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Zentrum für jugendliche Diabetiker Lüdenscheid – Teil #4
2 Minuten
Das Leben im Zentrum für jugendliche Diabetiker will bezahlt werden: Essen, Wohnen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge und natürlich die Arbeit der Angestellten müssen irgendwie finanziert werden. Einen Teil des Betrags müssen in der Regel die Eltern zahlen. Wie viel, hängt von ihren finanziellen Mitteln ab – natürlich kann aber auch das Jugendamt einen großen Teil oder sogar die vollen Kosten für den Aufenthalt des Jugendlichen übernehmen. Zusätzlich wird das Zentrum über einige Sponsoren finanziert. Ob in Form von Geld oder auch Freikarten für Kino, Freizeitpark oder Schwimmbad – durch die Spenden wird vieles ermöglicht, was immer wieder für kleine und große Freude unter den Bewohnern sorgt.
Absprache mit dem Jugendamt
Zumindest finanziell steht einer Aufnahme im Zentrum also nichts im Wege. Vor allem wenn das Jugendamt in die Zahlung involviert ist, ist es natürlich am Werdegang des Bewohners interessiert. Deshalb werden viele Entscheidungen und Vorfälle, die den jeweiligen Jugendlichen betreffen, mit dem Jugendamt abgesprochen.
Ist der jugendliche Diabetiker in einer dieser so genannten „Maßnahmen“, stehen für ihn auch Pflichttermine an. Je nachdem, welches Jugendamt zuständig ist, gurkt man also einmal im Jahr zusammen mit seinem Betreuer zum jeweiligen Jugendamt und steht dort Rede und Antwort.
Diese Termine sind ziemlich wichtig – denn wenn das Jugendamt keinen Sinn mehr in der Maßnahme sieht, wird die finanzielle Unterstützung abgebrochen und damit ist der Bewohner „raus“. Natürlich passiert das nicht von heute auf morgen. Ob Betreuer oder Jugendamt – jeder ist daran interessiert, dass dem Jugendlichen geholfen werden kann.
Oberstes Ziel: Verbesserung des Umgangs mit dem Diabetes
Wie der Name „Zentrum für jugendliche Diabetiker“ schon sagt, steht in der Einrichtung vor allem eins im Vordergrund: der Diabetes. Eigentlich alle Jugendlichen, die dort wohnen, haben Probleme mit ihrem lebenslangen Begleiter. Deshalb steht natürlich grade die Verbesserung im Umgang mit dem Diabetes an erster Stelle.
Hierfür sind regelmäßige Arzttermine Pflicht – und da kommt auch wirklich niemand drum herum 😉
Absicherung von jeder Seite
Wie bereits im vorherigen Teil beschrieben, müssen alle Bewohner regelmäßig messen und jeden Abend die Urinketone bestimmen. Zusätzlich kommt jede Woche ein Diabetologe in das hauseigene Labor und steht dort für regelmäßige ärztliche Kontrollen zur Verfügung. Ihm einmal im Quartal einen Besuch zur DMP-Untersuchung abzustatten, ist auf jeden Fall Pflicht – nach Bedarf sehen Bewohner und Arzt sich aber auch deutlich öfter. Dann können Insulinanpassungen, Fußkontrollen, Blutentnahmen und alles, was sonst noch alles dazugehört, auch von ärztlicher Seite abgesprochen werden. Für die Zeit dazwischen stehen tagtäglich Diabetesberaterinnen zur Verfügung. Die Jugendlichen dürfen aber auch jederzeit ihren Diabetologen wechseln und ihre Termine bei einem externen Arzt wahrnehmen – manchmal kann einfach nicht jeder mit jedem.
Ihr seht – der Jugendliche ist von jeder Seite bestmöglich abgesichert, auch wenn das nicht jedem gefällt. Dennoch gehört es einfach zum Leben im Zentrum dazu. Und wie ihr im nächsten Beitrag lesen werdet, gibt es durchaus vieles, bei dem der Spaß im Vordergrund steht.
Lest auch Teil #1 (DIE RETTUNG VOR DEM „SELBSTMORD DIE RETTUNG VOR DEM „SELBSTMORD AUF RATEN“AUF RATEN“), Teil #2 (DIE ERSTE BEGEGNUNG) und Teil #3 (DAS LEBEN IM ZENTRUM FÜR JUGENDLICHE DIABETIKER) der Reihe aus dem Zentrum für jugendliche Diabetiker.
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….