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5 Dinge mit „Insider-Bedeutung“
3 Minuten

Das Butterfach im Kühlschrank:
Es gibt ein Butterfach? Wo? Na ja, da, wo dein Insulin liegt. Unangebrochenes Insulin sollte bei Temperaturen zwischen +2°C und +8°C gelagert werden. Eine ähnliche Temperatur wie im Butterfach bzw. in den Fächern der Kühlschranktür herrscht sowohl im obersten Kühlschrankfach als auch in dem Gemüsefach. Je nachdem, wie lange einen der Diabetes schon begleitet, vergisst man tatsächlich, dass es nicht immer SO aussah:

Die Küchenwaage:
Vielleicht bin ich ein Küchenwaagen-Freak, aber vielleicht geht es dem einen oder der anderen von euch auch so: Ich möchte eine Waage, die aufs Gramm genau abwiegt, die schnell an und aus geht und auch eine unkompliziert zu nutzende Tara-Funktion hat, deren Anzeige gut ablesbar ist (auch unter einem großen Teller), die aber auch nicht zu viel Platz in der Küche wegnimmt. Für Menschen ohne Diabetes kommt eine Küchenwaage wahrscheinlich seltener zum Einsatz, vielleicht alle paar Wochen zum Abwiegen genauer Backzutaten. Auch einige Menschen mit Diabetes wiegen deutlich seltener als ich ihr Essen ab, weil sie Schätz-Asse sind oder beispielsweise bei Reis oder Haferflocken nach Löffel-Menge gehen. Aber mich stört das Abwiegen nicht und es ist (zumindest zuhause) einfach Routine für mich. Und wenn ich eine Küchenwaage dann nicht handlich, praktisch und schön finde, stört es mich absolut.

Light-Getränke:
Menschen mit Diabetes sind keinem besonderen Diätwahn verfallen oder finden alle kollektiv, dass zuckerhaltige Limonade und Cola nicht schmecken. Es ist nur die Frage, ob man seinen Blutzucker mit dieser Zucker-Attacke so sehr stressen will und ob es einem die Insulindosis wirklich wert ist. Die Lösung: Light-Getränke. Irgendwie ist es ganz selbstverständlich, dass man die zuckerfreie Version wählt, auch wenn man dem originalen Geschmack etwas nachtrauert. Man wird zum freiwilligen unfreiwilligen Light-Getränke-Fetischisten und findet man dann neue Sorten, hüpft das Diabetiker-Herz doch etwas höher.
Blood Sugar Lounge-Autorin Steffi* hat neulich in Paris ihren ganz persönlichen „Zero Sugar Heaven“ gefunden:
Kinesiotape:
Ein Baumwoll-Klebeband, das eingesetzt wird, um Muskel- und Nervenheilungsprozesse zu unterstützen und Stabilität zu verleihen. Insbesondere bei Sportlern sieht man immer öfter die farbigen Klebestreifen. Für Menschen mit Diabetes ist Kinesiotape die perfekte Alternative zu langweiligen und vielleicht auf der Haut unangenehmen Pflastern, um Gebewezucker-Sensoren oder Insulinpumpen-Katheter zusätzlich zu fixieren.

Proviant:
Es ist ganz einfach: Wenn jemand denkt, Proviant wäre ein unkompliziertes Thema, dann kann er keinen Typ-1-Diabetes haben. Wenn ich das Haus für ein paar Stunden – oder gar Tage – verlasse und womöglich nicht weiß, welche (körperlichen) Anstrengungen auf mich zukommen, benötige ich: Essen für den Notfall. Essen, um den Notfall zu vermeiden. Außerdem was total Verrücktes: Essen gegen Hunger. Aber auch: Essen, das keine zu große BE-Bombe ist. Und Essen mit viel BE. Essen mit schnellwirksamen Kohlenhydraten und mit langanhaltenden Kohlenhydraten. Und all das bitte leicht zu transportieren und lecker. Und bloß nicht zu wenig. Dieser Albtraum, zu wenig Essen dabeizuhaben, ist genauso groß wie die Sorge, in eine Hyperglykämie zu kommen, wenn ich kein Wasser dabeihabe.

*Auch Steffi hat sich vor einiger Zeit Gedanken über die unterschiedliche Wahrnehmung von Menschen ohne und mit Diabetes gemacht. Ihren Artikel (inklusive superlustiger GIFs) findet ihr hier.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße