Tagebuch auf eine neue Art

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Tagebuch auf eine neue Art

Wer in seinem Leben einmal eine Berufsausbildung absolviert hat, der kennt das schlechte Gewissen, das einen beim Blick auf das meist lückenhaft geführte Berichtsheft beschleicht. Dass die sorgfältige Dokumentation der Lehrjahre eine Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ist, macht das miese Bauchgefühl besonders unerträglich. Menschen mit Typ-1-Diabetes, die ein Diabetes-Tagebuch führen, dürften sich beim Anblick chronisch leerer Seiten oft ähnlich elend fühlen. Unser Sohn ist hier keine Ausnahme.

Luca ist offen für medizinisch-technische Weiterentwicklungen

Gut, dass die medizinisch-technische Weiterentwicklung voranschreitet und Luca offen ist, neue Angebote auszuprobieren: Seit einiger Zeit nutzt der 13-jährige Schüler einen App-basierten digitalen Diabetes-Service, der die Hürden und Probleme beim täglichen Diabetes-Management minimieren soll.

Derzeit überträgt er die Daten von seinem Messgerät noch händisch in die auf seinem Mobiltelefon installierte Anwendung. Zwar liegt die neue Generation des Blutzuckermessgeräts schon griffbereit in der Schublade. Aktuell nutzen kann er es jedoch noch nicht, weil er die passenden Messstreifen noch nicht hat. Sobald die Streifen aufgebraucht und die neuen bestellt sind, stellt er um. Dann kann Luca seine Blutzuckerdaten via Bluetooth direkt vom Messgerät in die App hochladen und seinen Diabetes noch besser dokumentieren und organisieren.

Grafischen Auswertungen helfen beim Einordnen des Blutzuckerverlaufs

Bereits jetzt bewertet Luca das digitale Diabetes-Tagebuch-Management sehr positiv. Es gibt ihm ein gutes Gefühl, anhand von grafischen Auswertungen tagesaktuell und noch punktgenauer zu erkennen, welchem Muster der Verlauf des Blutzuckers folgt und in welche Richtung sich der HbA1c-Wert, der einen Rückschluss auf die Blutzuckereinstellung der vergangenen zwölf Wochen erlaubt, in naher Zukunft entwickeln wird.

"Besonders gut finde ich, dass ich nicht nur den aktuellen Blutzuckerwert eintragen kann, sondern zusätzlich auch, was ich wann gegessen habe und wie viele BE das Essen hatte. Außerdem kann ich sogar Bilder speichern", sagt Luca.

Zusatzinformationen, die in der Nachbetrachtung aufschlussreich sind

So ist es unserem Sohn möglich, Frühstück, Mittag- und Abendessen oder Zwischenmahlzeiten abzufotografieren, hochzuladen und für die Insulinzufuhr relevante Informationen in Text und Bild zu hinterlegen. Außerplanmäßige Blutzuckerschwankungen und die folgende therapeutische Maßnahme lassen sich auf diese Weise sehr einfach mit Kommentaren oder Erklärungen ergänzen.

Das sind Zusatzinformationen, die vor allem in der Nachbetrachtung in Gesprächen oder Untersuchungen für Luca, uns Eltern und die behandelnden Ärzte sehr aufschlussreich sein können. So können extrem hohe oder niedrige Blutzuckerwerte nicht nur isoliert als Zahl beziehungsweise Ausreißer nach unten oder oben in einer Verlaufskurve betrachtet werden, sondern die Werte lassen sich wesentlich besser deuten als bisher.

Das Diabetes-Management 2.0 bietet Luca in Zukunft sehr gute Möglichkeiten, noch besser zu planen und Blutzuckerschwankungen noch besser zu verstehen. Darüber hinaus lernt er ganz nebenbei den noch besseren technischen Umgang mit mobilen Endgeräten. Dies sollte er unbedingt für sich, seine Gesundheit und ein gutes Bauchgefühl nutzen.


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  • Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.