6 Wochen LOGI – meine Erfahrungen und was mein Blutzucker dazu sagt!

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6 Wochen LOGI – meine Erfahrungen und was mein Blutzucker dazu sagt!

In der Stadtbibliothek bin ich über den Titel eines Buches gestolpert „Stopp Diabetes! Praxisbuch“. Im ersten Moment dachte ich, alles klar, ist was für Typ-2er und wollte es schon wieder zurück legen. Einen Blick ins Inhaltsverzeichnis habe ich dann doch gewagt und festgestellt, dass es auch Kapitel zu Typ-1-Diabetes und LOGI gibt. Also vielleicht doch interessant? Ok, ich leihe es mal aus, um etwas genauer darin zu lesen.

Ich habe schnell gemerkt, dass nur lesen nichts bringt und mich auf das Experiment eingelassen, meine Ernährung auf LOGI umzustellen. Glücklicherweise hat sich auch mein Freund auf dieses Experiment eingelassen. Zu zweit macht es mehr Spaß und es ist natürlich auch einfacher umzusetzen. LOGI bedeutet Low Glycemic and Insulinemic Diet, also eine Ernährung, die den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel niedrig hält. Die Kohlenhydrate sind reduziert und dürfen in kleinen Mengen in jeder Hauptmahlzeit enthalten sein. Die eiweißreichen Mahlzeiten in Kombination mit viel Gemüse und Salaten sind in diesem Ernährungskonzept die sättigenden Komponenten. Es gibt jede Menge Literatur und Rezepte zu LOGI für alle, die neugierig geworden sind und es weiter vertiefen wollen.

Ernährungsumstellung und keine Diät!

Ich habe schnell gemerkt, dass es sich hier um keine Diät handelt, die ich mal eben für 4 Wochen durchziehe, sondern um eine Ernährungsumstellung, die mir gut tut und schmeckt. Das ist eigentlich der wichtigste Punkt für mich. Das ich in den 6 Wochen auch ein bisschen was abgenommen habe, ist ein schöner Nebeneffekt, den ich gerne mitnehme.

Satt, zufrieden und stabilere Werte!

Nudeln, Reis und Kartoffeln esse ich fast gar nicht mehr und ich vermisse sie auch nicht wirklich. Morgens starte ich meistens mit einem Vollkornbrötchen in den Tag. Der Anteil an Gemüse und Obst hat sich ziemlich erhöht. Dazu kommen dann Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier und Nüsse. Ein Omelett mit viel Gemüse oder ein Tomatensalat mit Schafskäse gehören im Moment zu meinen Lieblingsgerichten.  An den Hülsenfrüchten experimentiere ich noch ein wenig herum. Das klappt noch nicht so ganz, aber man braucht ja auch noch weitere Herausforderungen im Leben. Ich bin satt und zufrieden! Und Dank meinem FreeStyle Libre sehe ich auch, dass es meiner Zuckerkurve gut tut und ich stabilere Werte habe.

Vieles kickt nicht mehr!

Zwischendurch habe ich auch ab und zu mal wieder Lebensmittel gegessen, die mich eigentlich so richtig gekickt haben, z.B. Pommes oder Baguette. Ich habe dann allerdings festgestellt, es fühlt sich noch nicht mal nach verzichten an, wenn ich das nicht habe. Klasse! Ich bin überrascht, dass sich mein Geschmack in dieser Beziehung doch recht schnell verändert hat.

Neue Herausforderungen!

An den richtigen Mengen an Insulin für die eiweißreichen Mahlzeiten muss ich auch noch ein wenig feilen. Grundsätzlich hat sich für mich aber herausgestellt, dass ich Insulin für das Eiweiß brauche. Mit FPE (Fett-Protein-Einheit) hatte ich vorher nichts am Hut. Da hilft jetzt nur ausprobieren, regelmäßig messen und Erfahrungen sammeln bis es passt. Natürlich gibt es auch Orientierungshilfen im Internet oder ihr sprecht euer Diabetes-Team darauf an.

Fazit

Mein Fazit nach 6 Wochen? Ich mache auf jeden Fall weiter! Es gibt noch so viele Rezepte zum Ausprobieren und an einigen Stellen noch ein bisschen was zu optimieren. Ich fühle mich einfach gut damit und meinem Blutzucker gefällt es auch.

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  • uho1 postete ein Update vor 11 Stunden, 6 Minuten

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂