebenso unerfüllte Erwartungen. Das Vertrauen in die Systeme ist hingegen groß, die Unterstützung durch das Diabetes-Team gut. Manch einer hat allerdings Probleme, die Kontrolle an das AID-System abzugeben.
Auch die Diabetes-Schulung entwickelt sich weiter und die Corona-Pandemie hat einen großen Schritt in Richtung der Online-Video-Schulung gebracht. Eltern würden diese Form mit 52 Prozent leicht bevorzugen gegenüber der Schulung in Präsenz mit 48 Prozent.
Belastungen durch digitale und technologische Diabetes-Therapie kommen und gehen
Dass Diabetes-Technologien Diabetes-bezogene Belastungen reduzieren können, davon sind 77 Prozent der Eltern von Kindern mit Diabetes in Deutschland überzeugt. Allerdings sieht etwa ein Drittel (37 Prozent) dadurch auch neue Belastungen auf die Familie zukommen. Hierbei spielen mit 70 Prozent vor allem technische Probleme eine Rolle. Auch ein Gefühl der Abhängigkeit von der Technik stellt sich bei etwa 45 Prozent ein. Unerfüllte Erwartungen und die vermehrte Beschäftigung mit dem Diabetes werden an Position 3 und 4 von etwa 35 bzw. 20 Prozent genannt.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (3) Seite 44-45
Dr. med. Katrin Kraatz ist Ärztin, Medizin-Redakteurin und lebt seit ihrer Kindheit mit Typ-1-Diabetes. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit am Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal) und ist seit 2021 zusammen mit Prof. Haak Chefredakteurin der Zeitschrift. Darüber hinaus schreibt Dr. Kraatz auch für weitere Diabetes-Medien aus dem Hause MedTriX.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (3) Seite 44-45
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uho1 postete ein Update vor 1 Tag, 22 Stunden
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 1 Tag, 22 Stunden
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 3 Tagen, 19 Stunden
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 2 Tagen, 21 Stunden
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]




