„Fußballfabrik“ von Ingo Anderbrügge: Trainingscamps für alle – auch für Kinder mit Diabetes

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© Fussballfabrik; Bastian Niemeier
„Fußballfabrik“ von Ingo Anderbrügge: Trainingscamps für alle – auch für Kinder mit Diabetes

Ingo Anderbrügge ist ehemaliger Fußballprofi. Er hat bei Borussia Dortmund und Schalke 04 in der Bundesliga gespielt. Mit den Knappen aus Gelsenkirchen ist er 1997 Europapokal-Sieger geworden. Jetzt widmet sich der 59-Jährige dem Nachwuchs und bietet in seiner „Fußballfabrik“ auch Trainingscamps für Kinder mit Typ-1-Diabetes an.

Training. Lernen. Leben. Das ist das Leitmotto der Fußballfabrik von Ingo Anderbrügge. Die Fußballschule des ehemaligen Profis ist in Recklinghausen ansässig. Und sie bietet Trainingscamps ganz speziell für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes an. Typ-1-Diabetes soll für Kinder kein Hindernis sein, mit anderen Sport zu treiben. Seit Juli 2022 gibt es deshalb die Fußballcamps. In diesem Jahr fand die Veranstaltung an acht Standorten in Deutschland statt, und seit dem Start dieser Diabetes-Projekte hat die Fußballfabrik rund 700 Teilnehmende auf dem grünen Rasen bewegt.

Spaß und Training

Bewegung und Sport sind für Kinder mit Diabetes genauso wichtig wie für alle anderen auch. Die Camps bieten eine tolle Kombination aus Spaß, Training und Expertenwissen, bei denen die Kinder nicht nur neue Fußballtricks, sondern auch einen selbstbewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Diabetes und Sport lernen. Alle Camps werden von Diabetologinnen und Diabetologen sowie Diabetesberaterinnen und -beratern aus dem pädiatrischen Bereich begleitet. So kann der Fußball im Mittelpunkt stehen.

Werte und Normen vermitteln

Gesponsert werden die Camps u. a. von VitalAire. Das Unternehmen hat sich auf den Gebieten Atem-Therapien, Infusions-Therapien und außerklinische Intensivpflege spezialisiert und bietet u. a. die t:slim-X2-Insulinpumpe an. Eines der Fußballcamps – das beim FC Bayern München auf dem FC-Bayern-Campus – wurde filmisch begleitet. Den Link zum YouTube-Video finden Sie auf dieser Seite unten rechts.

Getreu der Fußballfabrik-Philosophie “Training. Lernen. Leben.” wird bei den Veranstaltungen Kindern im Alter zwischen 5 und 15 Jahren nicht nur die Freude an der Bewegung vermittelt, sondern es soll auch eine Brücke entstehen, um durch den Fußball Werte und Normen zu thematisieren. Ergänzend zu den Praxiseinheiten stehen weitere Themen wie Selbstständigkeit im Fußball, gesundes Essen und Trinken, Hygiene, Social Media, Mobbing und – ganz wichtig – der Umgang mit Sieg und Niederlage im Mittelpunkt. Veranstaltungen in 2024: Die “Fußballfabrik” wird auch im nächsten Jahr definitiv Diabetes-Fußballtage veranstalten. Noch stehen keine genauen Termine fest. Eine Möglichkeit ist, auf der Website www.fussballfabrik.com nachzuschauen. Dort gibt es einen Reiter “Diabetescamps” unter “Unsere Camps”. Dort werden die Termine bekannt gegeben, sobald sie feststehen.

Die „Fußballfabrik“ im Video


von Matthias Heinz

Matthias Heinz ist Journalist bei der MedTriX Group. Er ist seit Jahrzehnten tätig im Bereich diabetologischer Medien, betreut aktuell die Fachzeitschrift Diabetes-Forum und schreibt auch regelmäßig für den Diabetes-Anker.

 Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2023; 11 (4) Seite 29

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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