Zentrum für jugendliche Diabetiker Lüdenscheid – Teil #4

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Zentrum für jugendliche Diabetiker Lüdenscheid – Teil #4

Das Leben im Zentrum für jugendliche Diabetiker will bezahlt werden: Essen, Wohnen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge und natürlich die Arbeit der Angestellten müssen irgendwie finanziert werden. Einen Teil des Betrags müssen in der Regel die Eltern zahlen. Wie viel, hängt von ihren finanziellen Mitteln ab – natürlich kann aber auch das Jugendamt einen großen Teil oder sogar die vollen Kosten für den Aufenthalt des Jugendlichen übernehmen. Zusätzlich wird das Zentrum über einige Sponsoren finanziert. Ob in Form von Geld oder auch Freikarten für Kino, Freizeitpark oder Schwimmbad – durch die Spenden wird vieles ermöglicht, was immer wieder für kleine und große Freude unter den Bewohnern sorgt.Bowlen

Absprache mit dem Jugendamt

Zumindest finanziell steht einer Aufnahme im Zentrum also nichts im Wege. Vor allem wenn das Jugendamt in die Zahlung involviert ist, ist es natürlich am Werdegang des Bewohners interessiert. Deshalb werden viele Entscheidungen und Vorfälle, die den jeweiligen Jugendlichen betreffen, mit dem Jugendamt abgesprochen.

Ist der jugendliche Diabetiker in einer dieser so genannten „Maßnahmen“, stehen für ihn auch Pflichttermine an. Je nachdem, welches Jugendamt zuständig ist, gurkt man also einmal im Jahr zusammen mit seinem Betreuer zum jeweiligen Jugendamt und steht dort Rede und Antwort.

Diese Termine sind ziemlich wichtig – denn wenn das Jugendamt keinen Sinn mehr in der Maßnahme sieht, wird die finanzielle Unterstützung abgebrochen und damit ist der Bewohner „raus“. Natürlich passiert das nicht von heute auf morgen. Ob Betreuer oder Jugendamt – jeder ist daran interessiert, dass dem Jugendlichen geholfen werden kann.

Oberstes Ziel: Verbesserung des Umgangs mit dem Diabetes

Wie der Name „Zentrum für jugendliche Diabetiker“ schon sagt, steht in der Einrichtung vor allem eins im Vordergrund: der Diabetes. Eigentlich alle Jugendlichen, die dort wohnen, haben Probleme mit ihrem lebenslangen Begleiter. Deshalb steht natürlich grade die Verbesserung im Umgang mit dem Diabetes an erster Stelle.

Hierfür sind regelmäßige Arzttermine Pflicht – und da kommt auch wirklich niemand drum herum 😉

Absicherung von jeder Seite

Wie bereits im vorherigen Teil beschrieben, müssen alle Bewohner regelmäßig messen und jeden Abend die Urinketone bestimmen. Zusätzlich kommt jede Woche ein Diabetologe in das hauseigene Labor und steht dort für regelmäßige ärztliche Kontrollen zur Verfügung. Ihm einmal im Quartal einen Besuch zur DMP-Untersuchung abzustatten, ist auf jeden Fall Pflicht – nach Bedarf sehen Bewohner und Arzt sich aber auch deutlich öfter. Dann können Insulinanpassungen, Fußkontrollen, Blutentnahmen und alles, was sonst noch alles dazugehört, auch von ärztlicher Seite abgesprochen werden. Für die Zeit dazwischen stehen tagtäglich Diabetesberaterinnen zur Verfügung. Die Jugendlichen dürfen aber auch jederzeit ihren Diabetologen wechseln und ihre Termine bei einem externen Arzt wahrnehmen – manchmal kann einfach nicht jeder mit jedem.

Ihr seht – der Jugendliche ist von jeder Seite bestmöglich abgesichert, auch wenn das nicht jedem gefällt. Dennoch gehört es einfach zum Leben im Zentrum dazu. Und wie ihr im nächsten Beitrag lesen werdet, gibt es durchaus vieles, bei dem der Spaß im Vordergrund steht.

 

Lest auch Teil #1 (DIE RETTUNG VOR DEM „SELBSTMORD DIE RETTUNG VOR DEM „SELBSTMORD AUF RATEN“AUF RATEN“), Teil #2 (DIE ERSTE BEGEGNUNG)  und Teil #3 (DAS LEBEN IM ZENTRUM FÜR JUGENDLICHE DIABETIKER) der Reihe aus dem Zentrum für jugendliche Diabetiker.

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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